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Veröffentlicht am 1. Oktober 2016 von lyrikzeitung
Unsere Verhältnisse, unsere deutschen, sie bleiben schrecklich. Ein »wüstes Reich« ist die Gegenwart, wie Braun in »Telephos an Papenfuß« ausführt. Und wie im Vorbeigehen findet er, Goethe paraphrasierend, die Worte, die die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung auf den Punkt bringen: »Willkommen und Abschiebung«.
So sehr Brauns Lyrik solcherart im Hier und Jetzt verankert ist, Brauns Gewährsmänner kommen doch aus der Vergangenheit. In »Inferno IV. Limbus« nennt er sie: »Brecht und Eisler, Cremer, Busch / Und Heise, Bloch sowie sein Schüler Teller / Bahro und Biermann (als er jung gewesen) / Und Fühmann, Dresen«. / Ronald Weber, junge Welt
Volker Braun: Handbuch der Unbehausten. Neue Gedichte. Suhrkamp, Berlin 2016, 109 S., 20 Euro
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Bert Papenfuß, Franz Fühmann, Ronald Weber, Volker Braun, Wolf Biermann
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