Der Feuerwehrmann, Poet und Liedermacher schrieb früher über die Liebe und wirtschaftlich schwierige Zeiten. Als im Juni in seiner Heimatstadt Hama 65 Menschen durch Bashar al-Assads Sicherheitskräfte umgekommen waren, wurde Ibrahim Quashoush zum Politaktivisten. Sein Gedicht mit dem Refrain «Bashar, es ist Zeit zu gehen» wurde mit einer eingängigen Musik unterlegt. Die Protestbewegung in Hama machte sich das Lied zu eigen. «Die Freiheit steht vor der Tür. Bashar, es ist Zeit zu gehen! Du bist ein gesuchter Mann in Hama. Deine Fehler werden nicht verziehen», ertönte es in den Strassen der Oppositionshochburg.
Der 42-jährige Quashoush wurde über Nacht zur Gefahr für die Regierung. Anfang Juli verschwand der Poet spurlos. Gemäss der «Washington Post» wurde er verschleppt. Nur wenige Tage später wurde Ibrahim Quashoushs Leiche im Orontes-Fluss von Hama gefunden. Seine Kehle war durchgeschnitten. / Basler Zeitung
Ihre eigenen Gedichte sind fein konstruiert, folgen einem ebenmäßigen Metrum, handeln auch einmal vom Verlorensein – als Exilgedichte will sie sie aber nicht verstanden wissen.
Ihrer Lyrik wegen hadert sie mit dem Verleger, der stattdessen lieber einen Roman sehen möchte. Die gängige Auffassung vieler Verleger ist eben, dass sich ein Roman leichter verkaufen lässt.
Ob sie einen Roman schreiben will, muss sie letztlich selbst herausfinden. Die ästhetisch ansprechende Lyrik nicht zu veröffentlichen, wäre aber sehr bedauerlich. / Stephanie Kärn über Ruth Klüger, dieStandard.at 28. 7.
Stephanie Kärn ist Studierende der Germanistik und der Gender Studies sowie Redakteurin des Gender Studies Newsletter an der Universität Salzburg. Sie sprach mit Ruth Klüger, die den Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil 2011 erhielt, anlässlich deren Lesung am 24. Mai 2011.
Diskussionsbeitrag von Simone Kornappel
ein instrumentarium, um einen text für sich selbst als misslungen oder gelungen zu begreifen, ist der kopf. und einen kopf hat jeder leser, jede leserin allemal. die unlust am kauf oder die unlust am lesen eines gedichtbandes, einer anthologie oder einer zeitschrift an der mangelnden fähigkeit der leserInnen festzumachen, die texte zu verstehen, sie qualitativ abschätzen zu können, gesetzt den fall, letzteres täte unabdingbar not, attestiert sicher, dass man es regelhaft mit menschen zu tun hat, denen entweder das denken schwer- oder mindestens missfällt, was ich gelinde gesagt für unverschämt halte oder setzt eben voraus, dass leserInnen ausschließlich oder vornehmlich an schnell bzw. leicht zugänglichen texten gelegen ist, texten mit westerntür oder panikschloss, die man genau so flugs betreten wie man sie wieder verlassen kann, alles ohne jede harm. ich weiß nicht, woher, wann letztlich postuliert wurde, leserInnen hätten mental schwierigkeiten, eine gewisse bringschuld einzulösen. ganz naiv aus blöde gesprochen: als autorIn und sicher auch als verlegerIn geht man doch eher von mündigen, dem kognitiven anvertrauten leserInnen aus, will meinen, auch von solchen, denen bewusst ist, dass ein gedicht in seiner drängung nichts ist, das man binnen fünf minuten nach wasseraufguss abkonsumiert. wenn das schreiben eines gedichtes durchdringung ist, so fordert auch sein gelesenwerden eine solche ein. besagte unlust hingegen mit der behäbigkeit der texte zu erklären, an ihrem vermeintlich klausulierten innern festzumachen, hierbei die intention unterstellend, der autor, die autorin chiffriere um des chiffrierens willen, geht m.e. ebenso fehl. gedichte sind ein anderes sprechen und auch ihr verstehen verhält sich demnach anders. ähnlich einer anverwandten sprache, in der ich anknüpfungspunkte finde, sie aber nicht, noch nicht in gänze fassen kann, ist es ein stetes, ja, langsames vortasten. zwischen leserInnen und gedicht kann man da gerne eine semipermeabele membran anlegen; was und wieviel da diffundiert, hängt mit beiden seiten zusammen. aber mit dem ausgesetztsein passiert etwas, zwangsläufig. wer solche prozesse in kauf nehmen mag, besucht die sogenannten wasserglaslesungen, nimmt einen lyrikband zur hand, kauft ihn womöglich, klaut ihn vielleicht sogar vom messestand. aber dieser jemand wird zumeist ein anderer sein, als jemand, der poetryslams besucht: es sind unterschiedliche formen des unterhaltens und unterhaltenwerdenwollens, unterschiedliche geschwindigkeiten, mitunter auch der unterschied zwischen mittelbar und unmittelbar.
die drift weg vom gedicht darüber hinaus an einem überschwang an originalität festzumachen, halte ich nicht für förderlich, für falsch sogar. originalität ist kein jargon im engeren ekelsinne, sie muss nicht bedeuten, die sprache aus dem experimentellen gedanken heraus in die so oft monierten, angeblichen codes, das unleserliche zu überführen und dabei den inhalt zu verlieren. und auch die abgrenzung zwischen konventionell und experimentell, einem bestenfalls eingängigen, dabei gefühlt altbackenen und einem “stets bemüht” und demnach neu, behagt mir wenig; die genannten zuschreibungen weniger noch.
den vorwurf einer absichtlichen enigmatisierung aus der experimentellen intention heraus sehe ich schlicht so nicht gegeben, geschweige denn sehe ich einen trend zum code. mitunter lese ich dafür dann wieder zu wenig, bin zu touristisch in einer literatur als wissenschaft oder nährmedium anwesend – ohne illustrabele beispiele fällt es mir daher schwer, das ad hoc nachzuvollziehen.
auch wenn sich innerhalb des artikels abzeichnet, dass das missen von inhalten zu beklagen wäre, inhalte eingefordert werden, so ist die absprache von originalität, dem orginären sicherlich kein probates mittel, um zum gedicht zu finden und finden zu lassen. das originäre, die originalität der sprache ist neben seiner thematik bestand des gedichtes. und originalität in diesem falle bedeutet auch nicht, dass ich den stimmgeber vor den text stelle – sie bedeutet mehr die eigenständigkeit des textes, gegenwärtlichkeit als dimensionsgefüge, bei der die stimme dessen, der anhebt, zu sprechen, die neue, eigene stimme, diese sprache eben einen von mehreren parametern einer gegenwärtlichkeit darstellt. kurzum: so hölderlin heute noch lebte, wünschte ich mir, er hieße anders, schriebe anders. und dabei weiß ich wohl darum, dass es herrn brocan nicht um konserven, nicht um konservierung ging, die auch stillstand hieße. ich beiße nur just an dieser originalität an, da sie für mich nicht kausal den mangel an inhalt bedingt. nein, anders: ein gedicht, das inhalt hat, eine thematik, diese aber ohne originaltät schlichtweg listet, ohne orginäres moment der sprache, der bilder zu leisten versucht, bleibt reine sachlichkeit, ein schrebergarten. und letztlich wird damit etwas eingefordert, dass das gedicht m.e. nicht sein kann und will: ein schonraum.
dieser bedeutete, dass trotz der anwesenheit von inhalt der inhalt kaum lebendig würde. das blanke arrangieren ohne originalität generierte phantome, es bedeutete stimm- und divergenzverlust. die freiheit, die die originalität in form und sprache austreibt sorgsam beschnitten richtung einfriedung. gelegentlich vielleicht noch muzak beim flanieren nicht ausgeschlossen.
mehr inhalt, weniger bis kaum originalität scheint mir demnach nicht der honiganstrich zu sein, mit dem die gedichte wieder erfolgreich und seltenschön am rezipienten kleben.
dass verschiedene autoren bei zeiten unter tische fallen, mag sicher stimmen. und hier wird ein jeder jemanden nennen können, an dessen texten ihr oder ihm gelegen ist, der eine breitgefächerte betrachtung nach eigenem dafürhalten verdiente. warum sich also nicht anschicken, diesen missstand auszuhebeln, indem e.g. gedichte von jan kuhlbrodt oder claudia gabler oder klaus f. schneider oderoder in der nächsten NZZ vorgestellt, die stillen unter den zeitschriften genannt und beäugt werden – und die funde an noch unbekannten stimmen, die man dabei zu finden gefahr läuft.
Seels Gedichte sind ebenso überlegt wie eindringlich, und das, obwohl sie ständige Unsicherheit ausstrahlen. Das fängt bei der Kommunizierbarkeit an. Seel führt in den Zyklen »wo ihr körper beginnt« und »fuchsia« die poetische Sprache vor, deckt Situation und Wechselwirkungen auf, in denen sich Dichter, Text und Leser befinden. »es riecht nach frisch geschlagenen kiefern, schnee / fegt durch den zuschauerraum, die luft wird knapp«. Was innerhalb des Textes, bei der Autorin oder beim Leser passiert, ist kaum noch zu verorten. »wenn der raum des gedichts kein auge hat, / das auf ein außen sieht, nur bewegung // im körper des autors, welcher der leser ist«, heißt es und klingt banal, erweist sich aber als konzeptuelles Leitmotiv.
Seels Hauptthema, die Körperlichkeit, weitet sich aus, ihre Gedichte werfen in einer Doppelbewegung immer gleich essentielle Fragen der Lyrik auf. Dabei zieht sich Seel jedoch nie auf die Betrachtung der Schreibsituation zurück, verfängt sich in selbstreflexiver Redundanz oder fällt mit der Tür ins Haus. Das verhindert ihr Ton, dieser gleichermaßen sensibel gesetzte wie gewalttätige Duktus, der in manchen Momenten frenetisch, gar manisch anklingt, hochgradig emotiv ist. Das lyrische Ich, das die Gedichte durchzieht, bleibt jedoch ein unsicheres. / Kristoffer Cornils, junge Welt
Daniela Seel: ich kann diese stelle nicht wiederfinden. kookbooks, Berlin 2011, 64 Seiten, 17,90 Euro
Der US-amerikanische Songwriter und Musikproduzent Jerry Ragovoy ist im Alter von 80 Jahren in New York gestorben. Zu seinen wichtigsten Songs gehören ‚Piece Of My Heart‘ und ‚Try (Just a Little Bit Harder)‘, die in den Sechzigern durch Janis Joplin berühmt wurden, und ‚Time Is On My Side‘, welchen er 1964 für die Rolling Stones schrieb. Auch Elvis Presley, B.B.King, Dusty Springfield und Aretha Franklin spielten Lieder von ihm ein. / SZ 20.7.
Bis zum Mai dieses Jahres war der usbekische Dichter Jussuf Dschuma Gefangener des berüchtigten Lagers Jaslyk in der Wüste im Westen des zentralasiatischen Landes unweit des sterbenden Aralsees. Jaslyk ist der usbekische Vorhof zur Hölle. Von giftigen Salzen durchsetzte Sandstürme durchwehen die glühende Hitze im Sommer gleichermassen wie die klirrende Kälte im Winter. Dschuma selbst erfuhr dort Folter und Demütigungen. Drei Jahre war es ihm untersagt, Stift und Papier zu berühren. «Ich formte meine Gedichte im Kopf», sagt der 53-jährige Usbeke. Nun endlich könne er sie aufschreiben – viele tausend Kilometer westlich im amerikanischen Exil. / Marcus Bensmann, NZZ
Auszüge aus einem Aufsatz von Jürgen Brôcan in der NZZ vom 22.7. (L&Poe #87. Zu Viel Originalität):
Der deutschsprachige Leser wird gegenwärtig mit zwei Phänomenen konfrontiert: Einerseits mit der unglaublichen Fülle an Gedichten in Anthologien, im Netz oder auf Poesiefestivals, die es ihm ohne Sachkenntnis und entsprechendes Instrumentarium kaum mehr ermöglicht, Amateure von Profis oder gelungene von misslungenen Texten zu unterscheiden; und mit der oft einseitigen Präferenz der Kritiker für das bemüht Artifizielle andererseits, die letztlich die Freiheit des Gedichts beschneidet und einer nachhaltigen Verbreitung abträglich ist, weil sie «eine Subkultur von Spezialisten» (Gioia) voraussetzt und schafft.
(…)
Es wäre zu überlegen, ob dieses Rezeptionsverhalten, wie behauptet wurde, allein aus der Mentalität des Lesers zu erklären ist, oder ob es nicht auch zu einem beträchtlichen Teil als Reaktion auf eine zunehmende Ratlosigkeit zu verstehen ist. Die Poesie des 20. Jahrhunderts hat mit ungestillter Neugier viele stilistische Möglichkeiten und Wahrnehmungsweisen erschlossen. Sie ist und war das literarische Experimentierfeld. Aber steckt die Poesie nicht, so wie ihre Urheber, in historischen, kulturellen, sozialen Kontexten, herausgefordert von virulenten Themen, sogar noch dort, wo sie sich den Moden verweigert? Ist, was nicht experimentell auftritt, automatisch «konventionell» und somit altmodisch, überholt und darum eine ungenügende Verständnis- und Erkenntnismethode? Die Lyrik heute gleicht jedoch nicht selten einem Laborversuch, dessen Ergebnisse dem Publikum in komplexen Formeln und Geheimcodes präsentiert werden. Unter diesen Voraussetzungen verwundert ihre Marginalisierung kaum.
Die Erfolge von Autoren wie Michael Hamburger, Ranjit Hoskoté oder Les Murray beweisen, dass eine grundsätzliche Lesebereitschaft besteht. Anders als manche deutschsprachige Lyrik machen sie den Leser neugierig und stossen ihn in neue Sichtweisen, aber sie überfordern ihn nicht, weil sie formale Fragen und formale Originalität nicht vor die inhaltliche setzen. Mit Hölderlin möchte man ausrufen: «Ich wünschte um alles nicht, dass es originell wäre. Originalität ist uns ja Neuheit; und mir ist nichts lieber, als was so alt ist, wie die Welt.» Damit soll keinem literarischen Konservatismus das Wort geredet werden; nur darf die sprachliche Sondierung nicht zu Ungunsten der inhaltlichen stattfinden, in den Worten E. M. Ciorans: «Die Dichtung ist bedroht, wenn die Dichter der Sprache ein allzu lebhaftes theoretisches Interesse entgegenbringen und sie zum Thema ständigen Tüftelns machen.» Wo die Inhalte ausgehen, wird das Schreiben über das Schreiben und die Sprache selbst rasch zum einzig wahren Stil erklärt.
(…)
Ein wichtiges Symptom der zeitgenössischen Lyrik war für Dana Gioia, dass die Dichter sich zurückgezogen hätten; sie suchten keinen Kontakt zum Publikum und würden sich gegenseitig beweihräuchern, zudem würden sie ihre Gedichtbücher in vielen Fällen für ihre Reputation und nicht aus künstlerischer Notwendigkeit schreiben (Ähnliches attestierte Gioia auch der Literaturkritik). Natürlich ist die Formel «Zugänglichkeit = hohe Umsatzzahlen» allzu simpel, dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Vernetzung der Dichter und die punktuelle Wahrnehmung weniger literarischer Zentren wie Berlin oder Leipzig zu sich selbst bestätigenden Zirkeln führt, die nicht weltvermittelnd zur Leserschaft, sondern nur noch zu den peers sprechen.
Kritiker und auch Literaturwissenschafter neigen dazu, in den Kategorien «richtungsweisend» und «tonangebend» zu denken, damit bieten sie jedoch dem Leser keine Alternativen und berauben die Dichtung des Nebeneinanders verschiedener Stile. Warum — so liesse sich fragen — tauchen niemals die Namen von Klaus Anders, der in seiner Auseinandersetzung mit der Tradition zu profunden Versen kommt, oder Christian Saalberg und Lothar Klünner auf, die in kreativer Weise mit dem Erbe des Surrealismus spielen? Warum ist es so still um Christine Langer, Jan Kuhlbrodt, Lars Reyer, Ludwig Steinherr oder Ulrich Koch? Was ist mit den Bemühungen von Häusern wie dem alteingesessenen Rimbaud-Verlag oder der anspruchsvollen Edition Rugerup? Oder den kleinen Literaturzeitschriften, die in aller Stille arbeiten und fast nie in den Fokus medialen Interesses rücken?
(…)
Poesie hat Erfolg, wenn — in Dana Gioias Worten — bei Lesungen mehr die Dichtung als das Ego des Dichters gefeiert werde; und wenn der Leser den Eindruck hat, seine Aufmerksamkeit werde belohnt, ob nun mit leichten oder komplexen Gedichten, jedoch solchen, die ihn irgendwo abholen mit dem Versprechen eines wie auch immer gearteten Erkenntnisgewinns. Dazu fehlt derzeit vor allem eine vorurteilsfreie Diskussion und eine mediale Präsentation, die der Vielfalt der Stimmen Rechnung trüge. Denn solange die grösseren Verlage und literarischen Jurys das Wagnis scheuen, die ausgefahrenen Wegspuren zu verlassen, ändert sich nichts an der allseits beklagten Diskrepanz zwischen den Zeichen des Booms und der Empirie der schlechten Verkaufszahlen. Wenn Hölderlin heute lebte, gäbe man ihm eine Chance?
Bella Triste normally comes in, um, magazine-form, but this time each piece got its own special format: poster, pack of cards, door hanger, various booklets, etc. Normally I’m suspicious of potentially gimmicky packaging that could overpower the content, but no worries, Bella Triste is consistently overpoweringly good, and the special edition fits it to a T.
Germany has a great literary magazine culture. Many magazines are subsidized, and therefore affordable, beautifully designed, and willing to take chances on risky writing. Many are unsubsidized, yet still affordable, beautifully designed, and willing to take chances on risky writing. That’s why I thought I’d start a series of posts profiling Germany’s hip, sexy, intellectual, and, yes, stylistically coherent literary magazines.
As you may have guessed, I’ll start with Bella Triste. Just as close to my heart is Edit, which will come next. Between these two alone, you’d have a pretty good survey of the writers your great-grandchildren will know as the creators of “early 21st-century German literature.” / Amanda Demarco, readux.net
Der in Pakistan geborene Dichter und Schwulenaktivist Ifti Nasim (64), der in Chicago an einer Herzattacke starb, wurde einst in seinem Heimatland wegen seiner sexuellen Orientierung verfolgt. Nasim kam 1971 in die USA und wurde als Urdudichter bekannt. Er gründete Sangat, eine Schwulen- und Lesbenorganisation, und half vielen schwulen und lesbischen Pakistani und Indern in die USA auszureisen. / Times of India
Seit 1990 vergibt das Afro-arabische Kulturforum in Assilah (Marokko) in jedem zweiten Jahr einen nach den kongolesischen Dichter Tchicaya U Tam’si (1931 – 1988) benannten Literaturpreis. In diesem Jahr erhielt ihn der marokkanische Autor und Übersetzer Mehdi Akhrif und die senegalesische Autorin Fama Diagne Sene.
Mehdi Akhrif veröffentlichte seit 1979 Lyrik und Prosa und übersetzte u.a. Fernando Pessoa. Fama Diagne Sene, Direktorin der zentralen Universitätsbibliothek in Bambey (Senegal) veröffentlichte Lyrik, Novellen, Kindergeschichten, Romane und Dramen. Sie erhielt 1997 den Grand Prix du Sénégal pour les Lettres und 2003 den Prix de la Poésie in Genf.
Der Preis wurde bisher u.a. an Edward J. Maunick (Insel Mauritius), René Depestre (Haïti), Ahmed Abdel Mo’ti Higazi (Ägypten) und Niyi Osundare (Nigeria) vergeben. Die Jury wird von dem senegalesischen Schriftsteller Alioune Badara Bey geleitet, der auch Präsident des senegalesischen Schriftstellerverbands ist. / El Watan 26.7.
Der Titel der Biennale „A Terrible Beauty is Born“ bezieht sich auf ein Gedicht des irischen Dichters William Butler Yeats.
Mit diesem Gedicht hat Yeats ein wichtiges historisches Ereignis analysiert. Es handelt von der Osterrevolution in Dublin 1916, bei der hunderte Iren für die Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft kämpften. Zunächst wusste Yeats nicht, wie er dieses Ereignis beurteilen sollte. Werden die Freiheitskämpfer als Helden in die irische Geschichte eingehen oder sind sie Opfer, die an diesem Tag sinnlos ihr Leben verloren? Sein Gedicht ist eine literarische Analyse eines Ereignisses, das die Gegensätze von Horror und Tragik, Freude und Hoffnung vereint. / monopol
Text des Gedichts
Der Lyriker David Blair aus Detroit ist tot, berichtet The Metro Times. Blair war Gewinner des National Poetry Slam. Sein erster Gedichtband, Moonwalking, erschien im April 2010. Er trat auch mit der örtlichen Band The Boyfriends auf und lehrte Lyrik und Musik an Detroiter Schulen. / mlive
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
It is estimated that one out of five Americans enjoys spending time bird watching, or birding, and here’s a poem for some of those people by Kathleen M. McCann, who lives in Massachusetts. I especially like the way she captures the egret’s stealthy motion in the second stanza.
Lone Egret
Classically stagy, goose-neck
elegant, river’s third eye.
Pencil thin head. S
for a throat. Skeleton of a saint.
Plodder, preening posturer.
One foot,
another.
Up from the dank weeds.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2010 by Kathleen M. McCann, whose most recent book of poetry is A Roof Gone to Sky, Carpenter Gothic Publishers, Inc., 2010. Reprinted from South Dakota Review, Vol. 48, no. 1, 2010, by permission of Kathleen M. McCann and the publisher. Introduction copyright © 2009 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
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