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Veröffentlicht am 12. November 2015 von lyrikzeitung
Schon im ersten Gedicht wird der Bezugsrahmen abgesteckt:
sag an villon komm sprich mit mir
was tun wenn alle stricke reißen ich
häng im echo meiner worte kann
mich selbst schon nicht mehr hörenwas tief in meine kehle schneidet
ist ein lied aus herkunftszeichen …
und wenig später heißt es im gleichen Gedicht: „im unterwegssein da ist zukunft…“. Francois Villon (1431-1463), vielleicht der bedeutendste Dichter des französischen Spätmittelalters, wird als Bruder im Geiste wahrgenommen, er ist der stille Begleiter mit dem Bauer im letzten Gedicht dieses Bandes „ach ja villon da wär noch was“ erneut in Dialog tritt. Es ist ein Fazit des klarsichtigen Pessimisten Bauer, der u.a. die vielen in der Welt befindlichen missglückten Gedichte betrachtet, auch das Misslingen der eigenen Zeilen, und konstatiert: „von dichtertreff zu dichtersuff / auch unsre zunft ändert sich nie“. / Monika Vasik bei Fixpoetry über
Christoph W. Bauer
stromern
Haymon
2015 · 136 Seiten · 17,90 Euro
ISBN: 978-3-7099-7022-5
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Christoph W. Bauer, François Villon, Monika Vasik
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