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Veröffentlicht am 9. April 2025 von lyrikzeitung
Ralf Gnosa
Collage CDF
Viel schnee. ein mönchszug. klöster und ruinen.
Viel mond. viel dunkel. schwarz und nebelgrau.
Auch baumruinen. darum grüne au.
Mondauf- und sonnenuntergänge schienen
Nicht hell doch hell genug sodaß dank ihnen
Man etwas sieht. und es teilt unsre schau
Uns abgewandt ein rücken sehr genau
Und manchmal zwei. nur perspektivmaschinen?
Nur schwarz und grau und grün? nein auch goldbraun
Gar rot und violett sind auch zu schaun
Und wasser – blau – und felsformationen.
Dir lebt gestein so wie die pflanzenwelt.
Ein kreuz. ein winzling. schiffe. weites feld.
Und viele abgelebte illusionen.
Aus: Der Horizont ist bloß eine rhetorische Figur. Zeitgenössische Lyrik zu Caspar David Friedrich. Hrsg. Anne Martin und Dirk Uwe Hansen. Leipzig: Reinecke & Voß, 2024, S. 103
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Caspar David Friedrich, Ralf Gnosa
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