Ausgebufft romantisch*

Ann Cotten ist die klügste und schwierigste Dichterin in deutscher Sprache. Ein poetisches Gespräch über ihr neues Versepos „Verbannt!“, den Psychoterror des Internets und die Konterrevolution japanischer Zedern.

(…) Während sie gerade zwischen Berlin, Wien und London pendelt, spielt ihr neues, die Sinne taumelnd machendes Werk auf einer einsamen Insel. „Verbannt!“ heißt die Mischung aus Pop und Mythos, aus Hoffnung und Vergeblichkeit. Und mit ihm schreibt die 1982 im amerikanischen Iowa geboreneSchriftstellerin ein Projekt fort, das anders ist, als alles, was es in der deutschsprachigen Literatur sonst gibt. Ann Cotten geht zurück in die Geschichte des Dichtens, um ganz im Heute anzukommen. In der bei Byron, Shelley und Keats beliebten Spenserstrophe ist ihr jüngstes Versepos erzählt. Ein Drahtseilakt zwischen seelenvoller Romantik und ausgebufftem Witz, über dessen Gefahren die Dichterin bei ein paar Bieren im Berliner Lokal „Keyser Soze“ erzählt.

(Das Gespräch, das Paul Jandl für die „Literarische Welt“ mit Ann Cotten führte, ist sogar noch besser als die Anmoderation.)

*) Nicht so widersprüchlich wie es klingen mag. Vielleicht nicht alle, aber viele Romantiker waren ausgebuffter als ihr Ruf.

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