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Veröffentlicht am 15. August 2022 von lyrikzeitung
Benjamin Neukirch
(* 27. März 1665 in Rydzyna (dt.: Reisen) in Schlesien; † 15. August 1729 in Ansbach)
Als er sie das erste mahl küßte B.N. Ich habe/ Sylvia/ dich einmahl nur geküßt/ Und meynt' ich würde mir mein kranckes hertze laben; O! aber weit gefehlt! ich weiß nicht/ wo es ist/ Und glaub/ es hat sich gar in deinen mund begraben. Dann meine krafft ist hin: Ich fühle nichts als glut/ Und stürbe/ wenn ich nicht aus liebe leben müste. Ach! wann ein eintzig kuß so grosse würckung thut/ Wie solte mir geschehn/ wann ich dich zehnmal küßte?
Quelle:
Herrn von Hoffmannswaldau und anderer Deutschen auserlesener und bißher ungedruckter Gedichte erster Teil, Tübingen 1961, S. 93. (Originalausgabe 1695)
Permalink:
http://www.zeno.org/nid/20005444322
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Benjamin Neukirch
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