13. Ruhrgebietspoesie

Krimis, Kinderbücher und Komik: Wenn von Literatur aus dem Ruhrgebiet die Rede ist, geht es selten um Gedichte. Auch das soll sich im Kulturhauptstadt-Jahr ändern. Im Klartextverlag erscheint dazu ein Sammelband mit Ruhrgebietspoesie.

Die Zeit ist reif für einen „Stimmenwechsel”: Unter diesem Titel erscheint ein Sammelband mit neuerer Lyrik aus dem Revier im Klartextverlag.

Und er enthält – neben einigen „Klassikern” der Ruhrgebietspoesie wie Ernst Meister, Lieselotte Rauner und Nicolas Born – auch die ausgewählten Gewinnertexte aus dem Gedicht-Wettbewerb „Traurige Hurras und freche Verse”, den das Literaturbüro Ruhr in Gladbeck im vergangenen Sommer gemeinsam mit der WAZ ausgeschrieben hatte.

So bietet der von Gerd Herholz, dem Leiter des Literaturbüros Ruhr, herausgegebene Band „Poesie längs der Ruhr” insgesamt 73 Gedichte. Sie bilden einen klangvollen Querschnitt durch Bewusstseinsströme, Schreibweisen, Traditionen und Perspektiven der Region. Einsetzend mit dem Ende der 1950er-Jahre entfaltet sich ein Panorama von Seelen- und Geschichtserfahrungen. Das reicht von den bangen Grubenfahrt-Erfahrungen des „Neubergmanns”, die der altvordere Kurt Küther in Verse fasste, bis zum „video-split per audio-guide”, zu dem sich Matthias Dornhege erst jüngst durch den Anblick eines Cézanne-Gemäldes in der Villa Hügel anregen ließ. / Jens Dirksen, WAZ 2.1.

Stimmenwechsel. Poesie längs der Ruhr. Hg. von Gerd Herholz. Klartext Verlag, 152 Seiten, geb., 14,95 Euro (ISBN 978-3-8375-0292-3)

Die WAZ wird im Kulturhauptstadtjahr pro Woche eines der Gedichte aus diesem Band drucken

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