Blumenpark in memoriam García Lorca

Der spanische Dichter Federico Garcia Lorca erhält 65 Jahre nach seiner Ermordung durch die Faschisten eine neue Gedenkstätte in seiner Heimat Andalusien. Die Regionalregierung in Granada kaufte nach Presseberichten vom Wochenende ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück im Viznar-Tal, wo das Massengrab vermutet wird, in dem Lorca und bis zu 3000 weitere Bürgerkriegsopfer verscharrt wurden. Im Gedenken an die Toten soll in dem Gebiet nun ein Park mit Blumen und Sitzbänken entstehen. Damit wurde verhindert, daß dort eine Wohnsiedlung gebaut wird, berichtete „El Pais“. Der Lyriker („Zigeuner-Romanzen“) und Dramatiker („Bernarda Albas Haus“, „Bluthochzeit“) wurde am 18. August 1936 buchstäblich hingerichtet. Die Mühle La Colonia, in der er als Gefangener die letzte Nacht verbrachte, befand sich ebenfalls auf dem nun geschützten Grundstück. Gegen Lorca gingen die Falangisten mit besonderer Brutalität vor. Als er mit zerschmettertem Schädel tot in dem Massengrab lag, bespuckten und beschimpften sie ihn als „schwulen Roten“. © Die Presse | Wien 12.02.01

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