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Veröffentlicht am 6. August 2011 von lyrikzeitung
Lyrik, hat Günter Eich notiert, habe wesentlich mit dem „Dingwort“ zu tun, schon das Verb sei letztlich ein Indiz für Handlung – und damit eine Angelegenheit des Romans. So gesehen, entfaltet Christoph Meckel in seiner jüngsten Publikation „Russische Zone“ über weite Strecken eine lyrische Prosa, die nicht Handlung entwickelt, sondern Bilder aufbaut, Erinnerung fixiert und Erfahrung festhält. Meckels wunderbar geschmeidige, atmende und federnde Prosa des Dingworts folgt einer thematischen Spur, die seine Erinnerungsbücher an Marie Luise Kaschnitz („Wohl denen die gelebt“) und an Peter Huchel („Hier wird Gold gewaschen“) gelegt haben. / Hartmut Buchholz, Badische Zeitung 6.8.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Christoph Meckel, Günter Eich, Hartmut Buchholz, Marie Luise Kaschnitz, Peter Huchel
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