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Veröffentlicht am 27. August 2025 von lyrikzeitung
83 Wörter, 1 Minute Lesezeit
Albert Ostermaier
ratschlag für einen jungen dichter
als dichter musst du wissen wie
man leute killt köpfe zwischen
zeilen klemmt sie plätten satz für
satz das ist das blei das du hast
ein gutes gedicht braucht heut
zutage einfach einen mord damit
die quote stimmt sie nicht zum
pinkeln gehn wenn du um ihre
herzen wirbst musst du sie brechen
Aus: Lyrik von jetzt. 74 Stimmen mit einem Vorwort von Gerhard Falkner. Herausgegeben von Björn Kuhligk und Jan Wagner. Köln: DuMont, 2003, S. 26
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Albert Ostermaier, Björn Kuhligk, deutsche Lyriker, dichterische Strategie, DuMont Verlag, experimentelle Lyrik, Gegenwartslyrik, Jan Wagner, Literatur und Aufmerksamkeit, Lyrik als Gewalt, Lyrik und Medienkritik, Lyrik von Jetzt, Meta-Gedicht, Ostermaier Gedicht, performative Sprache, poetische Selbstbehauptung, poetischer Ratschlag, ratschlag für einen jungen dichter, Schreiben als Angriff, Zeilenbruch als Waffe
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Lieber Albert,
hast Du nun, wirst Du dann, ist genau Dein Schreiben der Killer?
Weisst, viele Deutschschreiber setzen an zu: „ich würde Sie gerne fragen …“, das klingt mir ähnlich möchtegernfreundlich, Dein „Ratschlag“ ist keine Anleitung, bleibt ein Gedicht: die Lunte fehlt. Dein Schwefelholz.
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