Cummings-Vertonungen

Über Cummings-Vertonungen sprach die Leipziger Volkszeitung vom 19.2.03 mit Julia Hülsmann, hier ein Auszug:

Die Texte an sich haben eine hohe Qualität. Aber auch rhythmisch, von den Bildern und Farben her betrachtet, ist Cummings interessant. Bei manchen Gedichten ist der Rhythmus per se schon eindeutig, allein durch die Versform und die Reime bedingt. Andere wiederum sind metrisch völlig frei, da war es die Stimmung, die mich angesprochen hat.

Die Melodielinien, die Rebekka Bakken singt, scheinen aber nicht vorgegeben …

Das ist richtig, ich habe zwar alles bis zum letzten Ton auskomponiert, aber Rebekka wäre nicht die Sängerin, als die man sie mittlerweile kennt, wenn sie sich nicht die Freiheit nähme, Passagen zu ändern, vor allem bei den Schlusstakten der Songs.

Tut man der Komplexität von Cummings‘ Lyrik nicht Gewalt an?

Die Gefahr sehe ich nicht. Ich glaube, dass wir auch bei komplizierten Texten wie etwa bei „In Justspring“ durchaus spielbare und vor allem singbare Ansätze gefunden haben.

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