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Veröffentlicht am 30. Juli 2023 von lyrikzeitung
L&Poe featuring Versnetze. Heute:
Bertram Reinecke
Alba, Loschwitz Vereinzelt schwimmen Lichter von den Hängen Wie Weinstein der sich setzt in trüben Flaschen Erstorben sind die hektischen und raschen Bewegungen der Stadt, nur Nebel drängen Man ahnt mehr als man sieht, paar Armeslängen Entfernt die Äste anskizziert mit laschen Pinseln, selbst die Vögel sind verwaschen Nur gries getupfte Reste von Gesängen. Ein fremder Àther hat die Stadt gefressen Von drunten wälzt sich stumm der große Fluss Als Nebel hoch und höher unermessen. Hier blieb ich gerne, nicht bloß mit Verdruss Wüsst ich nicht heimlich ebenso indessen Dass solche Pracht auch wieder schwinden muss.
Aus: Versnetze_zehn. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart. Hrsg. Axel Kutsch. Weilerswist: Ralf Liebe, 2017. S. 27
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Bertram Reinecke
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