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Veröffentlicht am 10. November 2024 von lyrikzeitung
Ein Gedicht von Rosa von Praunheim, das er bei seiner Poetikvorlesung in Leipzig vortrug und kommentierte.
Immer gehe ich zu derselben Frau
Sage guten Tag
Und spucke sie an
Sie spuckt zurück
Und wir gehen froh auseinander
Was sagt uns das?
Das Anspucken ist ja zum ersten eine Beleidigung, eine Missachtung, eine Erniedrigung, die sich hier umwandelt zu einer positiven Handlung. Steckt dahinter eine sexuelle Befriedigung oder ist es ganz einfach ein Trick, den beschwerlichen Alltag besser zu bewältigen.
Aus: Neue Rundschau 2022/1, S. 154
Filmemachen, Gedichteschreiben, Malen und Zeichnen ist für mich wie Eierlegen. Es sprudelt nur so aus mir raus, und heute kann jeder mit dem Handy selbst Filme drehen und auch schneiden, ohne Geld.
Was Mann oder Frau braucht, sind Phantasie und der Wille zur Kunst.
Ebd. S. 160
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Rosa von Praunheim
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