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Veröffentlicht am 10. Mai 2024 von lyrikzeitung
Heute vor 30 Jahren starb der niederländische Dichter und Künstler Lucebert (* 15. September 1924 in Amsterdam; † 10. Mai 1994 in Alkmaar), der Mitglied der Künstlergruppe COBRA war. Im September kann man seinen 100. Geburtstag begehen. Wir üben schon mal.
mond
großes blankes gesicht sonniger wind
ich sehe der erschreckten sterne herzen
aufgehen untergehen und auch
die allzeit brennend küssende
marmorfrucht deines mundes dazwischen
Aus dem Niederländischen von Rosemarie Still, aus: Lucebert: Die Silbenuhr. Ausgewählte Gedichte und Zeichnungen. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1981, S. 32.
Kategorie: Niederlande, NiederländischSchlagworte: Lucebert, Rosemarie Still
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Das Original lautet:
„Groot blank gezicht zonnige wind
ik zie van de verschrikte sterren de harten
opgaan en ondergaan en ook
de altoos brandend kussende
marmeren vrucht van je mond daartussen“
Ist bereits das dritte mal, dass ich es heute als Kommentar einsende. Das schönste Wort ist „altoos“, was Wiederholung angibt, etwas das in „allzeit“ nicht zum Vorschein kommt. Wiederholt küssen ist mir lieber als allzeit küssen.
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In Venlo gab (oder gibt es vllt noch) ein schönes Stück Lyrik im öffentlichen Raum: eine kreisrunde Baumeinfassung aus Beton, darauf und drumherum angebracht das Lucebert-Gedicht
Uiterst klein rond deel
dat rond
deel deel
dat rond
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