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Veröffentlicht am 25. September 2018 von lyrikzeitung
Kerstin Becker
wenn die Äpfel an den Wiesenhängen fallen
und Blätter streicheln unsere Köpfe rascheln
röten unsre Herzen nach und schlagen stark
wir rennen herum wie die Schweine
zu Eichelmastzeiten im Wald dumpfes Grunzen
und helles Quieken das hungrige Wühlen
erfüllt noch die Luft im Traum und das Prasseln
harter Früchte jäh riechende Luft
es schweben die gilben Blätter nach unten zurück
ins Grab aus den Stämmen tropft goldenes Blut
wie Wind unsre inneren Wilden entfacht
entfacht er in Herbsten Neue Musik
und Eckern krachen unter den Füßen
wir ändern wie Tiere nach Grundgefühl Reife
Zuneigung Panik unsern Geruch
Diesen brandneuen Text dürfen wir mit freundlicher Genehmigung der Autorin hier veröffentlichen.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Kerstin Becker
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nicht „wichtiger“, sondern WUCHTIGER. Diese automatischen Sprachkorrekturen am Handy sind einfach blanker Horror…
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wow, sehr starker Text, den ich mir selber laut expressiv vorlas mit steigender Hysterie und dadurch die Bilder noch wichtiger auf mich wirkten. Cool, dass der Algorithmus der Lyrikzeitung ihn mir heute empfahl!
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