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Veröffentlicht am 30. Dezember 2016 von lyrikzeitung
Ianina Ilitcheva wurde am 4. Dezember 1983 in Angren, Usbekistan geboren. Sie kam mit einer schweren, seltenen Hautkrankheit auf die Welt, weswegen sie 1991 mit ihrer Mutter nach Österreich zog, da hier die Behandlungsmöglichkeiten fortgeschrittener waren. Allerdings ließ sie sich nie von ihrer Krankheit limitieren – ganz im Gegenteil: sie lebte unablässig radikal empfindsam, hungrig und selbstbestimmt, war stets auf Suche nach dem Schaumkraut am Wegesrand. (…)
2015 erschien, basierend auf ihrer Diplomarbeit an der Akademie der Bildenen Künste, ihr transmediales Buchprojekt 183 Tage, in welchem sie sich versuchsartig mit Isolation, sozialem Begehren und den Abläufen kreativer Prozesse auseinandersetzte. Im gleichen Jahr drehte sie mit Felix Hermann und Jakob Defant in Marroko und Wien den experimentellen Dokumentarfilm Rohdiamanten. Und als @blutundkaffee war sie seit einigen Jahren eine lyrische Ikone, der schönste Geist der deutschprachigen Twitteria – übertriebener Pathos, hohler Zynismus und Blasiertheit waren ihr dabei aber fremd; alles geschah mit dieser bitterernst funkelnden Leidenschaft, die so viele von uns in ihren Bann zog. (…) / Rick Reuther, Sprachkunst
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Ianina Ilitcheva, Rick Reuther
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