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Veröffentlicht am 9. April 2026 von lyrikzeitung
153 Wörter, 1 Minute Lesedauer.
Eine aktuelle Kolumne mit neuen Texten, Fundstücken und Wiederentdeckungen rund um die Leipziger Buchmesse.
Patrick Wilden
Pfusch
Die Sollbruchstelle des Gedichts?
Dort wo die tote Lampe blinkt
Seltsamer Lärm von Bewegungsmeldern
Der Sprache auf die Zunge zwingt
In den Gebüschen zwischen Metaphernfeldern
Im Sommer Bienenschwärme des Verzichts
Auf windige Phrasendrescherei
Und dennoch Wärme des Lichts
Süßer Honig Effekthascherei
Im Winter Schattenspiele
Auch Gottgewolltheit bringt nichts
Der Sollbruchstellen sind viele
Aus Patrick Wilden: Seltsamer Lärm, Scheuring: Black Ink Lyrik, 2024
Patrick Wilden, geboren 1973 in Paderborn, lebt als Schriftsteller und Redakteur in Dresden und Leipzig. Er hat mehrere Gedichtbände veröffentlicht, zuletzt Zehn Minuten oder länger (Leipzig 2025), Seltsamer Lärm (Scheuring 2024) und das Gedicht-Bilder-Buch Schleichwege (mit Kathrin Brömse, Dresden/Marburg 2023). Auftritte u.a. in Dresden, Leipzig, Köln, Hausach, Coventry (UK) und Berlin. Texte von ihm wurden ins Arabische, Polnische, Englische und Niederländische übersetzt. Seit 2000 erhielt er verschiedene Stipendien und Preise.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Black Ink Lyrik, deutsche Lyrik, Dresden, Gegenwartslyrik, Kathrin Brömse, Leipzig, Leipziger Buchmesse, LnPoeMesseLese, Metaphern, moderne Lyrik, Paderborn, Patrick Wilden, Pfusch, poetische Sprache, Schleichwege, Seltsamer Lärm, Sollbruchstelle, Sprachkritik, Zehn Minuten oder länger
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