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Ein Langzeitprojekt. Aus jedem Buch von Bert Papenfuß, das sich in meiner Bibliothek befindet, ein Gedicht. In chronologischer Reihenfolge des Erscheinungsjahrs (die Chronologien der Entstehung der Gedichte und des Eingehens in meine Bibliothek weichen stark davon ab. Das früheste Buch in meiner Sammlung, harm. arkdichtung 77, Westberlin: KULTuhr Verlag 1985 (siehe L&Poe vom 27. August), konnte ich erst in den 90er Jahren kaufen.)
Das erste Buch, das in der DDR offiziell erscheinen durfte, nachdem (nach wenigen verstreuten Veröffentlichungen) ein Buch im Aufbau-Verlag geplant und gestorben worden war, erschien im gleichen Verlag unter dem bezeichnenden Reihentitel „Außer der Reihe“. Der Verlag teilte damals mit, dass die Autoren dieser Bücher nicht für die Veröffentlichung weiterer Bücher vorgesehen seien. Es ist natürlich eine Diskriminierung, aber die von Gerhard Wolf herausgegebene Reihe ermöglichte trotz und unter dieser Einschränkung die Veröffentlichung einer Autorengeneration in der (wusste sie das schon?) untergehenden DDR. Kurz vor und nach der sogenannten Wende in der DDR erschienen zwischen 1988 und 1990 Bücher von Autoren wie Stefan Döring, Gabriele Kachold, Reinhard Jirgl, Jan Faktor oder eben Bert Papenfuß gewissermaßen im Käfig, aber doch im Aufbau-Verlag, der der kulturpolitisch führende Verlag der DDR war.
Das Gedicht ist titellos und steht im Abschnitt wortflug.
die sich nichts fer-gaelen lassenden iren schotten bretonten ausdruekklich walis der wirrus diesmal nicht endgueltig bekaempft werde, wuerden sie sich er-kelten : die eih-ahr-ehj militanzte den endsieg dazu dass die armeen menschen basken sich dem meuterland ab-spanien hauns die korsen den frank&frei-reichen drauf den bombaskischen handschlag des linksuntersten fluegels der eta : fuer neue irre laender
Aus: Bert Papenfuß-Gorek: dreizehntAnz. Berlin und Weimar: Aufbau, 1988, S. 102
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