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Veröffentlicht am 12. November 2012 von lyrikzeitung
Jürgen Trittin meinte heute, Salafisten seien keine Islamisten. Hoffentlich täuscht er sich nicht. Vielleicht bekommt ers noch mal (als Minister?) damit zu tun:
Der islamistische Prediger Jussef al-Badri, Angestellter des Ministeriums für Islamische Stiftungen, hatte jüngst einen früheren Vorschlag der fundamentalistischen Salafisten aufgewärmt und erklärt, die Zerstörung antiker Statuen sei religiöse Pflicht. Auch der Prophet habe Statuen um die Kaaba in Mekka zerstört, die Figuren aus der Pharaonenzeit förderten die Rückkehr zum Götzendienst. Antikenminister Mahfus Abdel Rahman entgegnete daraufhin, er akzeptiere nur eine Fatwa, also eine religiöse Anweisung, von der Al-Ashar-Moschee. Der Schriftsteller Gamal al-Ghitani, einer der bekanntesten Literaten des Landes, nannte den Vorschlag ‚beängstigend‘, aber erwartbar, schließlich regiere die islamistische Muslimbruderschaft, der auch Präsident Mohammed Mursi entstammt. / Süddeutsche Zeitung 3.11. S. 14.
Kategorie: ÄgyptenSchlagworte: Gamal al-Ghitani, Ists auch nicht Lyrik, Jürgen Trittin, Jussef al-Badri, Mahfus Abdel Rahman
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