Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 5. Juni 2016 von lyrikzeitung
STANDARD: Jandls Gedicht „wien: heldenplatz“ ist eines seiner berühmtesten. Zugleich ist es sprachlich sehr vielschichtig – also nicht gerade einfach zu verstehen.
Siblewski: Also es ist ein ungeheuer komplexes Gedicht. Und zwar weil es tatsächlich versucht, eine biografische Situation in dichterisch adäquate Form zu bringen. Als Hitler auf dem Heldenplatz gesprochen hat, befand sich der junge Ernst Jandl in der Menge. Und er hat versucht, sprachlich dieser Situation – und zwar seinen inneren Gefühlen als auch der hysterisierten Masse, als auch der Rede, die da von oben herunterdonnerte – gerecht zu werden. Das ist ihm aus meiner Sicht meisterlich gelungen. Ich glaube, das ist eines der ganz großen Gedichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dieses Gedicht wird bleiben und belegt für mich den unangefochtenen Rang dieses Autors. / Andreas Puff-Trojan, Der Standard
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Andreas Puff-Trojan, Ernst Jandl, Klaus Siblewski
Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..
| Volker Schiebel bei Ein Gulaghäftling besingt die… | |
| Lyrifant bei Fern von Madagaskar | |
| Lyrifant bei das & das | |
| ranranshi bei Heimliche Liebe | |
| Malte Krutzsch bei Heimliche Liebe | |
| ranranshi bei Lauter Bschiss | |
| Félin Murr bei Im Wald | |
| dazzling95a12c325d bei Der ordentliche Mensch la… | |
| Gabriele Schreib M A bei Leute! nehmt Abschied! |
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Besten Dank für dieses Hörerlebnis! Das Gedicht ist grandios, mehr kann und brauch ich dazu nicht sagen!
LikeLike