Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 14. Dezember 2015 von lyrikzeitung
Václav Jan Tomášek wird zum führenden Komponisten in Prag. In Kontakt steht er unter anderem mit Haydn und Beethoven, aber auch mit dem Dichterfürsten Goethe. 1815 beginnt Tomášek damit, Goethes Gedichte zu vertonen. Dass zeitgleich Schubert dasselbe tut, scheinen beide nicht zu wissen. 41 Gedichte bearbeitet der böhmische Komponist für Klavier und Stimme. Aber anders als der etwas jüngere Schubert hat er auch das Glück, sie Goethe sogar vorspielen und vorsingen zu können. (…)
In seinen Memoiren beschreibt der Komponist nicht nur die Begegnungen mit Goethe sehr genau, sondern auch die Lieder, die er vorträgt. Darunter „Schäfers Klagelied“, „Am Flusse“ und in der Zugabe auch den „Erlkönig“. Goethe, so schreibt Václav Jan Tomášek, habe die Vertonungen seiner Gedichte sehr gelobt – und sich hingegen schlecht geäußert über dasselbe Unterfangen Beethovens. Der Dichter bittet daher Tomášek um die Zusendung der Noten zu den Stücken, was dieser gerne auch macht.
Kategorie: Deutsch, TschechienSchlagworte: Franz Schubert, Johann Wolfgang Goethe, Ludwig van Beethoven, Václav Jan Tomášek
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Neueste Kommentare