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Veröffentlicht am 4. Juli 2010 von lyrikzeitung
Spiegel verzerren sich, Gesichter verschwimmen, und ganze Welten zerfasern, sobald die Wahrnehmung der Halluzination weicht. Fragil und detailverliebt schildert Marion Poschmann in ihrem neuen Lyrikband „Geistersehen“, wie das Sichtbare in Vorstellung übergeht und die Ränder unserer Wirklichkeit verschwimmen. Wahrheit und Vernunft werden relativ, verblassen im Unkenntlichen. Mal ist es die Autobahnraststätte, ein andermal das Schwimmbecken – all ihre Bilder entführen den Leser in einer geradezu funkelnden und verzaubernden Sprachmelodie vom ursprünglich Gegenständlichen hin zu den Grenzen der Erkenntnis. / Björn Hayer, Die Welt
Marion Poschmann: Geistersehen. Suhrkamp, Berlin. 126 S., 17,80 Euro.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Björn Hayer, Marion Poschmann
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