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Veröffentlicht am 14. Dezember 2017 von lyrikzeitung
Regina Ullmann (14. Dezember 1884 St. Gallen, Schweiz – 6. Januar 1961 Ebersberg, Oberbayern)
Erwachen
Ich lag in dir noch unverzweigt,
Du tiefer Felsen einer Nacht;
So kalt wie Stein und trostesarm.
Da fühlt ich plötzlich, wie der Tag
Sich an dem Sein im Licht verfing
Und liebewarm und flammenhaft
Sich an die kleinsten Dinge hing.
Da war ich wach.
Doch war mir noch ein Silberklang,
Der sich an einem Zimbal schlug,
Erhörbar,
Und meines Engels Morgengang.
Aus: Regina Ullmann: Gedichte. Leipzig: Insel, 1919
Hier ein Faksimile einer wohl um 1950 entstandenen eigenhändigen Abschrift
Ausgabe: Gesammelte Werke. 2 Bände, zusammengestellt von Regina Ullmann und Ellen Delp. Einsiedeln/Zürich: Benziger, 1960. – Neu hrsg. v. Friedhelm Kemp: Erzählungen, Prosastücke, Gedichte. 2 Bände, zusammengestellt von Regina Ullmann und Ellen Delp. München: Kösel, 1978
Link: Peter von Matt: Zu Regina Ullmanns Gedicht „Alles ist sein…“ Planet Lyrik
Kategorie: Österreich, Deutsch, SchweizSchlagworte: L&Poe-Anthologie, Regina Ullmann
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