Archiv 2001 April a

The complete list

of 100 Favourite Irish Poems, as chosen by readers of the „I rish Times „, 3.4.01

The Guardian newspaper

has launched a poetry competition for mobile phone users.

The submitted poems have to be written as a text message and sent in via a mobile phone for adjudication.

The winning entry will receive £1,000 as a prize.

The text message format puts a limit of 160 characters on the poem, which the organisers hope will test the ingenuity and creativity of the poets.

The submitted poem can be in plain English or in the shorthand English favoured by many text message enthusiasts.

Guardian journalist Victor Keegan told BBC News Online: „A text message poem gives you total freedom.

„There is a lot of scope for the poets.“

Writing in the Online section of the Guardian, he said: „It is the first competition of its kind with a special interactive feature.“

The final short list of seven poems will be sent to all participants via their mobile phones to acts as judges.

Mr Keegan added: „This is a new literary form and it must be left to define its own parameters.

„In this competition the medium really is the message. / Victor Keegan, Guardian (found at BBC News, Thursday, 29 March, 2001, 11:13 GMT 12:13 UK)

Der Lyriker Bei Dao

zählt zu den großen Autoren Chinas. In seiner Heimat kennt man von ihm jedoch nur Texte bis 1989. Die Ereignisse auf dem «Platz des Himmlischen Friedens» hat Dao in Berlin vor dem Fernseher verfolgt. Seitdem lebt er im Exil.

Pause

Schließlich bist du angekommen
in einem Sonntag, da die Wolken anlegen
Eine Pause wie die Unwahrheiten
Vorsicht, jemand liegt auf der Lauer
Die Pause spielt die Klaviatur
Tag und Nacht
spielt morgen
Die Verkettung des Glücks
Die Toten haben ihre Schatten abgeworfen
und halten den Himmel verschlossen

/ Netzeitung 31.3.01

Lines to live by

The Duchess of York revealed this weekend that she always carries a copy of Rudyard Kipling ’s poem If with her, and is a firm believer in its ‚philosophy‘. But what, exactly, is its philosophy? And, while we’re about it, what are people who declare their love for Rupert Brooke’s The Soldier trying to tell us? Emma Brockes reads between the lines / Tuesday March 27, 2001 The Guardian

Der Ratinger Hof –

kein Nobelhotel, sondern eine Punk-Kneipe in Düsseldorf – erscheint in Kling-typischer Manier als Schauplatz und mehr noch als Klang- und Echoraum parodistischer Wortspielereien, zwischen «leber-» und «laberschäden», «yachtinstinkt», «blickfick» und «barbieverpuppung», deren Dynamik der Interpret als elaboriertes Beispiel einer «Pathetisierungs- und Gefühlserregungskunst» beschreibt. Scharf grenzt Kinder die Literatur von Franzobel, Beyer, Grünbein, Kling und einigen anderen gegen die «operative Gebrauchslyrik» der Vorgängergeneration ab: «Weg von der Ideologiekritik und hin zur komplexen sprachlichen Inszenierung» gehe der Trend bei den Neueren, während in der Prosa zurzeit «der Exorzismus des Experimentellen» vorherrsche.

Heinz Ludwig Arnold (Hg.): Thomas Kling. Text + Kritik, Band 147, München 2000. 122 S., Fr. 26.-. / NZZ 31.3.01

Beyers umfangreiche Auswahl

stellt einen stillen großen Dichter vor, doch Stille, so schreibt Hofmann einmal, kann eine Einladung sein, sie zu stören. Das hat Beyer leider nicht oder nur selten wahrgenommen oder eben in einer sehr deutschen Weise, indem er der leisen untergründigen Anarchie von Hofmanns Zeilen eine Ordnung einzieht, die dem Satzbau des Deutschen sehr vertraut und ohne Not den ebenmäßigen Stil Hofmanns in Aufzählungen zergliedert. In dem Titelgedicht des Bandes „Feineinstellungen“ schreibt Hofmann von der Unruhe, die in der Ruhe liegt, die er zum Schreiben und zum Übersetzen braucht, und von einem Zittern, das nur dann hochkommt, „where I blurt in German, dissatisfied and unproficient“, was Beyer übersetzt mit „wo ich auf Deutsch radebreche, ein unzufriedener Stümper“. Von dem Druck, den das Deutsche auf Hofmann – als Übersetzer, aber eben auch als Sohn des deutsch schreibenden Vaters Gert Hofmann – ausübt, ist hier nicht mehr viel zu spüren, von dem Druck, der ihn die Worte nur wie zusammenhanglos hervorstoßen lässt, und der sich in weiteren ähnlichen Ausdrücken durch das ganze Gedicht zieht.

Michael Hofmann: Feineinstellungen. Gedichte. Zweisprachig. Aus dem Englischen von Marcel Beyer. DuMont Buchverlag, Köln 2001, 220 Seiten, 39,80 DM. / FR Spezial Literatur 21.3.01

Gedicht sei Gedicht,

haben Sie bisher immer gedacht. Und Schach sei Schach. Aber unter dem Blick des Basler Mathematikers François Fricker, der uns die folgende, sagen wir: Betrachtung hat zukommen lassen (die, so Fricker, viel den Papieren eines Dr. phil. Jeremias Mueller verdanke), geben die Buchstaben plötzlich als verkleidete Zahlen sich zu erkennen und was eben noch ein Konzert reiner, sinnfreier Laute schien, erweist sich als – Endspielstudie. Morgenstern als Vorläufer Becketts? / Basler Zeitung 31.3.01

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