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Veröffentlicht am 22. März 2010 von lyrikzeitung
Gewiss mag es für Sechstklässer sinnvoll sein, Vokabeln mit bunten Legekärtchen zu wiederholen. Ob es aber wirklich dazu dient, dass Achtklässer „mit Lust und Laune lesen“, wenn sie Heines Loreleylied rückwärts buchstabieren? Und wer bekommt schon ein Gefühl für Goethes Gedichte, wenn er sie lediglich peinlich genau nach Metaphern absucht? Man muss sich fragen, ob ein Lehrer, der sich für solche Materialien interessiert, selbst noch einen Bezug für die Inhalte hat oder nur danach geht, ob er die Arbeit der Schüler mit „richtig“ oder „falsch“ bewerten kann. / Von Margita Feldrapp, Die Welt 21.3.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Heinrich Heine, Johann Wolfgang Goethe, Margita Feldrapp, Schule
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