57. Olga Martynova: Von der Lyrik zur Prosa

Dass sie sich der Prosa zuwandte, hatte mehrere Gründe: „Ich habe vielleicht zehn Jahre überlegt“, erzählte sie Anfang September in einem Interview, „ob ich mich in Prosa versuche. Ich hatte ziemlich viel Material, das ich unbedingt erzählen wollte, das aber nicht in Gedichtform passt, das eben nur in Prosa ausgedrückt werden kann. Und als ich Elke Erb besuchte, die vieles von mir und meinem Mann Oleg Jurjew ins Deutsche übersetzt hat, so wie ich vieles von ihr ins Russische, schenkte sie mir ein Buch von Joseph Roth. Es war ein wunderbares Buch, ich habe es auf der Rückfahrt im Zug nach Frankfurt verschlungen und bin darin über diesen Satz gestolpert: ‚Sogar Papageien überleben uns‘. Ich war glücklich und dachte, dass dies ein wunderbarer Titel wäre. Ich glaube, in diesem Moment ist die Entscheidung gefallen, dass ich doch ein Prosabuch schreiben würde.“ / Friederike C. Raderer, ORF


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