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Veröffentlicht am 28. Mai 2025 von lyrikzeitung
Tom Schulz
Wie teilt man ein Bett? Setzt man einen Schwan hinein
lässt die Sonne hinter den Vorhängen kreisen? Katze und Hund
gesellen sich dazu. Katze am Fußende, der zarte Köter
zwischen Brust und Schlüsselbein. In manchen Nächten bekommt
es Schlagseite, fliegen die Federn eines behelmten Vogels.
Das Holz arbeitet im Traum. Querflöte, du liegst wie eine Er-
trunkene. Du kannst doch nicht daneben liegen. Zur Ruh, zur
Ruh. Wäre das Bett eine Barke, der Himmel über einem Strand-
Korb, das Linnen und ein Segel. Von den Gewässern weiß man
dass sie fließen, dass sie den Berg hinauf geflossen sind.
Ich bin ein Teil von dir, ein Teil vom Holz, besticktes Kissen.
Bin das Geklöppelte, die Masche auf der Nadel. In einem
Rahmen: zwei Meter mal eins sechzig; keine deutsche Eiche.
Ein Flaum- Feder- und Fabelgewicht. Unter den Wolken, Glacier
endloses Eis und Tauzeit. Apnoe-Taucher, aussetzender Atem.
Aus: manuskripte 226/2019, S. 109
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Tom Schulz
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