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Veröffentlicht am 19. Mai 2016 von lyrikzeitung
Macfarlane und seine über die Erde verstreuten Wanderfreunde sind alle wie dieser Raja Shehadeh. Sie wissen: Man braucht nicht an exotische Orte zu reisen, um berückende Geschehnisse zu entdecken, man findet die Welt vor der Haustür.
Eine ähnliche Auffassung greift auch hierzulande allmählich um sich. So bei der Lyrikerin Sabine Scho, die kürzlich einige Gedichte über das Naturkundemuseum in ihrer Heimatstadt Berlin, genauer: über dort zu sehende Präparate veröffentlicht hat. Eines ihrer mit allen Wassern der künstlerischen Moderne gewaschenen Poeme widmet Scho dem Hammerhai: „what is it like / to be a snarky crackpot / sensationally sick / 360 Grad im Blick / pausenlos pendeln / lorenzinische ampullen / melden impulse, sammeln / elektrische stimuli durch / poren im hammerkopf“. / MICHAEL GIRKE, der Freitag
Alte Wege. Robert Macfarlane , Judith Schalansky (Hg.) Andreas Jandl, Frank Sievers (Übers.), Matthes & Seitz 2016, 400 S., 34 Euro
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Judith Schalansky, Michael Girke, Robert Macfarlane, Sabine Scho
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