Veröffentlicht am 8. November 2010 von lyrikzeitung
Von Bertram Reinecke
Seit einiger Zeit erscheint in der Edition Cornelius des Projekteverlages ein Programm, in dem immer wieder Lyrik und Lyriker zu Wort kommen. Unbeachtet von einer größeren Öffentlichkeit erschien dort auch der von Richard Pietraß und Peter Gosse herausgegebene Band „Ich bin ein schwaches Both ans große Schiff gehangen. Die Lebensreise des Paul Fleming in seinen schönsten Gedichten“.
Wer sich aus Anlass 400. Geburtstages einem spannenden aber kaum präsenten Dichter widmet, kann verschiedene Dinge tun: Die Höflichkeit gebietet, ihn in einem Prachtband zu ehren. Dem durch den Anlass neugierig Gewordenen wäre eine Leseausgabe nach aktuellen Gesichtspunkten in die Hand zu geben. Zum Dritten wäre es interessant, der Wirkung des Dichters in der Gegenwart nachzugehen und den heutigen Stand der poetologischen Auseinandersetzung anhand seines Werkes ebenso aufzuzeigen wie zu befruchten.
Wenn die Herausgeber versuchen, alle diese Dinge zugleich zu tun, müssen sie ein partielles Scheitern billigend in Kauf nehmen.
Sorgfältig gestaltet ist der Band (großformatiges Hardcover mit Lesebändchen) von sächsischen Bildkünstlern in der Tat. (Gerade dies mag dazu geführt haben, dass das Buch bisher wenig diskutiert wurde, eilt solch prachtvollen Festschriften doch der Ruf voraus, im Gegenzug langweilig zu sein.)
Wer ein Lesebuch sucht, um einen ersten Einblick in das Werk des Dichters zu gewinnen, wird sicher eher zu einer wohlfeileren Ausgabe Zuflucht nehmen, auch wenn der Band einen zuverlässigen Text bietet, über dessen Editionsweise Richard Pietraß im Nachwort Rechenschaft gibt. (Dass der Anspruch, den Dichter „in seinen schönsten Gedichten“ vorzustellen, nicht sehr zeitgemäß ist, weil er reichlich subjektiv verschweigt, nach welchen Gesichtspunkten die Auswahl zu Stande kam, wird einen solchen Leser sicherlich weniger interessieren.) Immerhin kann die Rekontextualisierung durch den Versuch, abweichend von anderen Ausgaben eine chronologischen Anordnung zu bieten, für den Kenner reizvoll sein.
Bleibt das dritte und vielleicht spannendste Ansinnen, die Beantwortung der Frage, welche Impulse Fleming heutiger Dichtung zu geben weiß. Dies Anliegen wurde verfolgt, indem die Dichter (Erzähler und Literaturwissenschaftler) der sächsischen Akademie gebeten wurden, sich mit je einem Gedicht Flemings essayistisch auseinanderzusetzen. Während der Fokus auf Sachsen als weise Beschränkung ausgelegt werden kann, ergibt eine solche Vorgehensweise vor allem eins: Eine silberne Auslese, Honoratioren sind nun mal älter. So sind die vertretenen Lyriker abgesehen von Kerstin Hensel den 60 nahe oder darüber hinaus (während man als Literaturwissenschaftler augenscheinlich auch schon jünger zu Ehren kommen kann). Das ist etwas schade, sieht es doch so aus, als habe die Beschäftigung mit Fleming bzw. barocker Dichtung in Sachsen aus irgend einem Grunde aufgehört. Unbeschadet dessen sind mit Volker Braun, Elke Erb, Thomas Rosenlöcher, Róža Domašcyna, Kito Lorenc, Wilhelm Bartsch und Reiner Kunze gewichtige und interessante Stimmen vertreten. Die meisten Beiträge heben vom Vorlagegedicht sehr bald ab und nehmen Blick auf die bewegten Weltverhältnisse oder auf die Biografie Flemings. Das liegt bei diesem Autor nahe, der in bewegten Zeiten (Dreißigjähriger Krieg) ein bewegtes Leben führte (immerhin verschlug es ihn nach Russland und Persien). Andererseits besteht dabei die Gefahr, die Gedichte selbst aus den Augen zu verlieren. Wenn man dann die Wahrhaftigkeit, Subjektivität oder Weltzugewandtheit des Dichters vielfach beschworen findet und nach der Vielzahl derartiger Beteuerungen Fleming einem wie eine Art Dichter mit protogoetheschem Weltbild vorkommen will, bleibt am Ende aber doch die Frage zurück: War da nicht noch etwas anderes?
Veröffentlicht am 8. November 2010 von lyrikzeitung
Der karibische Dichter Christian Campbell gewann den Preis des Aldeburgh poetry festival für den besten Debütband für sein Buch „Running the Dusk“. Das Buch stand auch auf der Shortlist für den Forward prize. Die Preissumme beträgt £3,000. / Guardian 5.11.
Campbell, Christian. Running the Dusk. Leeds: Peepal Tree, 2010. 81 pp. $16.95 (paper).
Besprechung hier
Veröffentlicht am 8. November 2010 von lyrikzeitung
Laut dem Aufklärer Lichtenberg sei „Liebe ohne kleine Streitereien wie ein Gedicht ohne den Buchstaben R“. Prompt machte Görtz die Probe aufs Exempel und verlas „Ilkes Hebstgedicht“. / Badische Zeitung
Veröffentlicht am 7. November 2010 von lyrikzeitung
Oskar Pastior tat es, Georges Perec tat es, und Amerikas bizarrster Privatmythologe unter den Künstlern, Matthew Barney, tut es unter dem malerischen Titel «Drawing Restraint» noch immer äusserst lustbetont … Brunnschweiler, der vor Jahren mit «Herrgott und Teufel», einer 234-zeiligen «Litanei für 17 Buchstaben», das längste deutschsprachige Anagrammgedicht vorlegte, macht auch in seinem jüngsten Wurf wieder vor keinem tieferen Sinn und höheren Unsinn halt, wobei die kürzeren Texte meist durch ihren lakonischen Expressionismus bestechen – wie etwa die Transformation von «Der grosse Konsumator» zeigt, der am anderen Ende von Brunnschweilers Buchstabenverwertungs-Maschine als «Kern: Orgasmus, Eros, Tod» herauskommt. / NZZ 30.10.
Thomas Brunnschweiler: AlltagsWorte. Anagramme. Nachwort von Stephan Krass. Verlag Martin Wallimann, Alpnach 2009. 128 S., Fr. 23.–.
Veröffentlicht am 7. November 2010 von lyrikzeitung
Im Frühjahr 1939 musste die 70-jährige Else Lasker-Schüler die Schweiz verlassen, bis zu ihrem Tod 1945 war Jerusalem die letzte Exilstation. Das Leben dort, «unter dem auserwählten Volke», erscheint in ihren Briefen als eine einzige «Hölle». Kaltherzig, engstirnig, brutal seien die Menschen um sie herum. …
Was immer an Lasker-Schülers Anschuldigungen erdichtet sein mag, poetisch sind sie in jedem Fall. Dauernd gebiert die Schmerzlitanei berückende Bilder, die sich zu lyrischen Sequenzen fügen: «Ich bin so unglücklich, Krähen werden kommen, meinen Schmerz aufpicken.» – «Ich bin so müde / Wär ich doch zu Haus / Ich trug Jerusalem auf meinem Augenlide.» – «Kläglich vergeht Minute und Stunde, / Die Aster bleicht auf meinem Munde.» Doch es gibt auch andere Töne. Die Lust am Fabulieren, am kindlich versponnenen Sprachspiel (bis hin zur bewussten Unsinnsproduktion) hat Lasker-Schüler niemals verloren. So teilt sie der Frau des Rabbiners Kurt Wilhelm energisch mit, «am Schabbatt in der Synagoge» den falschen Hut getragen zu haben: «Zu schnadahüpfl Tyrol». Sie müsse in Zukunft ihren «ganz runden russischheiligenschein hut» aufziehen. Unterzeichnet: «Prinz Jussuf». …
«Mein letztes Gedicht haben Sie sicher für sexuell gehalten?! Nicht die Spur.» Die Simon gewidmeten Gedichte bilden eine eigene Abteilung in Lasker-Schülers letztem Gedichtband, «Mein blaues Klavier» (1943): «An ihn». Der Amour fou einer blutjungen Greisin verdankt die deutsche Literatur Glanzstücke ihrer Liebespoesie. / Manfred Koch, NZZ 6.11.
Else Lasker-Schüler: Werke und Briefe. Kritische Ausgabe Bd. 11: Briefe 1941–1945. Nachträge. Bearbeitet von Karl Jürgen Skrodzki und Andreas B. Kilcher. Jüdischer Verlag, Frankfurt am Main 2010. 912 S., Fr. 196.–.
Veröffentlicht am 7. November 2010 von lyrikzeitung
Als Sohn eines Griechen und einer Schweizerin wurde er in Genf geboren, im Jahr 1917, und in der Rhonestadt hat er als Schriftsteller gelebt und gearbeitet bis zuletzt. Jeden Tag sass Georges Haldas im Café und schrieb in seinen Notizheften oder diskutierte mit Freunden, die fest damit rechnen konnten, ihn dort anzutreffen. Er war Lyriker, vor allem in seinen Anfängen, und veröffentlichte ein gutes Dutzend Gedichtbände, etwa «Cantique de l’Aube» (1942), «Chants de la Nuit» (1952) oder «La Blessure essentielle» (1990). / Martin Zingg, NZZ 1.11.
23. Juni 2010, Neue Zürcher Zeitung:
Poetischer Chronist
«Orte» widmet sich Georges Haldas
Martin Zingg ⋅ Unter den Autoren der Romandie ist er ohne Zweifel eine singuläre Erscheinung, inzwischen über neunzig Jahre alt: Georges Haldas. Seine Gedichte und «Chroniques» haben ihn bekannt gemacht, darunter die berührende Familiengeschichte «Boulevard des Philosophes». In den vergangenen Jahren hat er vor allem Notate publiziert, in seinen «Carnets», von denen inzwischen über ein Dutzend vorliegt. Dem Lyriker und poetischen Chronisten Haldas widmet die Literaturzeitschrift «Orte» nun ihre jüngste Nummer, mit einem anregenden und informativen Querschnitt durch sein Werk, von 1942, als «Cantique de l’aube» erschien, bis 2000, dem Erscheinungsjahr der «Poésie complète», eines über 900 Seiten starken Wälzers. Haldas sei ein «Dichter des Wesentlichen», heisst es einmal in dieser sympathischen und verdienstvollen Werkschau, die sich den Facetten seiner überaus aufmerksamen Wirklichkeitsbeobachtung widmet.
Veröffentlicht am 7. November 2010 von lyrikzeitung
Eine solche wurde an diesem Wochenende in Leipzig gegründet. Was man munkelt, klingt vielversprechend. L&Poe berichtet!
Veröffentlicht am 6. November 2010 von lyrikzeitung
Gefunden beim roughblog:
| Elke Erb live und on air
on air: |
SWR2 Literatur
Poesie ist eine Erkenntniskraft
Dienstag, 09. November 2010
22.05 – 23.00 Uhr | SWR2
Ein Tischfeuerwerk
Mit Valžhyna Mort, Monika Rinck und Elke Erb
Von Frank Kaspar
Valžhyna Mort, in Minsk geboren und Dozentin für Lyrik in Baltimore, betrachtet das eigene Handwerk mit Skepsis: „dichter sind keinen deut besser als züchter / die ihre gepflegten hunde vorführen“. Dichtung als Dressurakt? „Poesie ist eine Erkenntniskraft“, sagt die Autorin und Übersetzerin Elke Erb. „Eine richtige Dressur sollte einen mit mehr Möglichkeiten begaben“, meint die Schriftstellerin Monika Rinck, „und eine falsche Dressur wäre eine, wo man am Ende als One-Trick-Pony steht“. Drei Autorinnen, die zwischen Lyrik und Essay zu Hause sind, erkunden, wie Literatur die Wahrnehmung schärft und eine Polyphonie von Stimmen und Ideen erzeugt, so dass im besten Fall ein „Feuerwerk im geschlossenen Raum“ (Rinck) losgeht.
live:
Di 16.11. um 20:00 Poesiegespräch: Elke Erb »MEINS« in der literaturwerkstatt Berlin
In Lesung und Gespräch Elke Erb Autorin, Berlin
Moderation Nico Bleutge Autor und Literaturkritiker, Berlin
Poesiegespräche bieten die Möglichkeit eines tiefen Einblicks in Schreibstätten und Konzepte von Dichtern, zumal wenn es um deren neuestes Buch geht. Nico Bleutge, selbst Dichter, wird als kritisch begleitender Gesprächspartner auch die dritte Veranstaltung in dieser Reihe moderieren.
Im Zentrum des Abends steht die Berliner Dichterin Elke Erb und ihr neuer Band »MEINS«, der jüngst als »roughbook« bei Urs Engeler erschienen ist. Über ihn wird diskutiert, aus ihm gelesen.
Elke Erb ist eine poetische Autorität. Ihre Freiheit im Umgang mit Sprache, ihre Unabhängigkeit von Moden und Trends machen sie zu einer Autorin, an der sich Kollegen messen. Für Elke Erb existieren Genregrenzen für Texte nicht. »Poesie existiert nicht nur im Gedicht, sondern auch in anderen Literaturgattungen oder Künsten sowie außerhalb der Künste.« »MEINS«, herausgegeben von Christian Filips, bestätigt dies aufs Neue: Ein Band voller kurzer Texte, die sich je der Definition entziehen, Notizen aus den Jahren 2003 bis 2009, Beobachtungen aus dem Alltag. Sie bewegen sich sprachwandlerisch und lautmalend, sie sind rau, sie wecken Neugier. Der Leser kann die Autorin begleiten, sich auf das Sprach-Abenteuer einlassen, er kann die Welt mit ihren Augen sehen.
Elke Erb (*1938 Scherbach, Eifel) ist Dichterin, schreibt Kurzprosa, prozessuale Texte, macht Übersetzungen. Ihre Bände sind »Gänsesommer« (2005) »Sonanz« (2008, beide Urs Engeler Editor). Elke Erb ist vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Peter-Huchel-Preis 1988 und dem Hans-Erich-Nossak-Preis 2007 für ihr Gesamtwerk.
Neu ist nicht nur Elke Erbs jüngster Band, neu ist auch, dass Elke Erb in einem Blog »Sätze zur Poetologie« veröffentlicht: »Die Poesie weckt die Intelligenz, die Intelligenz weckt die Poesie. Sie ergreift. Sie erfreut. Sie befreit.«
A Poem A Day – Elke Erb
28. Oktober 2010
Raphael Urweider nach Elke Erb
Veröffentlicht am 6. November 2010 von lyrikzeitung
Als er sich eine Woche vor seinem 19. Geburtstag aus dem Haus stahl, legte er auf den Schreibtisch seines Vaters ein Gedicht, in dem er verschlüsselt seine Pläne mitteilte: Er wollte sich der nationalen Bewegung zur Befreiung seines Landes anschließen. Hinter sich ließ er die kultivierte Welt hoher Beamter, in der er aufgewachsen war, in der seine Mutter französische Dichtung rezitierte und der Großvater mystische Lyrik, zu der die Ausbildung in einer Eliteschule gehörte und ein Patent als Marineoffizier. Mit gefälschten Papieren wanderte er wochenlang durch ein Vaterland, das er nicht kannte. Die Begegnungen mit Menschen aus dem Volk veränderten ihn für immer. Als er im Zentrum der Bewegung ankam, war er enttäuscht. Zwar bewunderte er ihren charismatischen Führer, aber nicht nur wurde er statt an die Front als Lehrer in ein Provinznest geschickt, auch das politische Programm ging ihm nicht weit genug. / Zeit-Rätsel
Veröffentlicht am 6. November 2010 von lyrikzeitung
Der Dichter und Essayist Mile Stojic, der einige Jahre in Wien Slawistik lehrte, sagt: „Was soll an Bosnien-Herzegowina multikulturell sein? Bosnien ist monokulturell! Alle Menschen essen das Gleiche! Ich würde sogar sagen: Nicht nur die muslimischen Frauen tragen Kopftücher, sondern auch kroatische Katholikinnen.“ / Ronald Pohl, Der Standard
Veröffentlicht am 5. November 2010 von lyrikzeitung
Adrian Paunescu, Hofdichter des kommunistischen Diktators Nicolae Ceausescu, starb am Freitag im Alter von 67 Jahren in einem Bukarester Krankenhaus. Politiker, Schriftstellerkollegen und sogar Fußballstars beklagten den Tod Paunescus, der Ceausescu viele Hymnen gewidmet hatte. … Der Dichter Mircea Dinescu, einer der prominentesten antikommunistischen Opponenten, würdigte Paunescus Talent: „Er war eine komplexe Persönlichkeit“. Paunescu habe in den 1960er Jahren im Konflikt mit Ceausescu debütiert, doch „leider ist aus diesem Streit eine große Liebe geworden“. / Der Standard 5.11.
Veröffentlicht am 5. November 2010 von lyrikzeitung
Wir lieben das Leben
Auch wir lieben das Leben, wo wir nur können.
Wir tanzen zwischen zwei Märtyrergräbern, zwischen ihnen pflanzen wir
Für die Veilchen Palmen oder errichten ein Minarett.
Wir lieben das Leben, wo wir nur können,
Und stehlen dem Seidenwurm einen Faden, um einen
Himmel uns aufzuspannen und die Abreise einzuzäunen.
Wir öffnen das Gartentor, damit der Jasmin als schöner
Tag auf die Straßen hinausgeht.
Wir lieben das Leben, wo wir nur können.
Wenn immer wir uns niederlassen, säen wir rasch wachsende Pflanzen,
Wenn immer wir uns niederlassen, ernten wir einen Toten.
Wir blasen auf der Flöte die Farbe der fernen Ferne,
malen auf den Staub des Weges ein Wiehern
Und schreiben unseren Namen Stein für Stein
Blitz, erhelle die Nacht für uns, erhell sie ein wenig.
Wir lieben das Leben, wo wir nur können.
Aus: Die Farbe der Ferne. Moderne arabische Dichtung. Herausgegeben und aus dem Arabischen übersetzt von Stefan Weidner. C.H.Beck, München. 296 S., 48 Mark.
Siehe auch den Kommentar von Dieter M. Gräf in der Reihe „Das neue Gedicht“ in der Tageszeitung „Die Welt“ vom 22.12.2000
Gedichte und Prosatexte von Mahmûd Darwîsh erschienen 1979 im Verlag Volk und Welt unter dem Titel: Ein Liebender aus Palästina
Veröffentlicht am 5. November 2010 von lyrikzeitung
Johannes Bobrowski (1917-1965), one of the most distinguished German post Second World War writers, is known to his readers through his lyrical works, particularly Sarmatische Zeit (1961), Schattenland Ströme (1962/63), Wetterzeichen (1966/67), and his two novels Levins Mühle (1964) and Litauische Claviere (1966).
Although his Opera Omnia in six volumes were published 1987-1999, some manuscript material, housed in the Marbach archives, was not included. In Marbach there is an unpublished copybook in Bobrowski’s handwriting containing an Old Prussian word list of 583 lemmata in total, which, though referred to in critical literature, has not yet been evaluated.
Vol. 25 Johannes Bobrowski, Pruzzische Vokabeln. An Old Prussian Glossary, introduced and edited by Kristina Brazaitis. Dunedin 2010. 373 pp. ISBN 978-0-9582716-5-3. NZ$ 50.00
OTAGO GERMAN STUDIES
Edited by E. W. Herd † and August Obermayer
Available from – Zu beziehen von:
Department of Languages and Cultures, German Section, University of Otago,
P.O. Box 56, Dunedin 9054, New Zealand
Fax: (++64) 03 479 8689
e-mail: august.obermayer@otago.ac.nz
http://www.otago.ac.nz/german/OtagoGermanStudies/home.html
Veröffentlicht am 5. November 2010 von lyrikzeitung
Pasolini sei ein Genie gewesen, der bedeutendste italienische Dichter des 20.Jahrhunderts. ‚Aber verkünde das mal hier im Dorf – es gibt nicht wenige, die meinen, Pasolini war ein Popsänger!‘
‚Wasser vom Brunnen meines Dorfes, es gibt kein frischeres Wasser als in meinem Dorf. Brunnen der ländlichen Liebe.‘ So beginnen Pasolinis ‚Poesie a Casarsa‘. Er verfasste die Gedichte in Friulan, dem Dialekt der Bewohner des ländlichen Friaul – eine Liebeserklärung an das Dorf, in dem er aufwuchs. / HELMUT LUTHER, Süddeutsche Zeitung 28.10.
Veröffentlicht am 4. November 2010 von àxel sanjosé
Das Literaturportal poetenladen, nun gut fünf Jahre alt, wird in Layout und Funktionalität aktualisiert. Auf Denglisch also ein Relaunch. Der poetische Betrieb geht natürlich weiter – wie gewohnt also fast täglich neue Kritiken, neue Autoren, Serienbeiträge und vieles andere.
Da das Portal inzwischen fast 10.000 Seiten umfasst, wird der Relaunch kontinuierlich durchgeführt, voraussichtlich bis Frühjahr 2011. Es werden zeitweise bereits „erneuerte“ Seiten neben noch nicht erneuerten Seiten stehen. Das lässt sich angesichts der Größe der Website nicht vermeiden. Alle neuen Beiträge werden in neuem Layout gesetzt. Alle Inhalte – etwa der Autorenseiten – bleiben natürlich eins zu eins bestehen. Im Grunde ändert sich „nur“ die Optik. Man darf also den Prozess mitverfolgen.
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