Der Literaturwissenschaftler Max Kommerell schrieb: „Über Gedichte ist schwer reden.“ Doch unumstritten ist sie die schillerndste, vielleicht kreativste aller literarischen Gattungen – ihrer Poesie, im wahrsten Sinne, kann sich nur entziehen, wer sich der Hingabe an das spielerische Wort zu verschließen vermag. Die Karlsruher Literaturzeitschrift „Allmende“ widmet ihre 89. Ausgabe nun der modernen ästhetischen Wortkunst, mit Beiträgen namhafter und junger Autoren.
Gedichte verschiedenster Form bilden den Schwerpunkt des Hefts. Besonders bemerkenswert sind zum Beispiel die Gedichte der jungen Autoren Nora Bossong oder Alexander Gumz, dem diesjährigen Clemens-Brentano-Preisträger. Daneben stehen Essays zu verschiedenen Aspekten der lyrischen Welt. Lesenswert ist da ein Plädoyer an das lyrische Du von Christophe Fricker, wie es in Werken Stefan Georges zelebriert wird. Aber auch der Essay von Matthias Göritz, der sich auf vielschichtige Art mit der Frage nach dem politischen Gedicht in unserer Zeit beschäftigt und die Notwendigkeit unterstreicht, beschreibende und besänftigende Worte zu finden für die, angesichts der schrecklichen Katastrophen unseres Jahrhunderts, verstörte Seele. / Anna Suckow, Mannheimer Morgen
„Leichensache, Sterbezeit, Blutskizze – dass es sich bei diesen Büchern nicht um Lyrik handeln kann, sagen schon die Titel. “ / WAZ
Habt ihr ne Ahnung!
Hier als kleiner Service eine winzige Auswahl einschlägiger Gedichttitel. Bei Interesse fragen Sie mich.
Jan Kellendonk beendet seine zehnteilige Serie zur Tang-Lyrik mit
Über 50 Autorinnen und Autoren aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben sich bislang mit insgesamt über 130 Gedichten am 1. Walter Werner-Lyrikpreis beteiligt.
Der vom Verein Provinzkultur e.V. und der Stadtbücherei Suhl ausgeschriebene Preis würdigt den Südthüringer Dichter Walter Werner, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre. Einsendeschluss für den Wettbewerb, bei dem für den Sieger 1000 Euro Preisgeld ausgelobt sind, ist der 31. August 2012. Bis dahin besteht für alle Interessierten noch die Möglichkeit der Teilnahme. Unter dem Thema „Traumtänze“ können von den Teilnehmern mit Hauptwohnsitz in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt maximal drei bislang unveröffentlichte Gedichte pro Autor/in eingereicht werden. / Thüringer Allgemeine
Heute Abend findet in Hochstadt die zweite Lyriknacht statt. In Erinnerung an den 2008 verstorbenen Frankfurter Schriftsteller Horst Bingel gibt es ein sommerliches Fest mit prominenten Gästen wie Franz Mon, Thomas Rosenlöcher und Andreas Altmann. / FR
In Rumänien wird der moralischen Aufarbeitung der Ceausescu-Diktatur kein hoher Stellenwert beigemessen. Dass der Hofdichter Ceausescus, Adrian Paunescu, kürzlich an prominenter Stelle in Bukarest eine Büste erhielt, spricht Bände. / Corina Bernic, NZZ
Erfolge gibt es keine – wer das versteht, kann auch schreiben. Das heisst nicht, dass es keine Anerkennungen gibt, keinen Zuspruch, keinen Ruhm und kein Geld; nur ist das kaum mehr als partielle Schmerzlinderung. Es hilft dem materiellen Überleben, ist aber immer nur Ersatz und kann die innere Logik des Scheiterns, die in der Sache selbst begründet liegt, nie ausser Kraft setzen. Die Sache: Das ist die immerwährende Differenz der poetischen Schrift zur Welt, in der sie erscheint. Jede Kommunikation erfüllt sich nach Art und Weise eines Arrangements der Missverständnisse; ein positives Arrangement ist die Übereinkunft im Irrtum, und sie wird immer erst dann brüchig, wenn ein Text nächsthöherer Ordnung den Hinweis auf diese Störungen liefert. Das ist die Wirkungskraft der Poesie: die falsche Gültigkeit der Diskurse zu durchbrechen und für eine Neugründung der Gedankenwelt zu sorgen. Dieser grandiose Anspruch aber zerfällt an sich selbst im Augenblick der Gewahrwerdung, auch nur eine Differenz im Feld von Differenzen zu sein – und das ist das unabdingbare Scheitern. (…)
Die falsche Förderung ist gemeingefährlich und schafft die Talente gleich wieder ab, die gerade erst publizistisches Licht gesehen haben; sie illusioniert und sorgt für falsche Verhältnismässigkeiten. Die Zeit der «Fräuleinwunder» ist wohl vorbei – aber wie gross das Wertkapital Jugend auch in der Literatur geworden ist, kann nur erschrecken. Und dahinter steht immer ein Funktionsinteresse: Werte aufzubauen, um sie demontieren zu können. Die Besprechungskurven zeichnen das gut sichtbar nach. Eben noch war uns der Heiland erschienen, und schon ist es Abfall. Je höher das Lob, umso tiefer der Fall. / Kurt Drawert, NZZ
Auszug aus dem Band «Schreiben. Vom Leben der Texte», der im September bei C. H. Beck erscheint.
Literaturwerkstatt Berlin
Programm Sept/Okt 2012
Mo 3.9. 20:00
Start in die Saison
Mit Volker Braun (Autor, Berlin), Sabine Scho (Autorin, Sao Paulo und Berlin), Ricardo Domeneck (Autor, Berlin und Sao Paulo), Ulf Stolterfoht (Autor, Berlin), Ulrike Almut Sandig (Autorin, Berlin), Marlen Pelny (Musikerin, Berlin)
Wir eröffnen die Saison mit neuen Texten, Projekten, Performances, mit Musik und einem Glas Wein – seien Sie dabei!
Volker Braun (*1939 Dresden) beginnt den Abend mit neuen poetischen Versen. Seine ersten Gedichte schrieb er als »Provokation für mich«, eine Herausforderung für den Leser sind seine Texte geblieben, immer ein Anstoß zum Mit-Denken.
Die Dichter Sabine Scho (*1970 Ochtrup, jetzt São Paulo) und Ricardo Domeneck (*1977 Brasilien, jetzt Berlin) bringen das große Fressen und Gefressenwerden in den Metropolen auf die Bühne. In Ton und Bild nehmen beide die Zuschauer mit auf eine Expedition von Berlin nach São Paolo und zurück.
Ulf Stolterfoht (*1963 Stuttgart) und Das Weibchen feat. DJane Husserl bewegen sich in Richtung Performance und biegen Husserlsche Texte hin zum Rap. Ulf Stolterfoht wurde mit den Gedichtbänden »fachsprachen« und »holzrauch über heslach« als Dichter weithin anerkannt.
Ulrike Almut Sandig (*1979 Großenhain) hat im Projekt »Venustransit« (siehe auch die Veranstaltung am 4.10.) mit der neuseeländischen Autorin Hinemoana Baker gearbeitet, ihre Texte übersetzt und in eine Audioperformance verwandelt. Abschließend spielt sie mit Marlen Pelny ein kleines Konzert auf eigene Texte.
Das Glas Wein danach lädt zum Gespräch.
Di 4.9. 20:00
Klassiker der Gegenwartslyrik: Johannes Kühn
In Lesung und Gespräch: Johannes Kühn (Lyriker, Hasborn), mit Irmgard und Benno Rech (Germanisten, Thalexweiler) Moderation: Sebastian Kleinschmidt (Essayist, Chefredakteur von Sinn und Form, Berlin)
Eine der eigenwilligsten Stimmen der deutschen Poesie gehört Johannes Kühn (*1934 Bergweiler). »Ich Winkelgast« nennt er sein dichterisches Alter Ego. Das Dorf Hasborn ist sein Kosmos. Im Gasthof sitzend, wandernd durch das Schaumberger Land, nimmt der Dichter es mit der Welt auf. Seit Jahrzehnten schreibt er jeden Tag drei Gedichte. »Der Dichter wartet nicht auf Stimmungen. Er holt sich ein weißes Blatt Papier und beginnt mit dem Schreiben.« Mit dem Ehepaar Rech, seit vielen Jahren seine Mentoren, werden die Texte täglich diskutiert.
Seine Naturlyrik steht in der Tradition Hölderlins, Mörikes und Trakls, sie ist hoch rhythmisch und frei schwingend. »Es tritt die Nacht sich selber auf die Schleppe / und stolpert, dass der Himmel schwankt«. Seine Stimme ist so unverwechselbar, dass Peter Rühmkorf vom »Kühn-Sound« sprach.
Die klassische Anmut des Tones und die Genauigkeit der Beobachtung fanden schnell Bewunderer unter den Kollegen. »Ich Winkelgast« (Hanser Verlag 1989) war der erste Band, der großes Publikum fand. 21 Gedichtbände hat er veröffentlicht, überdies Theaterstücke und Märchen. Zuletzt erschien der Gedichtband »Ganz ungetröstet bin ich nicht« (Hanser Verlag 2007). Über sein Werk spricht Johannes Kühn mit Sebastian Kleinschmidt, Essayist und Chefredakteur der Zeitschrift Sinn und Form.
Die Reihe der Literaturwerkstatt Berlin gibt den Klassikern der Gegenwartslyrik das Wort. Sie stellt jene Autoren vor, ohne die die deutschsprachige Lyrik nicht das wäre, was sie heute ist.
aus jederzeit gegebenem Anlaß:
Every form of contestation against this tyranny is comprehensible. Dialogue with it is impossible. For us to live and die properly, things have to be named properly. Let us reclaim our words.
This is written in the night. In war the dark is on nobody’s side; in love the dark confirms that we are together.
– john berger
Stolen from: Four Minutes to Midnight: Issue Eleven—Happy Hour by F.A. Nettelbeck
Poet F.A. Nettelbeck passed away on January 20, 2011. He was 60 years old.
Am Anfang des Gedichtbandes überrascht uns Lange mit einem «Taglied», das in zarten, tastenden Fügungen vom Erwachen der Sinne am Morgen handelt, von einer poetischen Osmose zwischen dem lyrischen Ich und einer Welt, die immer mehr in den Bann der Digitalisierung gezogen wird. Solche liedhaften Verse setzt Lange immer wieder in scharfem Kontrast zu seinen hart gefügten Standfotos und Collagen deutscher Unheilsgeschichte. Im Gedicht «Ein Foxtrott nicht» werden etwa die Vokabulare und Bildwelten des Flugzeugbaus, der Waffentechnologie, der Vogelwelt und der Ölbild-Komposition eng miteinander verknüpft. Bilder aus der militärischen Sphäre stehen direkt neben Metaphern des Sentiments: «aus der Waffenkammer / hüpft der Kummer». In ihren harten Schnitten, Montagen und Übermalungen erinnern die Gedichte bisweilen an die «Schädelmagie» des 2005 verstorbenen Thomas Kling, mit dem Norbert Lange befreundet war. Dann wieder bezaubert der Autor mit «blitzend fein geschliffnen Wortbeilchen» und ganz leichthändigen Alltagsbildern. In dieser «Kunstkammer» gibt es viel zu entdecken: kryptische Geschichtscollagen, zarte Lieder und magische Dinggedichte. / Michael Braun, NZZ
Norbert Lange: Das Schiefe, das Harte und das Gemalene. Kunstkammer. Verlag Luxbooks, Wiesbaden 2012. 122 S., Fr. 31.40.
WF SCHMID: Ich find ja das Rezeptionspotential des Buches zwischen Gedichtband und Ausstellungskatalog spannend. Wenn wir mal nur vom Text ohne seine Funktion innerhalb der Ausstellung ausgehen: Siehst Du, in Hinblick auf Deine Dichtung, das Buch widerspruchsfrei als Gedichtband?
GERHARD FALKNER: Ich höre es bei Dir zwischen den Zeilen immer ein bisschen knistern und knirschen.
Wir haben in Deiner Frage weder die Priorität, das Sujet oder Genre, noch die Reihenfolge erfasst. Ausstellungskatalog passt wirklich gar nicht. Zwar gibt oder gab es gerade diese „Ausstellungen“ zu diesem Thema, das Panorama von Asisi und die Zusatzausstellung „Pergamon“ im Nordflügel, die sind aber nicht Gegenstand der Texte. Der Fries ist nicht (oder nur über umständliche Begrifflichkeiten) eine Ausstellung, sondern er erscheint als ein zentrales Kunstwerk der Kunstgeschichte, wie etwa der Kodex des Hammurabi, das babylonische Ischtartor oder das Markttor von Milet.
Die Texte sind nicht ausstellungsbezogen, sondern penetrant und immanent auf die Gigantomachie.
Sie sind entstanden, ich wiederhole das, als Texte zu Video-Clips, die das Museum für Werbezwecke bei Bboxx-Filme in Auftrag gab. Sie mussten eine gewisse Verständlichkeit aufweisen, ohne vor den Weichspülverfahren der Werbebranche in die Knie zu gehen.
Dass wir das erreicht haben, zeigt der Erfolg, zu dem wesentlich die beiden Filmemacher beigetragen haben. Die Aufrufe, wenn man Youtube und die Plattformen des Pergamon Museums zusammennimmt, gehen bereits in die Zehntausende.
Wann hat Lyrik zuletzt so etwas erreicht?
Der wunderbare Artikel von Gustav Seibt in der SZ war ja nur der Startschuss. Die Filme werden demnächst auf der Agora in Athen gezeigt, sind prominent am Eröffnungsabend des ILB nach der Rede von Liao Yiwu platziert und stehen im nächsten Semester in Harvard auf dem Vorlesungsplan. Das Pergamon Museum hat auf Grund des Erfolgs sogar den Kino Trailer in den Berliner Kinos ein zweites Mal aufgenommen. Wir haben damit den Beweis geliefert, dass auch komplexe und poetische Texte als Werbung (die das permanent leugnet), funktionieren können.
Erst wenn diese Gedanken alle bedacht und abgehandelt sind, dann kommt der Gedichtband.
Ich hatte zuerst auch die Bedenken, O Gott, enttäusche ich mit dieser etwas leichteren Zugänglichkeit das kleine Häuflein Eingeschworener, das jede Bühne stürmt, die sich darauf einlässt, als leeres Haus zu enden.
Und dann, ja natürlich sehe ich das Buch schlussendlich, nachdem ich es auf einen entsprechenden Umfang erweitern konnte, als Gedichtband. Als was sonst.
Nachdem ich es geschafft habe, dass praktisch jeder meiner Gedichtbände sehr unterschiedlich ist, gibt es somit einen neuen, der dieses Kriterium ebenfalls erfüllt. Und auch der nächste, der in Arbeit ist, wird dies wieder in einer sehr anderen Weise und dann auch wieder formal komplexeren Weise sein.
Ob widerspruchsfrei, das würde ich auch da mit Vergnügen nicht garantieren.
(…)
WF SCHMID: Da gibst du aber (unbewusst?) auch gut Verweise zu den Gedichten selbst. Also jetzt hier die Oper, die keinen geringen Platz einnimmt, und weiter oben natürlich das Kino des Frieses, der in den Gedichten immer in Bewegung ist. Wie wichtig ist Dir eigentlich das jetztzeitliche surrounding der Texte wie etwa auch der Klingeltondownload oder die Frage nach den Gigabyte des Frieses?
Das trägt ja auch nicht wenig zu den Brüchen bei. Da fällt mir aber grad noch auf, dass das ja auch für die Markierung des Rezeptionisten-Blickwinkels der Texte sorgt. Was war deine primäre Absicht mit dem „surrounding“?
GERHARD FALKNER: Mir ist das sehr wichtig, denn nur dadurch lässt sich erhalten, was Dichtung durch alle Zeiten hindurch bestandsfähig gemacht hat.
Den Löwen von gestern füttern mit den Gazellen von heute. Ottos Mops kotzt hat uns zwar alle amüsiert, aber wir möchten es ja nach allem, was sich bis dahin in der und durch die Dichtung bewegt hat, auch nicht dabei bewenden lassen. Schließlich hatten die Deutschlehrer 30 Jahre lang ihren Spaß damit.
Ich jedenfalls ziele eher auf die Eingeweide, das Gehirn jetzt mal dazugezählt. Mir sind sublime und auratische Zugänge zur Sprache wichtig, die müssen aber durch zeitgemäße Verfahren und Vokabularien immer neu erschlossen werden. Es muss aus der Hüfte kommen und ins Schwarze treffen.
Alles Basteln in der Literatur ist mir ein Gräuel.
Zur Zeit arbeite ich an einem Gedichtband, der „Schorfheide“ heißen wird. Im Untertitel: „Verlandschaftlichung von Libellen, neurologischem Gras und Denkmodellen.“
Da komme ich dann noch mal aus einer ganz anderen Ecke, indem ich versuchen werde, Naturgedichte auf ihre Diskursbelastbarkeit zu prüfen, und sie trotzdem so aussehen zu lassen, wie Kirchenlieder.
Buchebners zweite Inspirationsquelle ist, wie man in dem wunderbaren Sammelband ich die eule von wien nachlesen kann, weitaus verblüffender. Der Dichter, lose verankert in dem Literatenzirkel um den Wien-Heimkehrer Hermann Hakel, verehrt den US-Beat-Poeten Allen Ginsberg. Ihm denkt er die Rolle des Erlösers zu: „ginsberg wo bleibst du? nimm auf dein joch und komm über die hellblaue kette der appalachen …“, fleht dieser Orpheus aus der Obersteiermark sein Idol im fernen New Jersey an. Ginsberg soll nach Europa herüberkommen und die Ketten der Wohlstandsgesellschaft zerbrechen helfen.
Das gleichnamige Gedicht (ginsberg wo bleibst du?) gehört zu den bewegendsten Zeugnissen von Buchebners Rast- und Ruhelosigkeit. Der Autor gibt poetisch zu Protokoll, „an der atlantischen küste“ zu stehen („wo mag dein u-boot auftauchen aus der flut?“). Zugleich beneidet er den homosexuellen Priester der US-amerikanischen Gegenkultur um dessen Erfahrungsschätze, die Ginsberg scheinbar wie von selbst in den Schoß gefallen sind. „du hast apollinaire besucht eisenhower gesehen den jazz im birdland gehört“, zählt Buchebner atemlos begierig auf.
(…)
Kling gehörte zu den raren Sängerdichtern, in deren zu Performances erweiterten Lesungen das Ungezügelte, Schamanische scharf aufblitzte. Dieser Autor definierte die „dichterische Sprache als Wahrnehmungsinstrument“. Das nachgelassene Brevier-Buch Das brennende Archiv (Suhrkamp) mit Gedichten, Bildern und Interview-Zeugnissen ist eine Einladung, Kling nachzulesen. / Ronald Pohl, DER STANDARD 11.8.
Freiburg: Das Festival „Schagadam Magadam“ bot experimenteller Poesie einen ganzen Tag lang ein Forum.
Mit dem Festival »Schagadam Magadam« erfüllte sich die russische Gastdozentin Dr. Juliana Kaminskaja, wie sie sagte, einen Traum: Sie wollte den Gästen die Faszination an der Verschmelzung von Wort und Bild, von Verständlichem und Transrationalem näher bringen – und dies unter aktiver Beteiligung einiger eigens aus ihrer Heimatstadt St. Petersburg angereister Künstler. (…)
Die Sprache war in diesen acht Stunden nicht Informationsträger, sondern vielmehr ein geometrischer Körper, mit dem die Künstler spielten. Ob es langgezogene, melodische Buchstaben beim russisch-deutschen Dichter Andrej Birjukow waren, oder drehbare Satzteile in den visuellen Gedichten des Moskauer Dichters Dimitri Avaliani – das Spiel mit der Sprache war überall.
„Überall“ – ein wichtiges Stichwort für die aufgeführte Kunst auf dem Festival. Viel Inspiration zieht diese aus der Zeit der historischen Avantgarden. Eine wichtige Maxime dieser Zeit war, dass die Kunst international anwendbar sein solle. Die Künstler des Festivals nahmen sich das zu Herzen: Einige Performances wären überall auf der Welt gleich (un)verständlich gewesen: Die Grenzen der Kommunikation, die durch verschiedene Sprachen entstehen, wurden auf dem Festival teilweise aufgebrochen.
Diese Leistung kulminierte im Theaterstück „Götter“ von Welimir Chlebnikow. Die Schauspieler redeten in der sogenannten Zaum-Sprache: Eine Kunstsprache, die universell anwendbar ist, weil sie ohnehin keiner versteht. Nicht weiter schlimm, da der Akt der Rezeption keiner sein sollte, den die Ratio zu vollziehen hatte. / Philipp Kunze, Rußland aktuell
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Wenn man gehört werden will, muß man sich ein bißchen auf sein Publikum einstellen – das meinen jetzt viele. Wenn man so unfein spricht – kein Wunder wenn man nicht gehört wird.
Ich habe das Punkgebet der Pussy Riot in der DPA-Fassung mit dem Programm After the deadline poliert, indem ich immer den ersten Verbesserungsvorschlag (Rechtschreib- und grammatische Fehler) akzeptiert habe. Geht doch!
«Mutter bottes, Du Jungfrau, vertreibe Putin! Vertreibe Putin, vertreibe Putin! Schwarz Priesterrock, golden Schulterklappen – Alle Pfarrkinderkitchen zu Verbeugung Das Gospels der Freenet im Hummel Homosexuelle warden in Keen nach Siberian geschickt. Der KGB-Chef ist Euler overseerHilfiger, Er steak die demonstrate ins Genghis. Um den enlighten nicht zu between Meissen Frauen genre undo listen. Göttlicher Deck, Deck, Deck!Göttlicher Deck, Deck, Deck! Mutter bottes, Du Jungfrau, were Feinstein, Warde Feinstein, were Feinstein! Kirchlicher Lobgesang for die defaulterFührer – Kreuzzug as schwarz limousine. In die Schule kmet der Parker, Geh’ zum interdict – bring him Geld. Der Patriarch gaunt a Putin. Besselsolute er, der Hund, a Gott gluten. Der Garter der Selig Jungfrau ersatz kine demonstrations – Die Jungfrau Maria ist ber den Protestant mit uns! Mutter Gottes, Du Jungfrau, vertreibe Putin! Vertreibe Putin, vertreibe Putin!»
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