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Veröffentlicht am 10. September 2018 von lyrikzeitung
Helga M. Novak
wie erschlagen
wie erschlagen von der Hetze wundgestoßen
arg zersplittert sind meine Schalen
kein Bugstall mehr kein Faden und kein Reif
getroffen bin ich flüchtig abgegangen
und ohne Nachsuche gelaufen in die Irre
das Unterholz hat meine Decke zerrissen
wo ich jetzt bin kommt keiner mehr vorbei
habe gezeichnet und mache die letzten Gänge
zu spät noch einen Fangschuß zu erbitten von dir
Die Wilde Jagd ist eine Wilde Ehe
mein Warten auf den großen grauen Jäger
Aus: Helga M. Novak: wo ich jetzt bin. Gedichte. Ausgewählt von Michael Lentz. Frankfurt/Main: Schöffling, 2005, S. 200
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Helga M. Novak
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