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Veröffentlicht am 17. Oktober 2023 von lyrikzeitung
Christine Busta
(* 23. April 1915 in Wien; † 3. Dezember 1987 ebenda)
Die Botschaft Manche Vögel sind Späher: Sie hocken auf Wipfeln und Graten oder im Dickicht, gesanglos. Unvertraut sind die Nester ihrer Herkunft, die Flüge unerreichbar, und jäh trifft mitten ins Herz ihr Schrei. Manche Worte sind lautlos, aber immer äugt etwas her nach dir aus der Stille. Eingesehn sind die Wege, alle. Geh nur! Schon witterst du den bergenden Herdrauch. Doch am Rande der Dörfer holt es für immer dich ein.
Aus:
Deutsche Gedichte von 1900 bis zur Gegenwart. Herausgegeben von Fritz Pratz. Zweite erweiterte Neuausgabe. Frankfurt/Main: Fischer, 1987, S. 55.
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Christine Busta
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