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Veröffentlicht am 2. August 2010 von lyrikzeitung
Argentinien wird Gastland der Frankfurter Buchmesse.Die FAZ berichtet über die Literaturlandschaft des Landes, das neben Spanien führendes Buchland der spanischsprachigen Welt ist:
Es sind meist Einzelkämpfer oder kleine Gruppen von Gleichgesinnten, die die erstaunlichsten editorischen Leistungen vollbringen. In Rosario, der drittgrößten Stadt Argentiniens, hat der Germanist, Poet und Übersetzer Héctor Piccoli Gedichte aus allen Epochen der deutschen Literatur ins Spanische übertragen, angefangen beim Minnesang, mit deutlichen Schwerpunkten auf den Barockdichtern und der Zeit der Wende vom neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert. Kürzlich erst hat er einen zweisprachigen Band mit Gedichten des nach Buenos Aires ausgewanderten deutschen Dichters Paul Zech (1881 bis 1946) vorgelegt.
Eine Pionierleistung vollbrachte Piccoli mit der Herausgabe einer revidierten Fassung der spanischen Übersetzung von Sigmund Freuds Gesamtwerk als digitaler Ausgabe auf CD (“Freud total 2.0“). Später folgten der „Cherubinische Wandersmann“ von Angelus Silesius und das OEuvre der spanischen Barockdichter Cervantes und Góngora als digitale Ausgaben auf CD, die man zum Teil auch über das Internet herunterladen kann. Für die mit einer Fülle von Kommentaren, Daten und Illustrationen ausgestattete CD mit dem Gesamtwerk der mexikanischen Barockdichterin Sor Juana Inés de la Cruz erhielt der in Rosario ansässige kleine Verlag Nueva Hélade, der inzwischen auch E-Books produziert, einen Preis von Microsoft und der Complutense-Universität in Madrid.
Kategorie: Argentinien, Deutsch, Deutschland, Mexiko, Spanien, SpanischSchlagworte: Angelus Silesius, Héctor Piccoli, Luis de Góngora, Miguel de Cervantes Saavedra, Paul Zech, Sigmund Freud, Sor Juana Inés de la Cruz
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