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Veröffentlicht am 5. Februar 2012 von lyrikzeitung
Obwohl Drawert, Jahrgang 1956, nicht zum Underground der DDR gehörte, findet sich in seinen frühen Gedichten viel Kritisches, freilich zumeist als Ausdruck einer inneren Emigration: „Mich beispielsweise, lieber Czechowski, / interessiert tatsächlich nur noch / das Privateigentum der Empfindung, / der Zustand des Herzens, wenn die schwarze Stunde / am Horizont steht, die Würde der Scham / und das Ende der Hochmut.“
Dass Drawert einen moralischen Raum des Sprechens reklamiert, mag manch einem überholt erscheinen. Doch Drawerts aufklärerische Haltung fragt nach der Zerstörbarkeit des Individuums und nach der möglichen Rettung des Schönen. / Tom Schulz, Tagesspiegel
Kurt Drawert: Idylle, rückwärts.
Gedichte aus drei Jahrzehnten. C.H. Beck, München 2011. 272 Seiten, 19,95 €.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Heinz Czechowski, Kurt Drawert, Tom Schulz
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