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Veröffentlicht am 15. Juli 2016 von lyrikzeitung
Ein Band mit den Versen des Briten [Andrew Duncan] soll im Herbst im dritten Programm von Brüterich Press erscheinen – so heißt Stolterfohts 2015 gegründeter Verlag. Der eigenwillige Name stammt aus einem seiner ersten Gedichtbände. Zur Poetologie des Lyrikers gehört es, sich von anderen Wissensgebieten und Fachsprachen inspirieren zu lassen.
Er sammelt deshalb Wörter, die ihm im Alltag begegnen, zur späteren Verwendung in Gedichten – Wörter wie Sprödian, Wagenblas, Brüterich, Stoffregen. „Hinten auf den Nummernschildern stehen doch die Autohäuser – und wenn da was Schönes dabei ist, schreibe ich es in mein Notizbuch“, sagt er. Wagenblast – so heißt zum Beispiel ein Autohaus in der Nähe von Schwäbisch Gmünd. Zum einprägsamen Verlagsnamen passt der eigenwillige Slogan, mit dem Ulf Stolterfoht augenzwinkernd für sein Programm wirbt: „Schwierige Lyrik zu einem sehr hohen Preis“. Als Dichter weiß er natürlich nur allzu gut, dass Lyrik gemeinhin als kompliziert und schwer zugänglich gilt. Für ihn selbst, sagt er, gebe es allerdings keine schwierige Lyrik. Andererseits wundert er sich, wenn es immer wieder heißt, Goethe-Gedichte seien einfach. „Ich glaube nicht, dass das stimmt.“ Die schön gestalteten Bände der Brüterich Press, die ganz auf werbende Texte verzichten, kosten 20 Euro pro Band. / Holger Heimann, Stuttgarter Nachrichten 13.5.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Andrew Duncan, Holger Heimann, Johann Wolfgang Goethe, Ulf Stolterfoht
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Wörter sammeln ist ein tolles Hobby. Vorallem die Wörter die man nicht alltäglich braucht 🙂
Liebe Grüße
Sabrina
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