About.com: poetry von Bob Holman & Margery Snyder, “ your Guide to Poetry“, begann den grausamsten Lyrikmonat mit einer täglichen Portion Robert Frost:
Robert Frost is one of the most beloved and most often quoted of American poets, and Friday, March 26 marked the 126th anniversary of his birth–Happy Birthday, Mr. Frost!
Heute schickten sie das längste und das kürzeste Gedicht aus ihrer Frostsammlung. Aus dem längsten, “The Death of the Hired Man”, ein Zitat: “Home is the place where, when you have to go there, / They have to take you in….”
Als die DDR 1976 den Liedermacher Wolf Biermann während eines Konzerts in Köln ausbürgerte (wozu sie ihn eigens deshalb vorher rausgelassen hatte), war davon die Rede, daß er ja aus Hamburg in die DDR gekommen war. Er hatte sich nicht bewährt und die DDR entzog ihm „das Recht auf weiteren Aufenthalt“ und schickte ihn in seine „Heimat“ zurück. Daraufhin warnte der gebürtige Sachse Stefan Heym, das Ausbürgern könne sich einbürgern. Bald erschien (was steht im ND?) ein Kommentar, in dem „der amerikanische Staatsbürger“ Heym kritisiert wurde. Die Nachtigall trapste. (Heym, als Jude vor Hitler geflohen, kam in amerikanischer Uniform nach Deutschland zurück. Deutschland Deutschland: Saarländer droht Sachsen mit Abschiebung nach Amerika!)
Andere können das auch. Wurden nicht in Deutschland geborene „Ausländer“ in die Türkei abgeschoben oder so. – Vorige Woche traf ich einen Berliner, in Antalya/ Türkei, den die Behörden seiner „Heimat“ bei einem Besuch im „Mutterland“, wie man dort sagt, für 18 Monate zur türkischen Armee einzogen. „They have to take you in“ – taten sie ja auch.
Jetzt höre ich aus den USA, daß der Friedensnobelpreisträger einen amerikanischen Staatsbürger zur Tötung freigegeben hat, auch ohne Gerichtsurteil:
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass US-Präsident Barack Obama den radikalen Islamisten-Prediger Anwar al-Awlaki auf die CIA-Liste mit den am meisten gesuchten Extremisten gesetzt hat. Das bedeutet, dass Obama die Festnahme oder die Tötung al-Awlakis, der einen US-amerikanischen Pass hat, zum Ziel hat.
“Home is the place where, when you have to go there, / They have to take you in….” Denkste!
Es kommt viel Neues und Spannendes aus dem Osten und Südosten des vereinigten Europa. Aus Rumänien ist es z.B. eine Literatur zwischen Lyrik und Prosa. Quasiliteratur wird sie in Rumänien genannt. Ihre Anhänger «gehen davon aus, dass die Welt simultan durch alle unsere Sinne wahrgenommen wird, die umgebende Realität wird gleichzeitig gesehen, gehört, gerochen, gekostet, angetastet. Der Schriftsteller wechselt auch seine Stimmungen immer wieder nach seinen Wahrnehmungen, und seine Empfindungen befinden sich in einem ständigen Wandel. … Also weg mit den Barrieren zwischen Genren und Gattungen. Ein Buch ist ein Mensch, ein Buch ist die Welt, deshalb muss es ‹alles in einem› sein: Poesie, Erzählung, Essay, Theater – ein permanenter Wechsel von Stimmen und Gattungen.» / kultiversum.de
stan lafleur, mittelbadisch-rheinischer Dichter mit Wohnsitz in Köln, hat ein
Jahr lang an verschiedenen Punkten der Welt seinen Kopf in den Nacken gelegt, um
in den Himmel zu blicken. Herausgekommen sind dabei Gedichte über zahlreiche,
letztlich durchaus irdische Phänomene wie Gott, Banken, Autounfälle und die irren
Farben der 1970er Jahre. lafleurs Gedichte schweben zwischen Räumen und Zeiten,
und an großzügigen Tagen gab der Himmel gar rare Blickfluchten Richtung Kosmos frei.
Heute in Gregor Koalls Lyrikmail: ersatztorwart
„Was steht im ND?“ (Wolf Biermann). Na: Lyrikkritik. Wie diese:
Kreisler zitiert Max Beerbom: »Wenn man ein Schaf auf zwei Beine stellt, ist es deswegen kein Mensch. Aber wenn man eine ganze Schafherde auf zwei Beine stellt, ist es ein Publikum.« Das laute Lachen im Leipziger Centraltheater quittierte Georg Kreisler mit dem Satz: »Das ist nicht nur komisch, sondern auch richtig.« Und weiter: »Das Publikum ist grausam, fast so grausam wie ein Literaturkritiker, wobei ein Publikum, im Gegensatz zum Kritiker, intelligent ist.«
Der Autor, Komponist und Satiriker hat seinen ersten Band ausschließlich mit Lyrik vorgelegt, stellte diesen zur Leipziger Buchmesse vor. »Zufällig in San Francicso – unbeabsichtigte Gedichte« heißt das Buch, das jüngst im Berliner Verbrecher Verlag erschienen ist. / Jörg Meyer, ND 7.4.
Georg Kreisler: Zufällig in San Francisco – unbeabsichtigte Gedichte. Verbrecher Verlag, 128 S., geb., 19 €.
Nicht 5.000 wie der Koeppen-, nicht 10.000 wie der Huchel- oder 15.000 wie der Ringelnatzpreis, auch nicht 30.000 wie der Malkowskipreis (alles in Euro und ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl an schwäbisch-badische oder pommersche Preisstifter!): $75,000 beträgt der bedeutendste kanadische Lyrikpreis, der Griffin Poetry Prize. Der privat gestiftete (nach dem Stifter Scott Griffin benannte) Preis wurde aus Anlaß seines 10. Jahrestages von zuvor $50,000 auf diese Summe erhöht. Er wird gleich zweimal verliehen, gleichhoch an kanadische und internationale Dichter. Erstmals werden in diesem Jahr darüber hinaus alle Finalisten mit $10,000 bedacht. „Wir wollten den Dichtern und der internationalen Welt sagen, daß dieser Preis und die Lyrik sehr wichtig sind“, sagte der Stifter.
Auf der Shortlist für den kanadischen Preis steht die – im Januar verstorbene – Dichterin P.K. Page mit dem Band Coal and Roses, einer Sammlung von Glossen (Gedichten, die aus einer Zeile eines fremden Gedichts ein neues aufbauen) neben Kate Hall (The Certainty Dream) und Karen Solie (Pigeon). Die shortlist für den besten internationalen Gedichtband (in englischer Sprache, übersetzte Titel eingeschlossen):
Alle Autoren werden in der Koerner Hall in Toronto am 2. Juni, am Vorabend der Preisverleihung, lesen.
Diese shortlist wurde aus 500 nominierten Büchern ausgewählt. / cbcnews 6.4.
(Woche der türkischen Poesie)
Die Plattform lyrikline entält bislang je 10 Gedichte von 10 türkischen Lyrikern auf Türkisch, Deutsch und teilweise anderen Sprachen (Englisch, Französisch u.a.), jeweils mit Text und Audiofile. Weitere Übersetzungen von Manfred Peter Hein, Uwe Kolbe und Ulrike Almut Sandig sind in Vorbereitung. Bisher:
Deutsche Sammlungen moderner Weltlyrik enthalten bisher nur sehr vereinzelt türkische Autoren. Enzensbergers „Museum der modernen Poesie“ (1960) bringt Nazım Hikmet (in Übersetzungen aus der DDR). Der „Atlas der neuen Poesie“ von Joachim Sartorius (1995) hat Fazıl Hüsnü Dağlarca, ebenso Harald Hartungs Sammlung „Luftfracht“ von 1991.
Die natürlich unvollständige Liste zeigt erst recht, was wir an Projekten wie lyrikline haben. Ebenso, daß wir von der Anwesenheit von 2 Millionen türkischen Mitbewohnern noch nicht soviel profitiert haben, was die Lyrik betrifft. Das Internet bringt noch dies und das, aber auch nicht immer rundum zufriedenstellend. Kleine Probe:
Sie weiß wirklich nicht, etwas über türkische Poesie, wenn Sie haben Nazim Hikmet nicht gehört, der noch. (hier)
Die Deutschen standen wirklich schon mal besser da:
für Berlinnahe:
Mittwoch, 07.04.2010, 21.00
Club der Polnischen Versager
/// Ackerstrasse 170 /// Berlin-Mitte /// www.polnischeversager.de
česky film: tschechische Filme, immer am 1. Mittwoch des Monats
Diesmal: der Kult-Film ‚K o u r‘ (“ R a u c h „), CSSR , 1990, in Originallfassung mit englischen Untertiteln
Rauch, mit dem Untertitel „Rythmical des totalitaeren Zeitalters“ ist der erste Abendfilm des Regisseurs Tomaš Vorel und ein Kultfilm. Die Achse der Geschichte stammt aus einem studentischen Film „Ing.“ aus dem Jahre 1985. Die Geschichte schidert den Kampf des dunklen Totalitarismus und der jungen fortschrittlichen Generation. Viele Lieder mit bis dadaistischen Texten und Dialoge in Versen erleichtern das Thema, manche Szenen sind durch Minimalsmus oder Expresionismus stark beeinflusst. Es handelt sich um eine poetische Geschichte mit eigenem Humor, der auf dem Wechsel der Hyperbole und Ironie mit ernsten Szenen basiert.
Wegen seines schwarzen Humors und bitterböser Songs wie dem „Tauben vergiften“ ist Kreisler seit Jahren bekannt. Anfang Juni erhält Georg Kreisler den Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. ORF
Es begann als ich 13 war. In der Schule schrieb ich Science-Fiction-Geschichten. Später habe ich viele Gedichte verfasst – die waren aber oft unverständlich und voll von Metaphern. Ich habe verschiedene Stile ausprobiert. Es war wie ein Spiel. / Der bosnische Journalist und Autor Faruk Šehić im Gespräch mit Cicero
Free Column Restores Poetry’s Place in Newspapers
CHICAGO — The Poetry Foundation is pleased to announce the fifth anniversary of American Life in Poetry, the weekly newspaper column featuring a poem selected and briefly introduced by former U.S. Poet Laureate Ted Kooser. Running regularly in newspapers across the country, from the Post Tribune (Gary, IN) to the St. Petersburg (FL) Times, as well as on the web, American Life in Poetry reaches more than three million readers.
Over the last five years the column has featured more than 240 poets, including Pulitzer Prize winner Lisel Mueller, Cave Canem co-founder Cornelius Eady, various poets representing large and small regions of the country, and several young poets from public school writing programs. The column not only promotes contemporary poetry to a larger audience but also restores poetry’s traditional place in newspapers.
“The age-old tradition of clipping poems from the paper and mailing them to friends, or pasting them in scrapbooks, or posting them on the refrigerator is thriving, and an abundance of our readers have expressed their appreciation for what we give them each week,” said Kooser. “Poetry is definitely alive and well in America.”
American Life in Poetry is available to newspaper editors, free of charge, for carriage in either their print or online editions.
Register to receive American Life in Poetry, and explore the column archive, at www.americanlifeinpoetry.org.
Hartmut Köhler übersetzt Dantes Göttliche Komödie, die größte Fantasy-Geschichte des Mittelalters, in Prosa und kommentiert gelehrt
Mit Dante sollte man es sich nicht zu schwer machen. Natürlich ist die „Göttliche Komödie“ ein gelehrtes Weltgedicht aus Kosmologie, Theologie und dem historischen Wissen von Antike und Mittelalter. Die schwindelerregende Ordnung dieser Überlieferungen wirkt zwingend folgerichtig und unendlich ausdeutbar zugleich. Von einem „Meer des Sinns“ hat jüngst der Romanist Karlheinz Stierle gesprochen. Aber je öfter man solche Qualitäten herausstreicht, umso erfolgreicher wird man neue Leser abschrecken.
Dann gerät ins Hintertreffen, dass hier zunächst eine anschauliche Geschichte erzählt wird, nämlich eine Jenseitsreise, die durch drei präzise gezeichnete Reiche führt: Die Hölle ist eine düster geschluchtete Berglandschaft mit Sandstürmen, Feuerregen und Eisseen; das Fegefeuer ein dagegen fast idyllisch anmutender Ort der Reinigung, mit Hirtengesängen, Frühlingsluft und weiten Ausblicken; das Paradies aber ein gleißender Himmel von Licht und Sternen, Klang und Gesang, der sich im abstrakten Fluten des Gottesbildes auflöst. Wir lesen die größte Fantasy-Geschichte des Mittelalters, bevölkert mit Teufeln, Monstern und Drachen, später von Engeln und Heiligen, vor allem aber den Seelen bedeutender Menschen – eine wahre Odyssee im Weltraum, die spannend bleibt bis zu den letzten Versen, wo dem Dichter die Sprache versagt und Gottes reine Liebe die Sonne und die anderen Sterne kreisen lässt. / Gustav Seibt, SZ 3.4.
DANTE ALIGHIERI: La Commedia. Die Göttliche Komödie. I. Inferno / Hölle. Italienisch / Deutsch. In Prosa übersetzt und kommentiert von Hartmut Köhler. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2010. 562 Seiten, 27,95 Euro.
Namen für neue Produkte zu finden, ist dieses Jahr leicht in Lateinamerika. Sieben Länder feiern 200 Jahre Unabhängigkeit, Bicentenario heißt das Gedenkjahr auf Spanisch. …
Zwar haben die meisten Länder Lateinamerikas in den letzten Jahren politisch viel erreicht, ihre Demokratien gefestigt. Doch hundert Millionen Lateinamerikaner haben wenig davon, sie leben in bitterster Armut. Nirgendwo anders ist der Reichtum so ungerecht verteilt wie zwischen Rio Grande und Feuerland. Eine kleine reiche Oberschicht lebt auf Kosten einer riesigen Unterschicht, und bildet im Prinzip noch immer die Verhältnisse der Kolonialzeit ab.
Der mexikanische Nobelpreisträger Octavio Paz schrieb schon vor mehr als 50 Jahren: „Unser Unabhängigkeitskrieg war nicht nur Selbstverleugnung, er war Selbstbetrug. Der wahre Name unseres Liberalismus ist Autoritarismus. Unsere Modernität war eine Maskerade“. Die jungen Staaten, die aus dem untergegangenen Kolonialreich hervortraten, gaben sich Verfassungen nach Vorbild der nordamerikanischen oder französischen Revolution. Doch das meiste blieb schwülstige Rhetorik, die bis heute stilprägend für Lateinamerika ist und oft das Handeln ersetzt. Auf der Internetseite des mexikanischen Bicentenario heißt es: „In nur 200 Jahren unserer Geschichte haben wir durch heroische Gesten und große Momente viele Anlässe geschaffen, auf die wir stolz sein können. Wir sind Teil dessen, wovon die Initiatoren der Unabhängigkeit träumten.“ / Sebastian Schoepp, SZ 3.4.
Programming includes Poetry magazine, poetry films, iPhone app, multimedia poetry tours, recitation contest, readings, online educational resources, and more
CHICAGO – The Poetry Foundation is pleased to announce an exciting array of literary events and programs in celebration of National Poetry Month, April 2010.
Poetry
For its April issue, Poetry has dispensed with the usual prose section in order to make room for extensive Q&A’s with the poets. Designed to enable readers to have a deeper experience with the poems in the issue, and also to give some insight into the questions that editors ask when considering submissions, the Q&A’s are probing, surprising, sometimes testy, and often funny. Poets featured in the issue include Rae Armantrout, Todd Boss, H.L. Hix, Cathy Park Hong, Devin Johnston, Adam Kirsch, Randall Mann, Spencer Reece Donald Revell, and Robyn Schiff. The Q&A’s are also available online atwww.poetryfoundation.org/poetrymagazine.
Poetry Everywhere
Thirty-two new films debut as part of Poetry Everywhere, a poetry film series produced in association with WGBH Boston and David Grubin Productions. Featuring poets such as Seamus Heaney, Toi Derricotte, Kevin Young, and Marilyn Chin reading their work, the films air intermittently on public television. They are also available online at www.pbs.org/poetry andwww.poetryfoundation.org/poetryeverywhere. The just-released 2010 season of Poetry Everywhere introduces an accompanying iPhone application, available for free in the iTunes App Store, that offers selected videos from the project.
Multimedia Chicago and DC Poetry Tours
Featuring poems thematically related to each city and its unique neighborhoods and cultural landmarks, and showcasing the voices of a range of poets past and present—including Elizabeth Alexander, Thomas Sayers Ellis, and Robert Lowell in DC, and Gwendolyn Brooks, Carl Sandburg, and Stuart Dybek in Chicago—the Chicago and DC Poetry Tours include archival and contemporary recordings of poets and scholars as well as music, art, and photography. The Washington Post described the DC Poetry Tour as “a poetry-themed Acoustiguide, where the streets are your museum and where each picture is accompanied by a poem,” and noted the project’s focus on an “all too often hidden cultural history.” Both tours can be experienced virtually at or downloaded for mp3 players atwww.poetryfoundation.org/poetrytours, free of charge.
Readings
The Poetry Foundation will host several poetry readings in Chicago throughout National Poetry Month. Presented in association with the Art Institute of Chicago, Derek Walcott reads on April 1 in Fullerton Hall. On April 13, Indigo Moor, Roger Bonair-Agard, and Kelly Norman Ellis will read at the Jazz Showcase. Cornelius Eady will read at the Cindy Pritzker Auditorium of the Harold Washington Library Center on April 24.All readings are free and open to the public, with seating on a first-come, first-served basis.
Poetry Out Loud: National Recitation Contest
At the end of the month, 53 high school students will walk onstage to face their peers, armed only with poems they have memorized and made their own. One will walk away with the title of Poetry Out Loud National Champion and a $20,000 award. Poetry Out Loud is a partnership initiative of the Poetry Foundation and the National Endowment for the Arts that encourages the study of great poetry by offering educational materials and a dynamic recitation competition to high schools across the country. The National Finals take place on April 26–27 in Washington, DC. More information is available atwww.poetryoutloud.org.
Harriet Monroe Poetry Institute
The Poetry Foundation recently released the first project of the Harriet Monroe Poetry Institute (HMPI), “Poetry and New Media: A Users’ Guide.” Intended for use by poets and others in the poetry community as a tool to help them rethink their relationship to copyright and fair use and thus to develop permissions practices that allow the greatest possible access to poems while still protecting the rights of creators, the report also includes recommendations intended to help the poetry community use new media for poetry education. The full report is available for free download atwww.poetryfoundation.org/institute.
Poetry Learning Lab
Teachers and students are invited to explore the Poetry Learning Lab, the Poetry Foundation’s recently launched media-rich online poetry experience. Developed with a team of teachers, librarians, and poets to provide an immersive educational experience with poetry, the Lab provides readers of all levels with the opportunity to practice close reading and listening skills and to think broadly and analytically about poetry and poetics. Resources available as part of the project include annotations, reading guides, audio and video recordings, discussion questions, writing ideas, teaching tips, and podcasts.Designed for anyone who wants to learn more about poetry, the Poetry Learning Lab is available atwww.poetryfoundation.org/learninglab.
Blog
The Poetry Foundation’s blog, Harriet, will host over 30 poets, including Brian Turner, Kwame Dawes, Rachel Zucker, and Wanda Coleman, for a month-long conversation about poetry, poetics, and the poetry blogosphere.www.poetryfoundation.org/harriet
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Music lessons, well, maybe 80 out of every 100 of us had them, once, and a few of us went on to play our chosen instruments all our lives. But the rest of us? I still own a set of red John Thompson piano books that haven’t been opened since about 1950. Here Jill Bialosky, who lives in New York City, captures the atmosphere of one of those lessons.
Music Is Time
Music is time, said the violin master.
You can’t miss the stop or you’ll miss the train.
One, two, three, four, one, two, three, four,
one, two, three, four.
She clapped her hands together
as the boy moved the bow across the strings.
One, two, three, four, one, two, three, four,
one, two, three, four, the violin master shouted,
louder and more shrill so that her voice
traveled through the house like a metronome,
guiding him, commanding him to translate the beat,
to trust his own internal rhythm.
Good boy, she said.
See how hard you have to be on yourself?
How will your violin know who you are
unless you make it speak?
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2008 by Jill Bialosky, from her most recent book of poems, Intruder, Alfred A. Knopf, 2008, by permission of Jill Bialosky and the publisher.
Introduction copyright © 2009 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Unter dem Titel „Zu einem Geburtstag / Deine Luft sei nun von Adlern frei“ feiert das Wiener Literaturhaus am 10. April den 80. Geburtstag von Andreas Okopenko, einem bedeutenden Vertreter österreichischer Gegenwartsliteratur.
Der Titel zur Feier ist ein Zitat aus Okopenkos „Streichelchaos“ aus dem Jahr 2004. Okopenko gilt als still und scheu. Seine Werke blieben einer breiten Leserschicht bisher verborgen. Dabei gilt er als heimischer Vorreiter des Hypertexts, der parallel zur Konkreten Poesie und zur Wiener Gruppe eine eigenständige, sprachexperimentelle Literatur schuf. …
Gemeinsam mit H. C. Artmann gründete er die literarische Sektion „der keller“ im Art Club, der wichtigsten Wiener Künstlervereinigung der frühen 50er Jahre. In seiner Zeitschrift „publikationen einer wiener gruppe junger autoren“ schrieben unter anderem Artmann und Friederike Mayröcker. / orf
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