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Veröffentlicht am 24. März 2018 von lyrikzeitung
Richard Leising
(* 24. März 1934 in Chemnitz; † 20. Mai 1997 in Berlin)
Homo sapiens
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
Er will auch sein Rettich und Eisbein.
Unsertäglichbrot genügt ihm nich
Er schreit nach seinem Brotaufstrich.
Von der Wiege bis zum Sarg
Einmal in der Woche Quark.
Mein Herr, wie wollen Sie Ihr Ei?
Mein Herr, ich will zwei.
Der Mensch braucht seine Freunde schier
Da schuf der Mensch Bier.
Käse muss auch sein
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Er braucht zum Leben Ideale
Aale.
Zu einem richtigen Arbeiterstaat
Gehört ein richtiger Kartoffelsalat.
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
Es müßte ganz schnell Kommunismus sein.
(1975)
Aus: Deutsch in einem anderen Land. Die DDR (1949-1990) in Gedichten. Berlin: Theater der Freien Volksbühne. Edition Hentrich, 1990, S. 80
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: L&Poe-Anthologie, Richard Leising
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Rettich für alle! Eisbein aber ist ’ne Kilofalle!
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