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Veröffentlicht am 23. November 2009 von lyrikzeitung
… hat man oder hat ihn nicht. Der 72-jährige CDU-Politiker und General a.D. Jörg Schönbohm, „bekannt für starke Worte und klare Meinungen“ (Morgenpost), hat ihn und die Ostdeutschen, (sein Spezialgebiet), denen er jahrelang als Innenminister dienen wollte, wofür sie ihm wenig Dank zollten, halt nicht:
Auf die Frage, welche anderen Folgen von 40 Jahren DDR bis heute noch wirken würde, nannte Schönbohm eine „weit verbreitete Stillosigkeit – im Umgang wie bei der Kleidung.“
Da wird er schon was Richtiges sagen, ist ja auch nicht weiter wichtig. (O Gott, was weiß der über meinen Umgang?!) Nur fällt mir beim Thema Stil ein, was mir meine (ostdeutsche) Mutter beigebracht hat. Es ist schlechter Stil, hat sie gesagt, wenn man allemal ausspricht, was man Schlechtes über andere Leute denkt. Wahrscheinlich, werde ich ihr sagen, hat sich halt auch der Stil in 40 Jahren Trennung auseinanderentwickelt. (Und wahrscheinlich müssen wir mehr fernsehen – per definitionem der Ort, wo gutangezogene Menschen Stilvolles reden & tun!)
Kategorie: DeutschlandSchlagworte: Ists auch nicht Lyrik, Politik
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Versuch logischen Argumentierens:
1) „Stil ist ein richtiges Weglassen des Unwesentlichen.“ – Anselm Feuerbach , Ein Vermächtnis
2) Ob Ostdeutsche sich stillos verhalten oder kleiden, ist auf politischem Terrain völlig unwesentlich/irrelevant.
Defacto: Schönbohm hat keinen Stil.
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