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Veröffentlicht am 23. März 2012 von lyrikzeitung
In der Not greift der Mensch zum Gedichtband. Auch der moderne. Wenn er sich verliebt oder einen geliebten Menschen verliert, verschlägt es ihm selbst zu Zeiten von Twitter noch oft die Sprache. Da sind fundiert durchleuchtete und konzis formulierte Gedanken willkommen. Abgesehen von der Notwendigkeit in derlei Extremsituationen fristet die Lyrik bei uns aber nach wie vor ein Nischendasein. / Südwestpresse
Auch ansonsten vermittelt der Artikel den Eindruck, daß im Südwesten die toten Dichter die Regel sind und sonst garnix – „die Zahl der Lyrikverlage schrumpft“ usw. Wie heißt es dort? „Der Schiller und der Hegel, das ist bei uns die Regel. Der Uhland und der Hauff, das fällt bei uns nicht auf.“
Ich will jetzt mal ungerecht sein und die Südwestler weiterzitieren:
Der World Poetry Day scheint zu wirken, auch in Deutschland: Just 2000 begann der Münchner Allitera Verlag eine neue Lyrikreihe und setzt mit jährlich sechs Neuerscheinungen explizit auf „junge Stimmen der Zeit“.
Erschrocken schlag ich nach und finde unter den Neuerscheinungen neben Vampirkrimi und Lausdirndlgeschichten tatsächlich einen Gedichtband: Peter Paul Althaus (1892-1965). Ach ja, und die Texte des Open Mike… da ist ja auch Lyrik dabei.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Baden-Württemberg, Peter Paul Althaus
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In Deutschland gibt es keinen Mangel an Verlagen, in denen Lyrikbände erscheinen. Das gilt vor allem für kleine Verlage. Wer daran zweifelt, braucht nur einmal einen Blick in die umfangreichen Bände „Aus dem Hinterland – Lyrik nach 2000“ und „Kiesel & Kastanie – Von neuen Gedichten und Geschichten“ von Theo Breuer zu werfen. Dort kann man sich von einer wunderbaren Vielfalt überzeugen.
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