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Veröffentlicht am 18. Oktober 2016 von lyrikzeitung
Marcel Reich-Ranicki ließ keine Zweifel aufkommen, dass Biermann den Büchnerpreis auch als Liedermacher verdient habe:
„Seine Kunst wirkt nicht vereinigend, sie spaltet das Publikum. Und die Kritik? Oft bereitet er den Redaktionen Kummer. Wer soll denn darüber schreiben? Der Literaturkritiker will nicht recht, das sei doch etwas für den Musikkritiker; dieser wiederum meint, dessen sollte sich der Kollege annehmen, der für Unterhaltung und Kabarett zuständig sei. Einer schiebt es auf den anderen ab. Weshalb? (. . .) In Biermanns Werk bilden sie eine Einheit – die Musik und die Literatur, die Poesie und die Prosa. Viele seiner Verse haben jenen kräftigen prosaischen Ton, der aus der Werkstatt eines anderen stammt, der ihn auch nicht erfunden, wohl aber bis zur Vollkommenheit entwickelt hat – aus der Werkstatt Bertolt Brechts.“ / Süddeutsche Zeitung
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Bertolt Brecht, Georg-Büchner-Preis, Literaturpreise, Marcel Reich-Ranicki, Wolf Biermann
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genau das ist der unterschied zwischen biermann und dylan. biermann kann nicht nur gitarre spielen, er setzt auch seine differenzierten und reibungsträchtigen kompositionen in bezug zu seinen texten. seine texte und seine musik bewegen sich annähernd auf augenhöhe. dies war bei dylan nie der fall.
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