99. Speedweek

Der Gedichtband «Schmetterlingspoesie» des Motorrad-Rennfahrers Michael «Bundy» Roth schafft es auf Platz 1 der Amazon-Bestsellerliste «Lyrik und Poesie». / speedweek.de

98. Karte der Realpoesie


Karte der Realpoesie nach dem Stand vom 23.10. 2012 (c) Michael Gratz

97. »Internationales Gipfeltreffen der Poesie«

DAS GEDICHT wird 20 und feiert mit 60 Lyrikern aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz die Geschichte der deutschsprachigen Realpoesie!

19:00 Uhr Vorprogramm (Foyer)

DAS GEDICHT präsentiert Poesie-Clips aus dem lyrik-tv-Kanal http://www.dasgedichtclip.de

19:15 Uhr Zuallererst (Saal)

Intro: »wortgeburt« Performance von Semier Insayif (A-Wien) Begrüßung: Dr. Reinhard G. Wittmann (Literaturhaus München) Einführende Worte: Anton G. Leitner (Verleger und Herausgeber DAS GEDICHT):

»20 Jahre am Ruder(n)« Matthias Politycki (Mitherausgeber der Jubiläumsausgabe 20):

»Realpoesie«

19:30 Uhr Hauptprogramm, Teil I (Saal)

1. Duo: Michael Augustin (Bremen) / Ulla Hahn (Hamburg) 2. Duo: Arne Rautenberg (Kiel) / Hardy Scharf (München) 3. Duo: Ulrike Draesner (Berlin) / Mathias Jeschke (Stuttgart) 4. Duo: Paul Maar (Bamberg) / Babette Werth (Berlin) 5. Duo: Andreas H. Drescher (Saarlouis) / Xóchil A. Schütz (Berlin) 6. Duo: Helmut Krausser (Potsdam u. Rom) / SAID (München) 7. Duo: Martin Brinkmann (München) / Michael Sailer (München) 8. Duo: Josef Brustmann (Icking) / Franz Xaver Kroetz (München u. Teneriffa) 9. Duo: Friedrich Ani (München) / Siegfried Völlger (Augsburg) 10. Duo: Ralph Grüneberger (Leipzig) / Josef Wittmann (Tittmoning) 11. Duo: Melanie Arzenheimer (Eichstätt) / Manfred Chobot (A-Wien) 12. Duo: Rudolf Kraus (A-Wien) / Gerhard Ruiss (A-Wien) 13. Duo: Jürgen Bulla (München) / Joachim Sartorius (Berlin) 14. Duo: Knut Schaflinger (Augsburg u. Hamburg) / Robert Schindel (A-Wien) 15. Duo: Leander Beil (Holzkirchen) / Anton G. Leitner (Weßling)

16. Duo: 17. Duo: 18. Duo: 19. Trio: 20. Duo: 21. Duo: 22. Duo: 23. Duo: 24. Duo: 25. Duo: 26. Duo: 27. Duo: 28. Duo: 29. Duo: Matthias Politycki (Hamburg) / Alfons Schweiggert (München) Augusta Laar (Krailling) / Hellmuth Opitz (Bielefeld) Alex Dreppec (Darmstadt) / Franziska Röchter (Verl) Steffen Jacobs (Berlin) / Horst Samson (Neuberg) / Gabriele Trinckler (München) Semier Insayif (A-Wien) / Alma Larsen (München) Ludwig Wolfgang Müller (München) / Salli Sallmann (Berlin) Theres Lehn (München) / Frank Schmitter (Ismaning) 12 Erich Jooß (Miesbach) / Fitzgerald Kusz (Nürnberg) Ulrich Johannes Beil (Holzkirchen u. CH-Zürich) / Jean Krier (L-Bridel) Beat Brechbühl (CH-Frauenfeld) / Hans Eichhorn (A-Attersee) Fritz Deppert (Darmstadt) / Birgit Müller-Wieland (München) Markus Bundi (CH-Baden) / Uwe-Michael Gutzschhahn (München) Richard Dove (München) / Ludwig Steinherr (München) Norbert Göttler (Hebertshausen) / Wolfgang Oppler (Unterschleißheim)

22:35 Uhr Zu guter Letzt (Saal)

Extra: »Nur noch ein Gedicht« Performance von Jürg Halter (CH-Bern)

Schlusswort: Anton G. Leitner

96. American Life in Poetry: Column 395

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Here’s a delightful poem by Douglas S. Jones about a bicycle rider sharing his bike with a spider. Jones lives in Michigan and spiders live just about everywhere.

Centrifugal 

The spider living in the bike seat has finally spun
its own spokes through the wheels.
I have seen it crawl upside down, armored
black and jigging back to the hollow frame,
have felt the stickiness break
as the tire pulls free the stitches of last night’s sewing.
We’ve ridden this bike together for a week now,
two legs in gyre by daylight, and at night,
the eight converting gears into looms, handle bars
into sails. This is how it is to be part of a cycle—
to be always in motion, and to be always
woven to something else.

 

American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2011 by Douglas S. Jones, whose most recent book of poems is the chapbook No Turning East, Pudding House Press, 2011. Poem reprinted from The Pinch, Vol. 31, no. 2, 2011, by permission of Douglas S. Jones and the publisher. Introduction copyright © 2012 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.

95. „der deutsch-arabische lyriksalon“ 2012

Poetische Begegnung der Kulturen

Der von dem deutschsprachigen, aus Syrien stammenden Dichter Fouad EL-Auwad ins Leben gerufene „deutsch-arabische lyriksalon“ kann seit 2005 auf eine stattliche Anzahl poetischer Soirées und auf eine eindrucksvolle Reihe erstrangiger Gäste zurückblicken. Interkulturelle Begegnung im Medium der Poesie – das ist das erklärte Ziel der Initiatoren. Waren Dichter wie Reiner Kunze, Raoul Schrott und Fuad Rifka bei früheren Ausgaben des „lyriksalon“ zu Gast, so steht das diesjährige Programm dem in keiner Hinsicht nach, zumal das Festival in diesem Jahr erstmalig – an zwei aufeinander folgenden Tagen – an zwei Orten stattfinden wird, nämlich in Aachen und in Bonn. Auf deutschsprachiger Seite sind diesmal – neben Gastgeber Fouad EL-Auwad – Ulrike Draesner, Ludwig Steinherr, Suleman Taufiq, Reinhard Kiefer, Gabriele Frings, Christoph Leisten und Nedjo Osman dabei, aus der arabischen Welt kommen Hussein Habbasch (Syrien), Hayet Raes (Tunesien), Emad Fouad (Ägypten), Fatima Mahmoud (Libyen) und Ali Al-Jallawi (Bahrain). Wie immer besticht das Programm dadurch, dass die Gedichte der Autoren jeweils in deutscher und in arabischer Sprache zu hören sein werden. Zum deutsch-arabischen lyriksalon erscheint bei der Edition Orient die zweisprachige Anthologie „einfach SO“, die an diesen beiden Abenden erstmalig vorgestellt wird.

Das Festival in Aachen findet statt am Donnerstag, dem 25. Oktober, 19.30 Uhr, im Couven-Museum (Hühnermarkt), der Bonner Abend ist am Freitag, dem 26. Oktober, 19.30 Uhr im Festsaal der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität (Am Hof). Beide Abende werden musikalisch kongenial begleitet durch den aus dem Irak stammenden Oud-Virtuosen Raed Khoshaba. Der Eintrittspreis zu beiden Abenden beträgt jeweils 10 Euro.

Weitere Informationen: www.lyrik-salon.de

 

 

94. Klingt wie eine Zumutung

Stimmt es Sie traurig, dass Lyrik ein wenig aus der Mode gekommen ist?

Stéphane Hessel Auf jeden Fall, vor allem aber, dass Lyrik nicht mehr auswendig gelernt und kaum noch vorgetragen wird.

Sie selbst nennen sich einen leidenschaftlichen Rezitator. Beginnt Lyrik erst zu leben, wenn sie vorgetragen wird?

Hessel Wenn man ein Gedicht aufsagen kann – und mag es noch so dumm erscheinen –, dann sind die, die es hören, davon auf jeden Fall berührt. Manche schämen sich ja, ein Gedicht aufzusagen, weil es wie eine Zumutung klingt. / Rheinische Post

Für die Düsseldorfer Tage der Poesie im Heine Haus am 26. und 27. Oktober wählte Hessel das Motto aus (von Apollinaire).

 

93. Grimmpreis für Härtling

Weil er sich „als Lyriker und Autor für Kinder und Erwachsene verdient gemacht“ hat, ist der Schriftsteller Peter Härtling heute in Kassel mit dem Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache 2012 ausgezeichnet worden.

„Peter Härtling gehört zu den vielfältigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Er hat sich als Journalist, Kritiker und Verleger, aber besonders als Lyriker und Autor für Kinder und Erwachsene verdient gemacht“, begründete der Bamberger Sprachwissenschaftler Helmut Glück die Entscheidung der Jury für die Vergabe des Hauptpreises.

Der in Mörfelden-Walldorf lebende Schriftsteller reiht sich damit ein in die Liste prominenter Preisträger. Ausgezeichnet wurden unter anderem der Dramatiker Rolf Hochhuth, Loriot (Vicco von Bülow), „FAZ“-Herausgeber Frank Schirrmacher, die Kinderbuchautorin Cornelia Funke oder „Panik-Rocker“ Udo Lindenberg. [und im vergangenen Jahr Nora Gomringer]. / hr online

 

Aus Wikipedia:

Der Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache wird seit 2001 jährlich an Personen verliehen, die sich wie sein Namensgeber Jacob Grimm „in besonderem Maße um die Anerkennung, Weiterentwicklung und Pflege des Deutschen als Kultursprache“ verdient gemacht haben. Er ist mit 30.000 Euro dotiert.

Preisträger sind u.a.:

  • 2001: Rolf Hochhuth (Schriftsteller); „… für seine Verdienste um die deutsche Sprache und sein beherztes öffentliches Eintreten für ihre Pflege, ihre kreative Weiterentwicklung und die Sicherung ihrer Position als Fremdsprache in anderen Ländern …“
  • 2002: Ljudmila Putina (Gattin des russischen Präsidenten Wladimir Putin); „… für die Pflege des Deutschen als Fremdsprache in der Russischen Föderation …“
  • 2005: Paul Kirchhof (Verfassungsrichter i. R.); „… für seine Verdienste um die Sprache des Rechts und das deutsche Sprachenrecht …“
  • 2010: Udo Lindenberg, „… weil er gezeigt hat, dass man mit anspruchsvollen, schönen Rock-Texten in deutscher Sprache erfolgreich sein kann.“
  • 2011: Nora-Eugenie Gomringer, „… weil sie einer neuen Form des Dichtens in Deutschland, der Slam Poetry*, zur Popularität verholfen habe.“

*) wie heißt das eigentlich auf Englisch?

Preisstifter Eberhard Schöck über die Stiftung, „Warum ich den Kultupreis Deutsche Sprache gestiftet habe“:

Meine Stiftung, die Eberhard-Schöck-Stiftung, hat sich zwei Hauptaufgaben vorgenommen: Seit 1993 die Förderung der Handwerkerausbildung in ehemals kommunistischen Ländern und seit 2000 die Vergabe des Kulturpreises Deutsche Sprache.“ (…)

Warum haben unsere Politiker und Intellektuellen nicht den Mut in aller Offenheit und Konsequenz über dieses Thema zu sprechen?

Ich habe für mich die Initiative ergriffen: Anfang des Jahres 2000 habe ich ein weiteres Aktien-Paket in die Eberhard-Schöck-Stiftung eingebracht. Der Ertrag dieser Aktien steht für einen „Kulturpreis Deutsche Sprache“ zur Verfügung.

Die uns fehlende Nationalidentität hat auch zu einer Gleichgültigkeit gegenüber unserer Sprache geführt. Der Schluss sollte erlaubt sein, dass umgekehrt über den Schutz der Sprache auch die Entwicklung eines gesunden Nationalbewusstseins möglich sein sollte.

Wenn wir aber selbst unsere Sprache nicht lieben und schätzen, wie soll sie dann von anderen geschätzt werden? Wie soll man als Volk ernst genommen werden, wenn man sich selbst nicht ernst nimmt!

Der „Kulturpreis Deutsche Sprache“ soll deshalb an Personen und Institutionen vergeben werden, die sich verdienstvoll und erfolgreich für den Erhalt und die kreative Weiterentwicklung unserer Sprache einsetzen. Mit einem Preisgeld von insgesamt 35.000 € ist er einer der höchstdotierten Sprach- und Literaturpreise im deutschen Sprachbereich. Die Vergabe des Preises erfolgt zusammen mit dem „Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS)“, Dortmund. Der VDS setzt sich besonders für die Bewahrung der deutschen Sprache in einem Europa mit der ihm eigenen Kultur- und Sprachenvielfalt ein.

92. Das Gedicht 20 oder Der Dom war nicht weit

Wer hätte das gedacht?

Nach Angaben des Börsenverein des Deutschen Buchhandels macht die Lyrik nur einen verschwindet geringen Anteil an den Umsätzen des Buchhandels aus. Rund ein Drittel des geschätzten Gesamtumsatzes der Branche von rund 9,6 Milliarden Euro im Jahr 2011 machte Belletristik aus. Der Lyrik-Anteil an der Belletristik betrug nur 1,2 Prozent – Tendenz in den vergangenen Jahren fallend. „Viele nehmen sich ja heute kaum noch Zeit für die reine Lektüre“, sagt der Vorsitzende der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Ralph Grüneberger. / Literatur: 20 Jahre Literaturzeitschrift „Das Gedicht“ – weiter lesen auf FOCUS Online

Das zu einer Meldung zum 20. Jubiläum der Zeitschrift „Das Gedicht“, die durch einen „Skandal“, wie die Medien immer wieder berichten (einen von der Sorte, bei der nord- oder ostdeutsch Sozialisierte fragend die Stirn runzeln, „im wahrsten Sinne des Wortes handfest“ halt) die Auflage steigerte:

Im Jahr 2000 sorgte der Dichter Anton G. Leitner mit seiner Literaturzeitschrift „Das Gedicht“ für einen im wahrsten Sinne des Wortes handfesten Skandal.

Unter der Überschrift „Geile Gedichte – Vom Minnesang zum Cybersex“ und mit unsittlich geballter Faust auf dem Titelbild hatte er erotische Gedichte renommierter Autoren wie Ulla Hahn und Friederike Mayröcker auf den Markt gebracht. „Die kamen päckchenweise zurück“, erinnert er sich heute – teils waren erboste Nachrichten dabei. Eine Mainzer Buchhandlung verweigerte damals zum Beispiel die Annahme, weil der „Dom nicht weit“ war.

Doch was ein wirtschaftlicher Totalschaden zu werden drohte, entpuppte sich als außerordentlicher Glücksfall. Weil die Medien auf ihn aufmerksam wurden, die „Bild“-Zeitung auf einer Doppelseite über seine „geilen Gedichte“ berichtete und in der damals höchst populären RTL-Show „Sieben Tage, sieben Köpfe“ ein Witz über die Abkürzung seines mittleren Namens – G. – fiel, schoss die Auflage für „Das Gedicht“ in die Höhe – und auf 10 000 Stück. „Wir kamen gar nicht hinterher mit dem Nachdrucken“, erinnert sich Leitner im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

91. Dia do Poeta

Fragen wir Google – die kennen verschiedene Varianten. Offenbar gibt es den 20.10. als „Tag des Poeten“, den 14.3. als Nationalen Tag der Poesie und den 21.3. als Welttag der Poesie. Vielleicht teilt jemand Näheres mit?

20 de Outubro – Dia do Poeta

http://www.smartkids.com.br/…/20-outubro-dia-do-po – Diese Seite übersetzen

DIA DO POETADia do Poeta Poeta é aquele que faz versos, que escreve poesias. A poesia, ou gênero lírico, ou lírica é uma das sete artes tradicionais, uma 

Leitor faz homenagem ao Dia do Poeta – Folha de S.Paulo

www1.folha.uol.com.br/…/994385-leitor-faz-ho… – Diese Seite übersetzen
21 out. 2011 – Era 20 de outubro. Primaveril feriado. Agora por lei, decreto assinado, odia do poeta passaria a ser –dos dias do ano– o mais festejado.

Mensagens – Dia do poeta (04/10)

ilhado.com.br/index.php?id_editoria=13&id… – Diese Seite übersetzen
Hoje é o dia do Poeta!O Poeta é aquela pessoa que com sua arte nos traz alegrias, reflexões, fantasias, sonhos e até mesmo realidade, mesmo sendo de uma 

Dia Poeta

http://www.velhosamigos.com.br/…/diapoeta.html – Diese Seite übersetzen
DIA DO POETA  E em certos dias quando penso em minha gente, trago o Vinicius na mente,  Ser poeta é transformar em palavras uma grande essência.

Día Mundial de la Poesía – Wikipedia, la enciclopedia libre

es.wikipedia.org/wiki/Día_Mundial_de_la_Poesía – Diese Seite übersetzen
El Día Mundial de la Poesía es tributo a la palabra poética propuesto en el año 2001 por la Unesco, se celebra cada 21 de marzo (equinoccio de primavera) 

Hoje é Dia do Poeta

http://www.hiroshibogea.com.br/?p=14363 – Diese Seite übersetzen
14 mar. 2012 – 6 Respostas para “Hoje é Dia do Poeta”. Olhar Feminino março 14th, 2012 at 9: 02. Parabéns Hiroshi! Hiroshi Bogéa março 14th, 2012 at 9:15 

21 de Octubre: Día del Poeta

http://www.sosuaonline.net › … › Locales & Nacionales – Diese Seite übersetzen
21 Oct 2011 – Con motivo conmemorarse El Día del Poeta, inspirado en el natalicio de la poetiza Salomé Ureña de Henríquez, felicitamos a todos los poetas 

14 de Março – Dia Nacional da Poesia – Brasil Escola

http://www.brasilescola.com › … › Março – Diese Seite übersetzen
Dia Nacional da Poesia . Dia da Poesia – Homenagem a Castro Alves, o poeta dos escravos.

90. Zürich liest Lyrik

Breiten Raum geben die Organisatoren dieses Jahr der Lyrik. Im Zürcher Helmhaus geben Klaus Merz und der Südtiroler Lyriker Sepp Mall eine Session, im Cabaret Voltaire der Lyriker Werner Lutz und der Musiker Rudolf Lutz eine Matinee. Der Kabarettist Rolf Schlatter performt zudem im Tram Gedichte aus dem Buch «König der Welt». Und schliesslich wird am Festival «Zürich liest» erstmals der Zürcher Lyrik-Preis vergeben. / Basler Zeitung

Zürich liest: Do 25.-So 28.10.

89. Rimbaud

It’s the birthday of the poet Arthur Rimbaud (books by this author), born in Charleville, France (1854). He began writing letters to the poet Paul Verlaine, whose work he admired, and Verlaine invited him to stay at his house. When he arrived, Rimbaud had his first masterpiece in his pocket, a poem called „The Drunken Boat“ (1871), describing the journey of an empty boat as it wanders the ocean and eventually breaks apart.

Rimbaud didn’t get along with Verlaine’s family or his friends. He had a habit of taking off his clothes and shouting obscenities in public, and that tended to put people off. But everyone agreed that his poetry was the work of a genius and Verlaine fell in love with him. The two had a scandalously open affair that shocked the rest of the Paris literary scene. But they had a bitter break-up, and the relationship ended when Verlaine tried to murder Rimbaud with a pistol, shooting him in the arm.

Verlaine went to prison and Rimbaud went back to his mother, and he wrote one of his last books, A Season in Hell (1873). Rimbaud had been 16 when he started publishing his poetry, and he was 19 when he gave up on poetry and took off to wander around the world, winding up in Africa, where he became an arms dealer. He kept writing letters to his family, but he never wrote another poem, and never gave any hint that he missed writing them.

Rimbaud, who said: „I turned silences and nights into words. What was unutterable, I wrote down. I made the whirling world stand still.“ / The writer’s almanac

88. Jugendwerk

Das Gesamtwerk von Tomas Tranströmer, dem wortkargen Nobelpreisträger von 2011, umfasst rund 300 Seiten, mehr nicht. Seit seinem – im Tennis würde man sagen – trockenen und präzisen Aufschlag von 1954 unter dem Titel «17 Gedichte» baut er ein Werk, bei dem Lakonie und emotionale Intensität Hand in Hand gehen. Seine skeptische Maxime «Reduziere» scheint immer die perfekte Balance zu finden zu seiner Hingabe an das Rauschen des Sehens und Hörens. Zwischen den beiden zu kalibrieren – das ist sein Lied: ein federnder Rhythmus, eine in Grau geschlagene Kantilene, aus der plötzlich Farben sprühen, wie wenn hinter dem Laub ein Specht aufblitzt.

Wie er zu dieser Kunst kam, kann man nun an seinen von Jonas Ellerström herausgegebenen Jugendgedichten ablesen, ein Lokaltermin, der uns einen genauen Einblick in die Entstehung seiner Lyrik gewährt. (…)

Bis dahin hatte Tranströmer Wissenschafter werden wollen und eine erstaunlich lückenlose Sammlung der Insekten von Runmarö angelegt. Dieser Insel, auf der er sich oft mit seinem Grossvater aufhielt, widmete er das epische Langgedicht «Ostseen» und machte sie so zum Mittelpunkt seines Werkes./ Hans Jürgen Balmes, NZZ

Tomas Tranströmer: Ungdomsdikter / Jugendgedichte. Mit einem Aufsatz von Jonas Ellerström und Arbeiten auf Papier von Peter Frie. Übersetzt von Hanns Grössel. – Fredrik Sjöberg: Tomas Tranströmers Insektensammlung von der Insel Runmarö. Mit Arbeiten auf Papier von Peter Frie. Übersetzt von Klaus-Jürgen Liedtke. Beides: Kleinheinrich, Münster 2011. Nur gemeinsam erhältlich: € 50.–.

87. Freiraum

Als Angelika Janz im Rheinland in den 70er Jahren erste Schritte in die Literatur- und Kunstszene unternahm, lehrte in Düsseldorf Joseph Beuys, in der Kunst wurden nicht die Schlachten des 19. Jahrhunderts geschlagen, sondern zwischen Pop Art und Fluxus wurde im Zukunftslabor gearbeitet – an den Hochschulen, in den Werkstätten und auf der Straße. In Zeitschriften wie Sprache im technischen Zeitalter wurde nicht (wie heute) Kanon verwaltet, sondern Zukunft gesucht. Serendipity hieß ein Schlagwort damaliger Debatten – Angelika Janz beteiligte sich mit einem Statement und sah ihre Fragmenttexte als ein mögliches Verfahren in diesem Rahmen.

Im Jahre 1993 konstatierte Michael Glasmeier in einem Text über ihre Fragmenttexte den Abbruch des Experiments: „was ich von der Literatur erwarte – Experiment, längeres Gedankenspiel, Zeitgenossenschaft, Grenzgängertum –, scheint sich in ein merkwürdiges statisches Gejammer, in eine weinerliche, selbstbezogene Enge verkrochen zu haben“. Und in diesem Kontext sah er in ihren Fragmenttexten den Beleg, dass trotz des „langsamen Verglühens der Konkreten und Visuellen Poesie Ende der 70er und der konservativen Haltung von Feuilleton und Literaturwissenschaft“ ein Freiraum für Experimente fortbestehe.

(…)

„Avantgardistische“ oder „experimentelle“ Kunst wird oft als schwer verständlich empfunden. Selbst in den meist im Internet geführten Debatten junger Autoren geistert das Gespenst einer „unverständlichen“, akademischen Kunst herum. Dieser Zustand hat mehr als eine Ursache – man müsste nach dem Deutsch- und Kunstunterricht ebenso fragen wie nach Paradigmenwechseln in den Theoriedebatten der letzten Jahrzehnte sowie nach sozialen Bedingungen der arbeitsteiligen Gesellschaft. Leicht zu zeigen wäre aber, dass ihm auch ein fundamentales Missverständnis zugrunde liegt, das in den Institutionen (Schule, Wissenschaft und Medien) weitergetragen wird. Wesentliche Teile der Avantgarde des 20. Jahrhunderts waren von dem Bestreben getragen, Kunst und Lebenswelt zusammenzuführen. Namentlich der konkreten und visuellen Poesie eignet ein eminent demokratischer Grundzug. Einer der Gründe, warum sich dort entwickelte Verfahren in der Werbung verbreitet haben. Wenn man in der Schule lernen würde, den eigenen Sinnen zu trauen, anstatt krampfhaft nach einer in der Tiefe verborgenen Bedeutung zu suchen, wäre viel gewonnen.

(…)

Die heute modisch gewordene Schreibung mancher Worte mit Großbuchstaben in der Mitte, wie beim taz-„I“ in AutorInnen oder wie eben beim ZuFall ist technisch gesehen eine Verfremdung, die uns das automatisch Gewordene und daher nicht mehr Wahrnehmbare in den Worten wahrnehmen lässt. Das Wort FragMentalität (so der Titel einer Notiz) überlagert die Bedeutung des Wortes Fragment mit den Worten „Frage“ und „Mentalität“. So findet mitten im Wort eine Diskussion statt. Solchen Worten begegnet man im vorliegenden Buch öfter. „Deutschwund“ kann man verschieden lesen. Ist das “Deutsch-wund“, also wund am Deutschsein? Oder vielleicht „Deut-Schwund“: entzieht sich uns die Bedeutung? Anders als oft in der Schule gilt hier immer: beides zugleich. Nicht Einfalt, sondern Vielfalt führt weiter.

Dabei fällt auch auf, dass diese Schreibweise (diese SchreibWeise) ebenfalls Fragmentcharakter hat. Das Wort zerfällt in zwei oder mehr Fragmente verschiedener Herkunft, die zusammentreffen und eventuell neue Sinnmöglichkeiten eröffnen.

Aus dieser Mehrfachlesbarkeit erklärt sich auch, warum Angelika Janz die Grenzen zwischen Fremd- und Eigentext bewahrt. Man könnte ja den so entstandenen Text abschreiben – vielfach könnte man das Ergebnis nicht von ihren „richtigen“ Gedichten unterscheiden. Die Wunde im Textkörper erinnert an die Disparatheit der Elemente, die diesen Text formten, und erschwert eine allzu glatte und eindimensionale Lesart. An ihre Stelle tritt „der Deutung Vielraum“ (vgl. „Den Sinn, den Stoff, die Worte“ in diesem Band).

Michael Gratz, aus der Einleitung zu:

120 Seiten, €11,95
Hier bestellen

Die Autorin

Angelika Janz, Jahrgang 1952, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Essen und Bochum. Seit 1979 arbeitet sie als Künstlerin – neben grafischen Arbeiten auch Aktionen im öffentlichen Raum und (Spoken-Words-)Performances –, Kunst- und Museumspädagogin – von 1988 bis 2010 freie Mitarbeiterin am Museum Folkwang (Essen) – und Schriftstellerin – von Lyrik, Hörspiele über Prosa bis hin zur experimentellen Literatur. Mit ihrem Umzug in das vorpommersche Aschersleben Anfang der 90er Jahre engagiert sie sich auch sozial – u.a. mit Schreib- und Hörspielwerkstätten für Kinder und Jugendliche sowie der KinderAkademie im ländlichen Raum. Von 1997 bis 2003 organisierte sie Kulturfestivals in dieser Region (Polnische Woche in Mecklenburg-Vorpommern, Tanztendenzen, Nordischer Klang) und war Mitinitiatorin des Koeppenhauses in Greifswald.

Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet: neben dem Ersten Preis für experimentelle Literatur der Stadt Düsseldorf erhielt sie u.a. Arbeitsstipendien der Länder Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern sowie des Deutschen Literaturfonds und des Deutschen Kunstfonds, außerdem wurde sie 2008 mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis der Deutschen Umwelthilfe und der Grünen Liga ausgezeichnet.

Einzelveröffentlichungen

  • Der Inbegriff. [Erzählungen]. Krefeld: Sassafras, 1979.
  • Aus der isolierten Wildnisszene. Mit Uwe Meier-Weitmar. [Fragmenttexte, Prosa und Bilder]. Berlin: Künstlerhaus Bethanien, 1986.
  • Selbander. Mit Uwe Meier-Weitmar. [Fragmenttexte, Prosa und Bilder]. Mit zwei nachgestellten Alexandrinern von Ludwig Harig. Zürich : Edition Howeg, 1989.
  • Corridor. [Fragmenttexte]. Köln: Scherrer und Schmidt, 1991. (= Edition Lenz, Bd. 3).
  • Ein interessantes Frühstück, das im Trend zu liegen gehen lernt. Fragmenttexte 1979 – 1994 von Deut zu Deutung. Hrsg. Karl Riha und Siegfried J. Schmidt. (Reihe experimentelle texte Nr. 43). Universität Siegen, 1994.
  • Schräge Intention. Gedichte. [Mit einem Vorwort des Herausgebers und einer Einleitung der Autorin]. Hrsg. Franzobel. Wien: edition ch, 1995.
  • orten vernähte alphabetien. Texte. [Textauswahl: Silke Peters]. Greifswald: Wiecker Bote, 2002.
  • Du hast den Schlüssel. Ein Kalender für eine bessere Welt. [Arbeiten von Schülern des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums Greifswald mit einem Vorwort von Angelika Janz]. Stralsund: Mückenschwein 2007.

Kataloge

  • Monika Brandmeier, Marga Dehnen, Angelika Janz, Susanne Windelen. Galerie Schüppenhauer, Köln, 1988.
  • Galerie im Grugapark 9.6.-7.7.1991. Museum Folkwang Essen, Essen 1991.

86. Ein Wagnis

Aus: Angelika Janz: tEXt bILd. Ausgewählte Werke 1: Visuelle Arbeiten und Essays. Greifswald: freiraum-verlag 2012. 120 Seiten, € 11,95. Hier bestellen

85. Israel-Gedichte

Gespräch im Jugendamt: „Ach so, Lyrikerin? … Muss ich ihren Namen denn kennen?“ – „Nein, müssen schon gar nicht – ich schreib ja auch keine „Israel“-Gedichte.“