Kosmopolitisch

G. Emil Barthel

Kosmopolitisch

In fremde Länder mußt ich frühe gehen
Und fühlte mich in ihnen wie verbannt;
Als ich Verbannte dann bei uns gesehen,
Von Liebe zu der Heimat übermannt, –
Da streifte mich des Weltengeistes Wehen,
Und meine Seele hat es tief erkannt:
Jedwedes Vaterland ist eine Fremde,
Und jede Fremde ist ein Vaterland. –

Aus: Neuer Poetischer Hausschatz. Von G. Emil Barthel. Hochdeutsche Gedichte aus der Zeit vom Beginne der Romantik bis auf unsere Tage in systematisch geordneter Auswahl aus den Quellen. Halle/ Saale: Otto Hendel, o.J. (1895?), S.920

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