Im ersten Teil „Lyrikpapyri – Lyrik wird immer größer sein als Politik“ wird eine neue Reihe mit Lyrikbüchern aus der Edition Voss vorgestellt. Der Herausgeber Mathias Jeschke greift zwei Bände heraus: Andreas Münzner mit „Anzeichen einer Umkehr“ und Arne Rautenberg mit „Mundfauler Staub“. Swantje Lichtenstein gehört zur jungen Generation von Schriftstellern, die sich nach ihrem Stipendiat von der Kunststiftung Baden-Württemberg einen Namen gemacht haben. Mit ihrem neuen Gedichtband „Horae – Widerständige Stunden“ ist die Tübingerin ab 20.30 Uhr zu Gast bei der Lyriknacht. / Stuttgarter Nachrichten
Freitag 7.9.ab 19:00 im Max-Bense-Forum am Mailänder Platz
Damit sie von zeitgenössischen Generationen durch die Zeiten hin aufgenommen werden konnten, wurden die antiken Texte zum Gegenstand von Kommentaren, die in zugänglicher Sprache kulturelle Inhalte und unverständlich gewordene sprachliche Wendungen übersetzten. Die alexandrinischen und byzantinischen Kommentatoren lieferten die Formeln, mit denen man den Geist der griechischen Poesie fassen und übersetzen konnte. Sie begründeten den Prozeß des Übersetzens und Umschreibens von einer Epoche oder Gesellschaft zu einer anderen. / Université de Franche-Comté
AH, OH, ES IST WIEDER SO WEIT:
+ + + + HERZLICHE EINLADUNG ZUR ROTTENKINCKSCHOW #7 ON ART + + + +
+ + + Am Sonntag, 09.09.2012 um 16 Uhr 30 im Oberen Foyer + + + +
+ + + + + + + + Des Hauses der Berliner Festspiele + + + + + + + +
+ + + + + + Mit Ann Cotten, Monika Rinck und Sabine Scho + + + + +
Seien Sie mit dabei, wenn Schönheit mit Macht mitten zwischen uns tritt, wenn endlich Klarheit der Normen geschaffen wird, wenn der Sog im Auge des Betrachters uns das Haar in wilde Wellen legt, wenn der Jugendfunke gnostisch verglüht, die schwarze Schleuse quadratisch ins Jenseits lockt, der brüllende Aufhocker im Nacken des Jahres die Beine baumeln lässt und über Brustwirbelsäule auf ewig verschränkt, wenn wir das apokryphe Buch der Amateure öffnen, das Raum-Zeit-Kontinuum auf den Kopf stellen, bis ihm der Rock über den Augen den Blick in die Zukunft eröffnet, wenn wir mit heulenden Achseln wahr sprechen, wenn Primaten sich über Gattungsgrenzen hinweg mit Menschen befreunden, verfeinden, den Streit beilegen und ein mythologisches Speisesakrament genießen oder dergleichen.
Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage: Wir Würden Uns Freuen, Euch Sowie Sie Zu Sehen!
Herzliche Grüße – Ihre RKS

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UND FÜR DIEJENIGEN, die GERNE in einen SEHR TIEFEN ABEND HINEINGEHEN –
sei folgender Vorschlag einer befreundeten Institution an dieser Stelle
zur weiteren Verwendung des betreffenden Sonntags (09.09.2012) empfohlen:
liebe freundinnen und freunde der ://heiden-disco,
zweiter paukenschlag. potz tausend säfferment. nach der räudigen schaum-house-release-party im mai geht die heidin unter den berliner clubs am 9. september wieder an den start. ab 20 uhr bis open end hotten die heiden und huldigen ihrem good old papa from vienna. sauschneider, das wird eine gaudi! unter der größten disco-kugel der stadt gibt es auch diesmal wieder gegen neun eine lucky lavalight performance zur creation from the chaos (sponsored by hot london symphony orchestra underwear!). das dj-team ludwig & ludwig in ihren legendären gold-leggins lässt es heftig kontrapunktisch krachen – und a special vierkanalsuppentribute to john cage hebt gegen zehn ab zum atlas eclipiticalis. auch für die queers gibt’s mehr als bier. die poeten steigen meistens gegen 11 zur rottenkinckafterschow feat. omnibus für alle ein. denn ja, die beiden messies werden sich kaum vermeiden lassen. manche reisen eigens an zum verrufenen nationalhymneneng- oder ententanz um mitternacht, live eingespielt und mit freundlicher unterstützung von deutschlandfunk. macht keinen stunk und kommt – oder bleibt weg und grämt euch später. na, haben wir zu viel versprochen? – dass die operndiven unter den stammgästen das singen wieder nicht lassen können, hoffen wir natürlich sehr. live-combo vorhonda!
09.09.2012 ballhaus mitte. aka ackerstraße 144
ab 20 uhr – open end
Macht man das eigentlich heute noch? Gedichte in der Schule lernen? Ein Fach „Gedichte“ wäre schön.
Das würde die Welt definitiv besser machen. / Frank Weichhan, Mainpost (mit einem Gedicht von Wilhelm Busch)
zur kleinschreibung
die kleinschreibung ermöglicht den ankauf dieses blattes auch dem leser, welcher der grossbuchstaben noch nicht mächtig ist.
ich bitte den fortgeschrittenen leser um verständnis.
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Aus: Poesiealbum 267. Konrad Bayer. Berlin: Neues Leben 1989
(Mehr bei Fixpoetry, wo heute beginnend sechs Werktage lang von mir ausgewählte Gedichte zu lesen sind, eine Minireise durch Leseabenteuer – meist der Vergangenheit. Jedenfalls habe ich für die paar Gedichte viele Bücher mal wieder in die Hand genommen, ein Spaß!)
Das Selbstverständnis des heutigen Literaturbetriebs – Löffler redet sich darüber etwas in Rage. Überall säßen Kritiker mit Literaten auf diversen Podien zusammen, man kenne sich und schätze sich, vom Rezensieren eines persönlich bekannten Autors aber ließen sich offenbar nur noch die wenigsten Kritiker abhalten. ‚Das Duzen‘ aber, sagt Löffler, ‚das geht gar nicht.‘
Bewusst oder unbewusst spricht Löffler damit eine Gefahr an, der auch dieses Festival immer mehr ausgesetzt zu sein scheint. Das Prinzip ist dort stets dasselbe: Zunächst lesen die Dichter aus einem auf der Frankfurter Buchmesse demnächst erscheinenden Buch, hernach plaudert der Autor ein halbes Stündchen mit einem Kritiker darüber. Nett sitzt man zusammen unter Bäumen, so nett freilich gelegentlich, dass es schwierig werden kann. /
Olaf Przybilla, Süddeutsche Zeitung 28.8. (über das Erlanger Poetenfest)
Paul Legault is the co-founder of the translation press Telephone Books and the author of three books of poetry: The Madeleine Poems (Omnidawn, 2010), The Other Poems (Fence, 2011), and The Emily Dickinson Reader, an „English-to-English translation“ of her poems that McSweeney’s released last month—and which all summer has been passed around our office by giggling editors, like how teenagers used to share pornography. (Full disclosure: Legault dates a member of our staff.) The book launch is tomorrow evening at powerHouse.
You live in Brooklyn, right?
I live in Crown Heights, moved to Brooklyn three years ago after grad school, started working at the Academy of American Poets when I got here, launched a small Brooklyn press focused on radical translation called Telephone Books. And I like it here.
Why Emily Dickinson?
For any American poet, Emily Dickinson is sort of a monolith. There’s no way around/over/under—you have to go through it. To me, translating Dickinson seemed as inevitable as a contemporary musician covering Bob Dylan. Because her ideas are distinctly modern. And though the hymnal form’s a little dated, Dickinson understood how time works, i.e. #326:
Heaven is so 1861.
Or, as she writes in #379:
I wish I were simpler. I also wish I were more edible.
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Die beiden hier „zitierten“ Gedichte von Emily Dickinson:
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BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Perhaps by the time this column appears, our economy will have improved and people who want to work can find good work. Minnie Bruce Pratt, who lives in Syracuse, N.Y., has a new book, mentioned below, in which there are a number of poems about the difficulties of finding work and holding on to it. Here’s an example:
Temporary Job
Leaving again. If I didn’t care, I wouldn’t be
grieving. The particulars of place lodged in me,
like this room I lived in for eleven days,
how I learned the way the sun laid its palm
over the side window in the morning, heavy
light, how I’ll never be held in that hand again.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2011 by Minnie Bruce Pratt from her most recent book of poems,Inside the Money Machine, Carolina Wren Press, 2011. Reprinted by permission of Minnie Bruce Pratt and the publisher. Introduction copyright © 2012 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Sunday 9th September
Presentation of the new CD ‚Verlautbarungen‘ (Tochnit Aleph TA107) by Gerhard Rühm.
The artist will be present and performing some pieces from the CD.
Open 18:00 / Performance 19:00
(Please note we will ask for a 3 Euro donation)
http://www.tochnit-aleph.com/ruehm
Gerhard Rühm
VERLAUTBARUNGEN
Litaneien
Lautgedichte
Sprechduette
1952-2010
CD, Tochnit Aleph TA107, August 2012
37 solo text-pieces, phonetic poems and poetry duets (with Monika Lichtenfeld) written and composed between 1952 and 2010. Recorded 2011 at Piethopraxis Tonstudio, Cologne by Marcus Schmickler. Comes with 24 page booklet with liner notes by Gerhard Rühm in english & german.
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Next week 13th – 16th September Rumpsti Pumsti (Musik) will be part of the abc (Art Berlin Contemporary) at Station Berlin.
http://www.artberlincontemporary.com/
therefore the shop is closed Wednesday to Friday again, but open Saturday as usual from 13-18:00
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Rumpsti Pumsti (Musik)
Weserstr. 165 – Berlin 12045 (Neukölln)
Mi Do Fr 15-20 Uhr & Sa 13-18 Uhr
Phone +49 (0)30 28860615
http://www.Rumpsti-Pumsti.com
floppy myriapoda trauert nicht um gewesene Zustände, sondern zielt auf das Poetisch-Neue und gegen das jetzt Herrschende! Unsere Poesie kennt kein Gesetz; ohne Auftrag begleitet sie uns – dorthin, wo sie gebraucht wird.
Jubiläumslesung mit Ann Cotten, Florian Günther, Andreas Hansen, Alexander Krohn, Bert Papenfuß, Kai Pohl, Julia Sohn- Nekrasov, HEL Toussaint, Joachim Wendel, Karsten Wildanger.
Donnerstag, 6. September 2012, 20 Uhr, BAIZ
BAIZ, Christinenstr. 1, zwischen U2 Rosa-Luxemburg-Platz und U8 Rosenthaler Platz
Ich gebe zu, ich bin kein lyrischer Reinheitsapostel und habe zuweilen meine Freude an derartigen Zwitterwesen. Und ich habe zuweilen Freude an einer fast cowboyhaften Intellektualität, die sich nicht zu schade ist, auch mal schnell und aus der Hüfte zu schießen. / Jan Kuhlbrodt, fixpoetry, über
Manfred Hans Gruhler: Das Grün der Geier. € 19,90 ISBN 978-3-86351-031-2 Klöpfer und Meyer Tübingen 2012
Einen Roman im Sitzen schrieb Gottfried Benn. Andererseits: Über den Zusammenhang von Gehen, Denken, Schreiben haben sich viele geäußert. Hier bespricht Sieglinde Geisel einen Roman über das Gehen von Tomas Espedal. Schreiben wie gehen hieß eine Aktion von Angelika Janz 1978 in Essen – heute um 17 Uhr wird sie rollend Gedichte vortragen – am Eingangsbereich des Hauptbahnhofs in Berlin, gegenüber Busbahnhof, Europaplatz, eine der mittleren Rolltreppen (corporate identity: die Bahn erlaubt* das Vortragen von Gedichten auf der Rolltreppe – „Allerdings darf die Aktion nicht durch das Festival- Plakat kenntlich gemacht werden, da dieses als Fremdkörper im Bahnhofsbereich digital erkannt und sofort mit einer hohen Ordnungsstrafe belegt wird, so der Servicechef. Man wird mich schon erkennen, rote Haare, schwarze Klamotten, kleines Megaphon (genehmigt). Danach geht es dann zur Eröffnung nach Wilmersdorf.“) Festivalzeit.
Am Sonnabend beim Tag der Poesie in Basel zieht eine andere Frau lesend durch die Straßen:
Sandra Löwe (Sprachhaus M): ‚Lyrik unterwegs‘. Eine Frau zieht Lyrik sprechend durch die Strassen von Basel.
Der Tag der Poesie 2012 findet am Samstag, 8. September statt. In einem Zelt auf dem Theaterplatz und mit weiteren Aktionen soll Lyrik im öffentlichen Raum und für die Bevölkerung sichtbar gemacht werden. Der Tag der Poesie findet künftig jährlich jeweils am 2. Samstag im September statt.
Der Tag der Poesie wurde von Matthyas Jenny ins Leben gerufen. Nach einer mehr als zehnjährigen Unterbrechung wurde er von Alisha Stöcklin und Felix Werner neu lanciert. Verantwortlich für die Durchführung ist der Verein Poesietag.
*) Wem gehört eigentlich die deutsche Bahn? Klingt für mich feudal: ein Lehnsherr (derzeit eine Herrin) belehnt seine Leute und die entscheiden. (In den 90er Jahren haben sie entschieden, daß die legendäre Heinebuchhandlung am Bahnhof Zoo weg muß – bis dahin, die paar Jahre nach Maueröffnung, war sie für mich ein fester Anlaufpunkt bei jedem Berlinbesuch.) Bezahlen müssen wieder andere, alles wie gehabt.
Die „Punkband“ Pussy Riot wurde allerorts als neue Sensation des musikalischen Undergrounds Russlands gefeiert wird. Aber was hat sie eigentlich mit Musik, mit Punk im Besonderen, zu tun?
Erst einmal sehr wenig. Denn die Auftritte von Pussy Riot fanden nie in Clubs oder Konzerthallen statt, sondern im öffentlichen Raum, wo sie beim Zuschauer für Überraschung, bei Sicherheitskräften für Verärgerung sorgen mussten. Diese Guerillataktik setzt Schnelligkeit voraus, die der musikalischen Performance Einschränkungen auferlegt. (…)
In ihrem ersten Song „Befreie den Pflasterstein“, den die Band im November 2011 in der Moskauer U-Bahn spielte, wurde der Text über ein achttaktiges Sample aus dem Oi-Punk-Klassiker „Police Oppression“ der britischen Band Angelic Upstarts geschrien. Damit wiederholte Pussy Riot, was die US-Riot-Grrl-Bewegung bereits in den 90ern getan hatte: Sie eigneten sich die Musik proletarischer, männlich dominierter Subkulturen an. Und stießen damit, wegen der virilen Ausstellung weiblicher Rachegelüste (etwa in ihrem Albumtitel „Ubei sexista“ – „Töte den Sexisten“), in feministischen Kreisen auf viel Kritik.
Andererseits aber – und insofern könnte man Pussy Riot schon eher als Punkband betrachten – war Punk immer schon Entgrenzung von Musik. Der initiale Befreiungsakt von Punk war und wird immer bleiben, dass Leute zu Instrumenten greifen, die sie nicht spielen können. Malcom McLaren etwa, der die Unterschichtenkids der legendären Punkband Sex Pistols zusammencastete, war zuvor Kunststudent und Mitglied der situationistischen Künstlergruppe King Mob.
Der „wahre Punk“ war schon früh vom Fake kaum zu unterscheiden. (…)
Die eigentliche Erklärung des Phänomens Pussy Riot liegt in der Geschichte der radikalen russischen Aktionskunst seit Anfang der 90er Jahre. Eine frühes Beispiel dafür ist eine Aktion der Gruppe „Enteignung des Territoriums der Kunst“: Der Künstler Anatoli Osmolowski, seine Mitstreiter und einige in einem Park aufgelesene Punks legten 1991 mit ihren Körpern auf dem Pflaster des Roten Platzes die drei Buchstaben des schlimmsten russischen Schimpfworts.
Zwar konnte man von der Aktion in der Zeitung lesen, es wurde auch wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ ermittelt, aber der Vorgang war schnell wieder vergessen. Während der Jelzin-Ära erzielten solche Kunstaktionen keine anhaltende gesellschaftliche Resonanz – und so richteten sie sich im Grunde an den Kunstbetrieb. Das änderte sich bei Putins Machtübernahme Ende der 90er: Seitdem ist der repressive politische Gegendruck da, und damit auch die (mediale) Öffentlichkeit. / Matthias Meindl, taz 17.8.
Und so sehen es die anderen:
Bei aller berechtigten Kritik an Wladimir Putins Unrechtsstaat bleibt eines zu bedenken: Das sogenannte Punk-Gebet von „Pussy Riot“ in der Moskauer Erlöserkathedrale war mehr als eine Geschmacklosigkeit.
Es war eine Straftat, und zwar nicht nur nach den oft dehnbaren russischen Gesetzen. / Focus.de
Aufruhr der Vulven in Moskau … Ob diese Fotzen aufrührerisch sind, sei dahin gestellt – oder ob sie auf Honorarbasis arbeiten. / kommunisten-online
Menschenrechts-Imperialismus gab es ja schon immer. Aber dass jetzt der Pussy-Imperialismus dazukommt – alte Kalte Krieger schicken blutjunge Gören in Kirchen und geilen sich hinterher am Urteil auf -, ist dann doch etwas Neues. Vermute, das kommt jetzt öfter. Allgemeiner gesagt: Die Mischung zwischen Antikriegs- und Anti-US-Protesten mit (vermeintlich) sexueller Revolution, die 1968ff. kennzeichnete, hat sich aufgelöst. Jetzt treten die Kriegstreiber als (vermeintliche) sexuelle Befreier der Pussies auf. Parole: Make Love AND War. Jeder Staat, der der Pornographisierung des Alltags und seiner Heiligen Städten einen Riegel vorschiebt, wird als autoritär, weil lustfreindlich gebrandmarkt. In einigen Kommentaren sieht man Russland schon auf dem Weg, ein “Gottesstaat” wie Iran zu werden… / Jürgen Elsässer
das urteil war genau richtig! die schlampen würden bei mir auch 3 monate zuchthaus bekommen! / Dagobert
Entscheidend ist, dass man hier junge dumme Gören gefunden (und bezahlt?) hat, die Russland destabilisieren sollen. Weiß hier jemand, warum diese Pussies vorbestraft sind? Das wird ja gar nicht den Medien erwähnt. / Toringo
MDM eben: Macht der Muschi – so lange jedenfalls, wie man ihr Aufmerksamkeit schenkt / Dagobert
Putin interessiert sich einen Scheißdreck für diese Pussies. Das Problem ist, dass sie es in einer Orthodoxenkirche “getrieben” haben. / Milo
Haben die denn schon alle vergessen, daß in der “brd” und in vielen anderen Ländern das bloße Aussprechen einer Vielzahl von historischen Thesen und Forschungsergebnissen ausreicht, nominell 5 Jahre, in Wirklichkeit aber bis zu 13 Jahren ins Gefängnis zu kommen?? / Dr. Gunther Kümel
Der Name “Pussy Riot” klingt nicht besonders russisch und ist offenbar (von wem?) für ein internationales Publikum konzipiert worden / Freigeist
Die geifernden Pressetunten verloren kein Wort darüber als vor einigen Jahren der Sänger der Band “Landser” zu dreieinhalb Jahren verurteilt wurde. Auftrittsverbote und Indizierungen gabs auch zuhauf. Irgend jemand sagt “Feuer frei” und dann schießen die Mietfedern der westlichen Wertegemeinschaft aus allen Rohren gegen Ukraine, Rußland, etc / Anonym
Bei “Landser” handelt es sivh um eine lupenreine Nazi-Band. Einfach nur dreist, die mit der Punk-Band Pussy Riots auf eine Stufe zu stellen. / Sixty
Daß Ihnen eine Pussy-Band lieber ist als eine heimattreue, das ist eine in der “brd” mehrheitsfähige Vorliebe.
Ich bin ja ein Verfechter des Prinzips “Von den Juden lernen, heißt siegen lernen”. Also malen wir uns aus, wie diese Pussies reüssiert hätten, hätten sie in Israel in Synagogen und einschlägigen historischen Museen ihre Schweinereien praktiziert. / Dr. Gunther Kümel
Hier in Schland, nebenbei, wäre den Weiber im schlimmsten Falle gleiches widerfahren: §167 StGB – bis zu drei Jahre; §123 StGB – bis zu ein Jahr; ggf. §185 StGB – bis zu ein Jahr.
Also, echauffiert euch nicht über diese Sorros-Weiber, die im Auftrage fremder Herren ihre Pussies in die Öffentlichkeit trugen.
Es geht, wie so häufig, um Destabilisierung, “Propaganda”, Meinungsmache, Ablenkung – zum Zwecke des Kadavergehorsam im Äußeren (Westen) und zum Zwecke der Destabilisierung im Inneren (Russlands). / Misanthropica
Unsere Zeit, schnellebig, wie sie ist, dürfte am Schicksal der revoltierenden Muschies bald schon das Interesse verloren haben. / Avicenna1968
Dagobert, Toringo, Milo, Dr. Gunther Kümel, Freigeist, Anonym und alle anderen sind Leser und Kommentierer von Elsässerrs Kommentar, allesamt ebenfalls hier zu lesen
Die Göhrener Straße 2 im Prenzlauer Berg ist der Sitz des Dittrich Verlags. Dort, wo Verleger Volker Dittrich bislang sein Büro hatte, werden ab 22. September Kunden nach Büchern stöbern können: „Das Ladenlokal mit Tür und Schaufenster werden wir jetzt erstmals richtig nutzen“, sagt Geschäftsführer Gerrit Schoof, der den Buchladen mit Dittrich-Pressefrau Rebecca Ellsäßer betreiben wird und derzeit noch am Einrichten ist.
Der Name („Das besondere Buch“) ist dabei Programm: Der an allen Werktagen geöffnete Buchladen (30 Quadratmeter) offeriert nur Bücher unabhängiger Verlage. 50 von ihnen sind in der Kurt Wolff Stiftung vertreten, weitere 20 aus Österreich und der Schweiz runden das Angebot ab. „Wir sind offen, jeder Independent-Verlag kann zehn Lieblingsbücher vorstellen, ohne Novitätenzwang“, so Schoof. „Leser sollen sich hier überraschen lassen.“
(…) „Wir wenden uns auch explizit an entdeckungsfreudige Buchhändler, die sich über besondere Bücher informieren wollen.“ / boersenblatt.de
Fast 100 Jahre sind seit dem Ende des 1. Weltkrieges vergangen, aber noch immer existiert keine Statue, um an einen der größten Kriegsdichter zu erinnern, der Zeugnis über die Schrecken der Zeit ablegte. Erst jetzt gibt es Pläne für eine Statue zum Gedenken an Isaac Rosenberg, der sein Leben opferte in einem Krieg, den er verachtete.
Rosenberg starb im Alter von 27 Jahren am 1. April 1918 unter ungeklärten Umständen. Seine „Poems from the Trenches“ (Gedichte aus den Schützengräben) gehören zu den bedeutendsten Kriegsgedichten neben denen von Wilfred Owen, Siegfried Sassoon und Rupert Brooke.
Wenige Nationen ignorieren ihre großen Kriegsdichter so wie es Großbritannien mit seinen Dichtern des Krieges von 1914-1918 tut. Nur für Rupert Brooke existieren Statuen in Rugby und in in Grantchester bei Cambridge. / Dalya Alberge, Independent
Eins seiner Kriegsgedichte (erschienen in der Zeitschrift Poetry, Dezember 1916):
Break of Day in the Trenches
The darkness crumbles away –
It is the same old Druid Time as ever.
Only a live thing leaps my hand –
A queer sardonic rat –
As I pull the parapet’s poppy
To stick behind my ear.
Droll rat, they would shoot you if they knew
Your cosmopolitan sympathies.
(And God knows what antipathies).
Now you have touched this English hand
You will do the same to a German –
Soon, no doubt, if it be your pleasure
To cross the sleeping green between.
It seems you inwardly grin as you pass:
Strong eyes, fine limbs, haughty athletes,
Less chanced than you for life;
Bonds to the whims of murder,
Sprawled in the bowels of the earth,
The torn fields of France.
What do you see in our eyes
At the boom, the hiss, the swiftness,
The irrevocable earth buffet
A shell’s haphazard fury.
What rootless poppies dropping? ……….
But mine in my ear is safe—
Just a little white with the dust.
(Hier das Gedicht in einer „Hypermedia Edition“ mit Fassungen und Material)
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