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Veröffentlicht am 31. Dezember 2003 von rekalisch
Die Anforderung, mehrmals im Leben sich einer neuen Sprache, dem Leben in einer neuen, ungewohnten Umgebung anpassen zu müssen, erklärt die Multikulturalität der Autoren und das häufige Phänomen der Zwei- und Mehrsprachigkeit. Vor allem schreibende Frauen sind es, die ihre Texte mehrsprachig verfassen. Eine von ihnen, die in Stettin geborene Lyrikerin Lilit Pavell, kam 1933 als Zionistin nach Palästina. Bemerkenswert ist, dass sie zunächst begann, Lyrik in englischer Sprache zu schreiben und erst später, seit 1970 auf deutsch.
Ausgelöst wurde ihr Schreiben in deutscher Sprache durch eine Reise nach Deutschland: Ausgesetzt der Erinnerung an Vergangenes schrieb sie hier ihr erstes deutschsprachiges Gedicht mit dem bezeichnenden Titel „Vergessene Kindheit“. Das Schreiben versteht Lilit Pavell als Akt des Widerstandes gegen „Vergänglichkeit“ und „Vergeblichkeit“. / Armin A. WALLAS s. A.: „Das Gestern liegt in Scherben“. Eine Visite bei Israels deutschsprachigen Autoren. In: David. Jüdische Kulturzeitschrift
/ Dezember 2003
Kategorie: Deutsch, IsraelSchlagworte: Armin A. Wallas, Lilit Pavell
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