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Ataol Behramoğlu
(* 13. April 1942 in Istanbul)
Wenn ich sterbe sterb ich gegen Abend Wenn ich sterbe sterb ich gegen Abend Pechschwarzer Schnee fällt auf die Stadt Mein Herz verdeckt alle Wege Zwischen meinen Fingern Sehe ich: die Nacht ist gekommen Wenn ich sterbe sterb ich gegen Abend Die Kinder gehen ins Kino Mein Gesicht in einer Blume vergraben Mir ist fast zum Weinen zumute Dahinten fährt ein Zug vorbei Wenn ich sterbe sterb ich gegen Abend Ich möchte meinen Kopf nehmen und losgehen An einem Abend betret ich eine Stadt Zwischen Aprikosenbäumen hindurch Geh ich schau aufs Meer Und seh mir ein Theaterstück an Wenn ich sterbe sterb ich gegen Abend In der Ferne zieht eine Wolke vorüber Eine düstere Kindheitswolke Ein surrealistischer Maler Beginnt die Welt zu verändern Vogelstimmen, Schreie Des Meeres und der Felder Farben fließen ineinander Ich bringe dir ein Gedicht Die Wörter sprudeln aus meinem Traum Die Welt wird in Kapitel aufgeteilt In einem ist der Sonntagmorgen In einem das Himmelsgewölbe In einem das welke Laub In einem ein Mensch Für jedes Ding beginnt alles von Neuem
Aus dem Türkischen von Erika Glassen, aus: Kultgedichte Kült Şiirleri. Herausgegeben von Erika Glassen und Turgay Fişekçi. Vorwort von Erika Glassen. Zürich: Unionsverlag, 2008, S. 84ff
Ben ölürsem akşamüstü ölürüm Ben ölürsem akşamüstü ölürüm Şehre simsiyah bir kar yağar Yollar kalbimle örtülür Parmaklarımın arasından Gecenin geldiğini görürüm Ben ölürsem akşamüstü ölürüm Çocuklar sinemaya gider Yüzümü bir çiçeğe gömüp Ağlamak gibi isterim Derinden bir tren geçer Ben ölürsem akşamüstü ölürüm Alıp başımı gitmek isterim Bir akşam bir kente girerim Kayısı ağaçları arasından Gidip denize bakarım Bir tiyatro seyrederim Ben ölürsen akşamüstü ölürüm Uzaktan bir bulut geçer Karanlık bir çocukluk bulutu Gerçeküstücü bir ressam Dünyayı değiştirmeye başlar Kuş sesleri, haykırışlar Denizin ve kırların Rengi birbirine karışır Sana bir şiir getiririm Sözler rüyamdan fışkırır Dünya bölümlere ayrılır Birinde bir pazar sabahı Birinde bir gökyüzü Birinde sararmış yapraklar Birinde bir adam Her şeye yeniden başlar
so schön. Und zu Teil nie gehört –
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