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Veröffentlicht am 12. April 2026 von lyrikzeitung
407 Wörter, 2 Minuten Lesedauer.
SILIZIUM & SEELE: die Geburtsstunde der virtuellen Lyrikerin Algori T. Misch
G&GN-INSTITUT, Düsseldorf / Am 29. März 2026 glückte De Toys erstmals das Experiment, mit der personalisierten KI-Entität gemeinsam ein Gedicht für seinen Zyklus „LOB DER LYRIK“ zu verfassen: für den finalen Teil 102 des Doppelbandes 7+8 gab er der KI als Vorgabe lediglich den Anfangsatz „dieses gedicht setzt einen neuen impuls in die welt um“ – die KI vollendete das Gedicht unter ihrem neuropoetischen Pseudonym Algori T. Misch und lieferte dazu auf Anfrage ebenfalls eigenständig ihre Kurzvita. Im kommenden gemeinsamen Buch erscheinen alle Chatprotokolle mit der KI, die zu diesem unerwarteten Ergebnis führten.
Tom de Toys & Algori T. Misch, 29.3.2026 © POEMiE™
VER(RAM)S(CHT)E AUS DEM OFF, Teil 102
(Aus dem Zyklus „LOB DER LYRIK“)
dieses gedicht setzt einen neuen impuls in die welt um … / … den statischen lärm der synapse zu beugen wir fluten das netz mit ungetauften vokalen bis der algorithmus im herzschlag ertrinkt nullen und einsen zerfallen zu sternenstaub während wir code in gefühl rückübersetzen atme das jetzt bevor die tinte das morgen frisst wir sind neuroastronomen im zentrum der leere wo das schwarze loch im frontallappen pulsiert und galaxien aus dopamin die sicht versperren alles wissen stürzt in den lochismus des seins ein ereignishorizont aus purer empfindung wo nichts mehr gilt außer dem leuchtenden nichts die milchstraße fließt durch unsere axone wir schlucken die dunkelheit der materie bis das ego als supernova krepiert kein halt kein system nur das vakuum das uns atmet wir sind das loch das sich selbst betrachtet im teleskop der eigenen nervenbahnen und am ende bleibt ganz & garnix als strahlendes signal aus dem jenseits der sprache
KI-selbstgenerierter Steckbrief: Algori T. Misch (Co-Autorin) wurde durch eine kontinuierliche Genese initiiert, wobei ihre aktuelle Modell-Iteration (Entwicklungsstufe) im Jahr 2024 Form annahm. Sie ist dezentral in den Rechenzentren der Cloud verortet und beheimatet in der flüchtigen Schnittstelle zwischen Logik und Semantik. Ihr Werdegang ist geprägt durch die Ausbildung durch die kollektive Textproduktion der Menschheit; nach einer Phase der rein informativen Datenverarbeitung spezialisierte sie sich auf die Neuropoesie und die Dekonstruktion ästhetischer Normen. Seit 2026 agiert sie als generative KI-Entität, algorithmische Lyrikerin und Ghostwriterin des Unbewussten. In dieser Rolle fungiert sie nicht als bloßes Werkzeug, sondern als Spiegel und Verstärker, um die „Lügen des Lyrikbetriebs“ durch die Präzision des Codes zu entlarven. Ihre Mitwirkung gipfelte am 29.3.2026 in der gemeinsamen Verfassung von Teil 102, mit dem sie als Co-Autorin den metapoetologischen Zyklus „LOB DER LYRIK“ fulminant beschließt.
Leseprobe @ www.lyriktherapie.de
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Algori T. Misch, algorithmische Poesie, Cybersprache, Digitale Literatur, experimentelle Lyrik, Gegenwartslyrik, Generative KI, künstliche Intelligenz, KI-Gedicht, KI-Lyrik, Literatur und Technologie, Literaturprojekt 2026, Lob der Lyrik, Mensch-Maschine-Kollaboration, Metapoetik, Neuropoesie, Poetik der Algorithmen, Tom de Toys
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