Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 7. Januar 2010 von lyrikzeitung
Der Dichter ohne akademische Bildung, jung gestorben, der sich für einen Versager hielt und dessen Gedichte kaum gelesen wurden, und die Schneiderin, die Bücher albern fand und über den schwermütigen Poeten spottete? …
Erst nach seinem Tod triumphierte Keats über die profane Realität: Er stieg zum bedeutendsten* Romantiker Grossbritanniens auf, auch dank Fanny, die Dutzende Liebesbriefe aufbewahrte. Seit ihrer Veröffentlichung zählen sie zu den schönsten der Gattung. / Wolfram Knorr, Weltwoche 1
Als Keats 1821 im Alter von nur 25 Jahren an der Tuberkulose, der Familienkrankheit, starb, war er keineswegs anerkannt für seine Kunst. Ganz im Gegenteil wurde seine Lyrik im einflussreichen «Blackwood’s Magazin» der niedrigen Herkunft ihres Verfassers wegen als «cockney poetry» verunglimpft. Wer heute indes seine Verse liest, kann sich ihrem melancholischen, einen absoluten Ästhetizismus zelebrierenden Reiz nicht entziehen. / NZZ 7.1.
Bright Star
Regie: Jane Campion. GB/AUS/F, 2009
*) sagen wir: einem der
Kategorie: Englisch, GroßbritannienSchlagworte: Jane Campion, John Keats, Wolfram Knorr
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Neueste Kommentare