Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Argentinien wird Gastland der Frankfurter Buchmesse.Die FAZ berichtet über die Literaturlandschaft des Landes, das neben Spanien führendes Buchland der spanischsprachigen Welt ist: Es sind meist Einzelkämpfer oder kleine Gruppen von Gleichgesinnten, die die erstaunlichsten editorischen Leistungen vollbringen. In Rosario, der drittgrößten Stadt Argentiniens, hat… Continue Reading „8. Buchland Argentinien“
Es lesen Augusta Laar, Sabina Lorenz, Gabriele Trinckler, Ruth Wiebusch, Armin Steigenberger, Frank Schmitter, Jürgen Bulla und Markus Breidenich. Moderation: Karin Fellner und Andrea Heuser (München) Dienstag, 3. August 2010, 19.00 Uhr Alter Hof, Außenfläche, 80331 München (bei Regen: Infopoint Museen & Schlösser in… Continue Reading „1. Reimfrei-Sommerfest der Lyrikoase“
Der russische Dichter Innokentij Annenskij (1855-1909) treibt seine lyrischen Ich-Figuren ruhelos meditierend durchs Gestrüpp eines paradiesischen Gartens. Der seit der Kindheit herzkranke Grübler und Träumer, der 14 Fremdsprachen beherrschte und als Altphilologe sämtliche Tragödien des Euripides übersetzte, bewegt sich – wie ein Gedichttitel lautet… Continue Reading „131. Märtyrer der Schlaflosigkeit“
Selten gelingt mit einem Debüt ein großer Wurf, der sich ins Gedächtnis der Leser einschreibt. „Alle Lichter“ der 1981 in Berlin geborenen Nadja Küchenmeister hat das Zeug dazu. Die ewigen Themen Leben und Sterben, Willkommen und Abschied, Vergänglichkeit und Einsamkeit laufen als Echos und… Continue Reading „130. Wind, Luft, Schatten und Licht strömen anders“
Aus einem Bericht der FAZ über die Aufnahme des Spötters Heinrich Heine in die bayrische Walhalla: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, empfing die [Düsseldorfer] Abordnung mit den Worten: Man freue sich in Bayern ja stets über Besuch, aber in einer solchen Stärke, da sei… Continue Reading „123. Walhalla-Splitter“
Bücher lesen? Nö, lieber kicken gehen. Rechtschreibung? Geh mir fort! Der Deutsch-Türke Cumali Zengin, 18, hatte ganz andere Interessen, als sich Gedanken über Sprache zu machen. Doch dann schrieb er Liebeslyrik und ist heute ein preisgekrönter Dichter – mit einer miserablen Deutschnote. / Spiegel… Continue Reading „121. Cumali Zengin, Dichter“
Sarah Kirsch war schon in ihren frühen Jahren eine berühmte, jedenfalls in der DDR anerkannte Dichterin: Sie wurde 1935 im Harz geboren, sie ging 1977 in die Bundesrepublik. Sie lebte einsam in Schleswig-Holstein und wurde dann, im Westen, offensichtlich unterschätzt. Die Poesie der jungen… Continue Reading „118. Die Poesie der jungen Sarah Kirsch“
Besser gelang der Auftritt des Lyrikers Hendrik Rost, der sich gar nicht erst auf das angebotene Lesestühlchen setzte, sondern stehend seine kurzweiligen Gedichte vortrug. Ja, Gedichte über das Millerntor, über MySpace, das geht. Überhaupt versteht es Rost, profanen Alltag listig in Szene zu setzen:… Continue Reading „117. Gelungen“
Lob von höchster Stelle ist er gewohnt. Literaturnobelpreisträger Günter Grass gefiel die „ungewöhnliche Art“ seiner Gedichte, der Kölner Autor Hans Bender schrieb ihm: „Ich bewundere Ihre Intelligenz, die Leichtigkeit, Klarheit Ihrer Formen, Ihrer Sprache.“ Doch in Hürth, wo er seit fast 40 Jahren lebt,… Continue Reading „116. „Weitgehend unbekannt““
Nur dann wird der Arme wahrgenommen, wenn man glaubt, ihm auch sein Allerletztes aus der Tasche holen zu können. Denen, die so denken und handeln, sollte „sächsisch geholfen“ werden: „Mer wallen ich halfen!“, das heißt: „Wir wollen es euch schon zeigen!“ Satirische Gedichte sind… Continue Reading „114. Sächsisch geholfen“
„Gottfried Benn, geboren 1886 und aufgewachsen in Dörfern der Provinz Brandenburg. Belangloser Entwicklungsgang, belangloses Dasein als Arzt in Berlin“. Mit diesen drei Zeilen stellte sich der Dichter 1919 in in der berühmt gewordenen Lyrikanthologie „Menschheitsdämmerung“ vor. Mit diesen Zeilen beginnt auch Joachim Dycks kompetente… Continue Reading „112. „Ein Rassist als moderner Lyriker““
So einfach kann es gehen. Der Name stammt aus dem Gedicht «Nur zwei Dinge» von Gottfried Benn. «Das Gedicht ist wunderschön. Es beschäftigt sich mit der Frage, warum wir hier auf der Welt sind, und was das Leben überhaupt für einen Sinn ergibt. ,Das… Continue Reading „111. ,Das Gezeichnete Ich‘“
Eichendorffs poetischer Rang bleibt unbestritten, die Figur aber ist ambivalent. Einerseits: ‚Eichendorff‘, sagt Killmayer, ‚will sein Glück über die Welt, die Erde mitteilen, die von Gott geschaffen worden ist . . . Er ist glücklich in der Natur und in seinem Glauben.‘ Andererseits: Einem… Continue Reading „109. Eichendorff vertont“
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