Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
No le bastó después a este elemento
conducir orcas, alistar ballenas,
murarse de montañas espumosas,
infamar blanqueando sus arenas
con tantas del primer atrevimiento
señas — aun a los buitres lastimosas —,
para con estas lastimosas señas
temeridades enfrenar segundas.
Góngora, soledades I, 435—442.
Hans Magnus Enzensberger benutzte diese Strophe aus den Soledades des Luis de Góngora y Argote als Motto in seinem Gedichtband Landessprache (1960). Im Anhang erklärt er:
Góngoras verse müßten auf deutsch, gesetzt, sie wären übertragbar, ungefähr so lauten:
das element (das meer) schirrt schwert- und haifisch an,
wirbt wale, mauert sich in berge ein von schaum,
schändet den sand, die walstatt, mit so viel gebein,
Spur erster raserei, daß sie erbleicht, daß selbst
die geier schreien vor bedauern: nicht genug
ist alles dies, die fürchterlichen spuren reichen
nicht hin, dem wahnsinn, der dem wahnsinn folgt, zu wehren.
Und erklärt in einer „gebrauchsanweisung“:
Erich Arendt übersetzte die Strophe so:
Nicht Genüge war es danach diesem Element,
Robben anzuführen, Wale anzuheuern,
mit Bergen Schaums sich zu ummauern,
seine Strände, bleichend, zu entweihn
mit so viel, jener ersten Tollheit
Unglücksmalen — selbst den Geiern jammerswert —,
um mit diesen mitleidswerten Malen
aufzuhalten zweite Scheußlichkeiten.
Luis de Góngora: Soledades. spanisch und deutsch. Leipzig: Reclam, 1982, S. 41
Neueste Kommentare