22. Traklfilm

Wirklich belegt ist die inzestuöse Beziehung zwischen den beiden Geschwistern nicht; aber die Schauspieler sind sich einig: Die Gedichte legen den Verdacht zumindest sehr nahe, und darauf baut die Geschichte auf. „Ich glaube, es war so“, meint Baumeister. „Schon weil die Mutter alle Briefe verbrannt hat.“ Und auch Trakl-Darsteller Eidinger ist, nach Lektüre der Gedichte, überzeugt: „Eindeutiger geht’s gar nicht.“ …

Von den Drogen als Vorbereitung hat Eidinger wohlweislich die Finger gelassen. Nur einen Finger hat er sich gelb gefärbt und für die Rolle zu rauchen angefangen. Größte Herausforderung ist indes etwas anderes: „Die Monstrosität des Moments, wenn Trakl seine Schwester küsst.“ Auch wenn die Schauspieler noch nichts verraten dürfen: Harte, explizite Szenen sind zu erwarten. Dabei, erklärt Eidinger, sei es keineswegs Ziel des Films, sich am Inzesttabu abzuarbeiten. „Sondern den Zuschauer dazu zu bringen, sich selbst die Erfüllung dieser unmöglichen Liebe herbeizusehnen.“ / Die Presse 4.8.

„Für immer und ewig“ erzählt die Lebensgeschichte des Dichters Georg Trakl. Der Film wird in Österreich und Luxemburg gedreht, geplanter Fertigstellungstermin ist im Februar 2011.

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